Was bedeutet freie Marktwirtschaft und Bitcoin für den Ländlichen Raum

Danke für deine Anregungen zu meinem Text. Ich persönlich erwarte das gar nicht von Bitcoin nur tue ich mich schwer mit dem Gedanken einer komplett freien Marktwirtschaft. Es will einfach nicht in meinem Kopf warum dann Regionen, die jetzt schon vernachlässigt wurden, nach einer „hyperbitcoinization“ besser dran sein sollten.

Also meine Frage zielt darauf ab das viele im Bitcoin Space sich so gerne auf Mises und die österreichische Schule berufen. Ich kann es leider nich so richtig nachvollziehen und ich suche noch nach Argumenten, die das rechtfertigen. Denn wie oben beschrieben werde ich fast täglich mit diesen fragen auch beruflich konfrontiert. Also zu Themen Energie, Volatilität und Ökonomie bzw. im Speziellen der freien Marktwirtschaft.

Und du sprichst von einer Chance für den ländlichen Raum. Warum sollte denn ein Unternehmen wie die Deutsche bahn das Netz besser ausbauen und die Preise senken? Das funktioniert jetzt schon nicht, wie soll das nur gehen, wenn wir wirklich in einer freien Marktwirtschaft leben. Und da sich jetzt schon ströme wieder Richtung ländlichen Raum aufmachen, braucht es aus meiner Sicht nicht unbedingte einen Bitcoin.

Also nicht falsch verstehen ich habe nur aktuell Argumentationsschwierigkeiten auf einige fragen. Und ich bin mir nicht sicher, dass wir wirklich ohne Regierungen funktionieren können. Doch ich höre oft, dass dies für einige die Wunsch-Utopie ist. Und warum immer wieder Bitcoin == freie Marktwirtschaft für viele bedeutet? Weil Bitcoin Regierungen ablöst und weil sich der Markt selbst regelt? Na schönen dank aber auch! Dann gewinnt doch nur noch der stärkere. Mhh…

Ach kompliziert :smiley:

Hallo Monty und willkommen im Forum
Es freut mich nicht mehr der einzige Sachse hier zu sein :grinning:

Zu deiner Frage:
Angenommen alles ist privatisiert und der freie Markt regelt, dann würde sich in einer dünn besiedelten Gegend, wie die in denen wir leben, eine unrentabele Zugverbindungen einfach nicht lohnen. Folglich würde sie verschwinden und eine effizientere Lösung würde sich durchsetzen.
Ich würde mal davon ausgehen, dass eine Zugverbindungen die nur zu 10% ausgelastet ist sich nicht gegen ein Uber durchsetzen kann, welches btw durch staatliche Regulierungen verhindert wird.
Folglich würden Alle profitieren, wenn es so wäre(Uber setzt sich durch), da die öffentlichen Verkehrsmittel überhaupt nicht benötigt werden, solange sie sich nicht lohnen.

Im freien Wettbewerb setzt sich der durch, der am effizientesten ist und damit auch die für den Konsumenten beste Wahl. Sowohl im Preis, als auch in der Energiebilanz.

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Hallo,

hier gibts bestimmt mehr Sachsen als du denkst die reden nur nicht drüber :smiley: aus welcher Region kommste denn? Musst jetzt nicht genau sagen nur so ne Richtung :wink:

Ich gebe dir recht diese Argumentation funktioniert bis zu dem Punkt wo die Nachfrage nicht groß ist. Was passiert aber, wenn alle Bahnschienen und Bahnhöfe abgerissen wurden, da sie ja niemand mehr brauchte wir aber plötzlich vor der Situation stehen, dass wir merken, dass es doch besser wäre nicht dicht besiedelte Gebiete vor die Hunde gehen zu lassen? Denn genau vor dieser Situation stehen wir aktuell in meiner Stadt. Es liegt gar nicht primär an der Bevölkerungsdichte, sondern in erster Linie daran das die Kosten für eine 100km lange Strecke bis zur nächsten größeren Stadt einfach ein Vermögen kostet und dadurch die Auslastung der Bahnstrecken so gering ist. Alternativ kann ich dann eine MFG suchen die günstiger ist aber nicht unbedingt sicherer und umweltschonender. Und ja wenn wir irgendwann ausschließlich mit Regenerativen Antriebsarten uns fortbewegen, dann sieht die Situation vielleicht schon etwas anders aus aber ich suche nach handfesten Argumenten. Ich selbst habe sie noch nicht gefunden. Ich setze auf euch :smiley: Ist Uber wirklich eine Lösung? Mhh.

Klar kann man jetzt Argumentieren, wenn dort niemand lebt, dann will das auch niemand. Aber ich denke nicht, dass dies der Wille der Menschen ist. Viele würden gern in kleineren Städten leben, aber sie sind gezwungen dort hinzuziehen, wo die Arbeit ist. Und ja da gebe ich dir recht, ich setze viel auf die Digitalisierung und hoffe das sich dadurch in den nächsten Jahren etwas tut. Ich selbst möchte mich auch nicht beschweren ich habe alles was ich brauche, aber ich muss auch nicht oft weg von hier leide aber trotzdem daran das die Bevölkerung immer älter oder sorry Dümmer wird.

Ja und nun? Ein Privatunternehmen unterbindet in diesem Fall auch die Entwicklung von solchen Regionen da sie nur dann aktiv wird, wenn die Nachfrage besteht. Aktuell geht es mir aber wie auch vielen anderen darum das man den Ländlichenraum fördern muss damit wieder mehr Menschen sich hier ansiedeln. Warum sollte ein Profitorientiertes Unternehmen Präventiv handeln? Weil es dann vom Netzwerk belohnt wird? Also vielleicht ist das genau die Situation, die kommt, diese kann ich aber niemals einen „nicht Bitcoiner“ in der Gegenwart als Argument bringen bzw. sag mir einer wieso das so kommt, wenn wir in einer freien Marktwirtschaft leben? Ich finde den Satz von Satoshi nicht unbedingt förderlich „If you don’t believe it or don’t get it, I don’t have the time to try to convince you, sorry.“. Damit bekomme ich keinen Kritiker auf die Seite des Lichts. Und ja ich finde auch die Argumentation das die meisten Menschen nur gutes im Sinn haben richtig und korrekt, aber ich glaube, wenn Dinge groß werden, dann werden auch einige wenige versuchen diese groß zuhalten, also ihre Macht zu erhalten. Macht korrumpiert, und absolute macht korrumpiert absolut -Lord Acton. Die Geschichte hat uns das schon oft geleert. Und wie gesagt es geht nicht darum das ich denke das wir nicht ein Solides Geld benötigen mir geht es um die „freie Marktwirtschaft“ und ich habe auch nicht per se etwas gegen sie, aber ich glaube wir benötigen Institutionen die bestimmte dinge regeln da sonst nur der Stärkere gewinnen kann. Regelt dies dann das Netzwerk? Und wie und warum? Zählen dann dort nur die meisten stimmen? Denn das ist nicht immer das richtige. Könnte da jetzt auch schon wieder Beispiele bringen. Aber ich lass das mal nerve ja schon genug :smiley:

Irgendwie klinge ich sehr sozialistisch das ist aber nicht mein Ziel ich such einfach nach schlüssigen Argumentationen für diese Fragen. Vielleicht können wir sie auch nicht beantworten und müssen es einfach probieren und schauen was passiert. Ich vermute, genau das wird früher oder später passieren da auch für mich die Vorteile den Nachteilen überwiegen. Ich habe aktuell 2/3 Fragen die ich mit gutem Gewissen beantworten kann. Das ist der Energieverbrauch und die Volatilität nur den Ökonomischen fragen ist es manchmal etwas schwer standzuhalten. Und ich bin „Techniker“ kein „Ökonom“.

Nachtrag:
Ich möchte auch anmerken, dass der Abbau vom Schienennetz die letzten Jahre flächendeckend vollzogen wurde. Das ist nicht nur ein Problem in meiner Region. Alles nur, weil die DB auf manchen strecken keinen gewinn gemacht hat. Jetzt stehen sie vor dem Problem, das durch den Klimawandel wieder mehr Menschen Züge nutzen möchten und auch sollen. Ja blöd nur das es diese teilweise nicht mehr gibt. Wenn ich einen Nachtzug nach Zürich buchen möchte, muss ich bei der österreichischen Bahn danach suchen und dafür auch erstmal 250 km nach Berlin mit der Bimmelbahn fahren. Jetzt kommt die Bahn endlich wieder auf die Idee die Nachtzüge zu reaktivieren nur blöd, dass sie keine mehr besitzt…

Ich glaub wirklich einfache antworten werde ich wohl nicht finden. Dass der Wettbewerb alles regelt, vielleicht, wenn wir ein solides Geld wie den Bitcoin global nutzen. Aber dann auch erst wirklich dann.

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Hi Monty,

Meiner Ansicht nach, wird die „hyperbitcoinisation“ NICHT zu freier Marktwirtschaft im Sinne des Wortes führen. Zumindest nicht kurzfristig. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Die ganze Ökonomie-Lehre beruht auf theorätischen Modellen, die „im Lehrbuch“ entstanden sind. Was die annähernd freie Marktwirtschaft verursacht, kann in Afrika und Brasilien und anderen „aufstrebenden Ländern“ gut geobachtet werden. Super Wachstum auf der Wohlhabenden Seite, einige wenige, die mit Ideen groß durchstarten und auf der Wohlhabenden Seite landen, aber für jeden dem es besser geht, gibt es 10 oder mehr denen es dadurch schlechter geht. Auch in Amiland kann man das gut beobachten, aber dort hat sich das Gefälle seit Generationen verfestigt, weshalb dort die Entwicklung nur mehr nachempfunden werden kann, und nicht beobachtet.

Mises und Marx haben beide Macken, genauso wie auch alle anderen Theorien (auch die ÖSIS … und als Staatsangehörige darf ich das so sagen :slight_smile: )

Ganz ohne soziale und ökonomische Eingriffe seitens Regierungen wird es auch in Zukunft nicht gehen. WEIL Fehler menschlich sind.

Oder will irgendwer ins Viktorianische Zeitalter zurück, als die Industrialisierung schon gut unterwegs war, aber noch keine Gewerkschaften der Ausbeutung entgegen hielten?

Versteht mich nicht falsch - auch Sozialismus als Modell ist falsch, weil es durch die Vereinheitlichung zu einer Egalisierung kommt, und dadurch jegliche Antriebe für Fortschritt im Keim erstickt werden.

Auch reiner Ökologie-is-muss kann nur in einer Katastrophe enden, da es zwangsweise zur Diktatur führt. Dennoch brauchen wir aktuell etwas mehr Ökologie-is-muss in unserer Gesellschaft, weil wir uns sonst unsere Lebensgrundlage vernichten.

Die Mischung machts
Und Bitcoin kann da nur 1 Glied unter vielen in der Kette sein.

So, genug geschwafelt
cu
Petzi

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Exakt und das ist mMn auch gut so. Die Alternative ist der Staat, welcher Infrastruktur baut wo sie evtl keiner braucht. Wie die Brücken die ins nichts führen und der gleichen (haben wir genügend bei extra 3 gesehen).

Ehrlich gesagt vermute ich, dass öffentliche Verkehrsmittel weder effizient noch umweltfreundlich sind. Ich persönlich sehe es auch nicht als Nachteil an, wenn diese Zugverbindungen größtenteils wegfallen. In meiner Gegend sind in den letzten 20 Jahren auch viele alte Gleise zu richtig schönen Radwegen geworden.

Eine schwache Infrastruktur hat auch Vorteile. Zum Beispiel sinken die Immobilienpreise, wodurch Menschen eher wieder aufs Land zurückkehren und dort für Nachfrage sorgen. Das zieht private Anbieter an (vorausgesetzt es wird nicht wegreguliert) welche die Bedürfnisse nach Mobilität erfüllen. Der Dorfbewohner, welcher am Immobilienpreis gespart hat kann sich jetzt die mehrkosten für Mobilität leisten. Die schlechtere Alternative wäre, Alle Steuerzahler zahlen insgesamt mehr für ineffiziente öffentliche Mobilität

Geboren und aufgewachsen und hängen geblieben in der Nähe von Karl-Marx-Stadt :wink:
Wir sind übrigens auch gleich alt

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Ja sehe ich ja auch so, nur sind mir manche Aussagen im Bitcoin space zu Polemisch was das angeht. Ich hab drei Jahre in Salzburg gelebt darf ich das jetzt auch? :smiley:

Ich werde mal eure zwei Beiträge mir durch den Kopf gehen lassen und später oder morgen mich dazu äußern. Auf jeden Fall freue ich mich gleich zwei so nette Gesprächspartner gefunden zu haben. Hat sich bis jetzt für mich gelohnt hier :wink:

:rofl:

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Sorry, dass kann nur jemand sagen, der in einer Gegend mit guter Infrastruktur lebt.

Bin in Stadtnähe in einem Dorf aufgewachsen … heute Speckgürtel, damals noch nicht … nächste Bushaltestelle 4km von meinem Heimathaus entfernt … 1 Bus alle 2 Stunden … sowie ich Alt genug war, war es ERFORDERLICH motorisiert zu sein, um zur Arbeit zu kommen.

Bin später in die Stadt gezogen … super Infrasturktur, kleine Wohnung (als Single völlig ausreichend), aber völlig ungeeignet um Kinder aufzuziehen

Lebe seit 17 Jahren am A der deutschsprachigen Welt (hat sich so ergeben, weil mein Partner dort aufgewachsen ist, und dort bereits wohnte), nächste größere Stadt 1 Autostunde entfernt, in der Früh 1 Pendlerbus, am frühen Nachmittag 1 Pendlerbus … wer wo anders arbeitet MUSS ein eigenes Auto haben. Super für Kinder zum Aufwachsen, aber bereits für Teenager die Hölle, weil die Bevölkerung bereits jetzt überaltert ist, keine Lokale, keine Treffpunkte, keine Infrastruktur … und die Eltern fahren die Kinder im 50km Radius spazieren … Teenager wohnen in der Schulzeit im Internat, damit wenigstens dort dann alles glatt läuft

Auch zum Zahnarzt, Gynäkologen, oder Hautarzt oder, oder,… zwischen 20 und 70km.

Und jetzt sag nochmal, das das billiger ist als eine Wohnung im Speckgürtel oder in der Innenstadt.

@petzi
Ich kann diese Situationen alle nachvollziehen, auch ich habe sie alle 3 erlebt. Das Leben in der Pampa finde ich ehrlich gesagt sehr schön.

Kennst du die Funktionsweise von Uber?
Es ist ein gutes Argument für einen freien unregulierten Mark.
Wenn es eine Plattform gibt die Mobilität als Service anbietet, kann ich mich auf dieser anmelden und für einen von mir festgelegten Preis, diesen Service anbieten.
Solange es sich für mich lohnt ist es günstiger, als eine Alternative, wie zum Beispiel Buslinien oder gar Zugverbindungen.
Mit günstiger meine ich sowohl ökonomisch als auch ökologisch.

Nun wäre meine Lösung des mobiliätsproblems eine Deregulierung, da ich davon ausgehe, nicht ohne Einschränkung solch einem Service anbieten zu dürfen. Die Regulierung von Uber oder ähnlichen Services schützt eine ineffiziente Infrastruktur die keiner brauchen würde.

Individualmobilität ist nicht nur angenehmer sonder im ländlichen Bereich auch die effizientere Lösungen.
Die kosten dafür sind unschlagbar gering im Vergleich zu den konventionellen öffentlichen Verkehrsmittel.

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Besteht genug Nachfrage nach entsprechenden Mobilitätsangeboten, dazu gehört auch die Zahlungsbereitschaft, wird wohl jemand die Chance erkennen und nutzen.
Besteht nicht genug Nachfrage, wäre es nicht lohnenswert und folglich eine Verschwendung von Ressourcen, die man durch die Marktpreise ermitteln und dann verhindern kann.
Man könnte als Unternehmer natürlich auch darauf spekulieren, dass die Nachfrage steigt, wenn mehr Mobilität angeboten wird, weil zB mehr Leute dort hinziehen etc.
Das wichtige dabei: Der Unternehmer haftet im freien Markt für seine Fehler.
Der Staat kann dagegen nicht ermitteln, ob es sich lohnen würde, da er keine Marktpreise zum Kalkulieren hat bzw die Preise nicht den eines freien Marktes entsprechen würden wegen Subventionen, fehlendem Anreiz für Innovation und Monopol.

Zurück zum freien Markt: Wenn sich alle einig sind, dass sich ein Mobilitätsangebot nicht lohnt, verändert sich wahrscheinlich das Stadtleben weiter in Richtung Menschen, den das nicht wichtig ist. Dafür gibt es ja auch Nachfrage und man findet dann mit deiner Stadt ein spezialisiertes passendes Angebot dafür.
Der Markt sorgt hier für effiziente Entwickelungen der Städte.

Dagegen kann ich dir gerne im Thread „Libertarismus und Privatisierung“ Argumente liefern, wenn Du magst.

@PrinzMonty Sei willkommen im Forum, Kollege, und schön, dass du dir so fundierte Gedanken machst und sie in so freundlichem Ton vorbringst. - Deshalb entschuldige bitte, dass von meiner Seite ein Einwand zur Threaderöffnung kommt, aber dieses Freie-Markt-Geplapper soll nicht noch mehr Ausbreitungsfläche finden über die Threads verteilt hier im Forum. Widerspricht auch den Ordnungswünschen der Admins/Moderatoren, dass zum gleichen Thema -zig Threads aufgemacht werden.

@GermanCryptoGuy Na, wenn das mal nicht der x-te Thread ist, in dem sich die Austrians ausbreiten können … Wie wär’s mit Verschieben, und zwar wie @Denni schon vorschlägt —> rüber in „Libertarismus und Privatisierung“, da ist die ganze Diskussion schon angesiedelt, auch zu Infrastrukturfragen.

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Prinzipiell natürlich richtig. An dieser Stelle finde ich es jedoch nicht unbedingt notwendig, den ganzen Thread oder die letzten Beiträge zu verschieben.

Das Thema Liberalismus und Liberatarismus ist so ein weites Feld, dass man auch einmal Threads zu einzelnen Aspekten öffnen kann. Man erkennt das daran, wie lange der entsprechende Thread bereits ist. Würde man alles zum Thema da rein schieben, wäre das schnell sehr unübersichtlich.

Es wurde mal diskutiert hier im Forum mehr Kategorien einzuführen bzw. diese weiter zu untergliedern, was an dieser Stelle wahrscheinlich das geeignetere Mittel wäre. Da hat man sich aber bewusst dagegen entschieden.

Also:

Wenn jemand zu einem spezifischen Punkt eines sehr weiten Themengebiets einen eigenen Thread öffnet, finde ich das ok (so wie hier).

Wenn jemand allerdings einen Thread öffnet, und die Diskussion von Einzelnen wieder unerwünscht (!) in eine andere Richtung getrieben wird, dann würde ich das verschieben.

Solch eine Art von einseitigen Eingreifens oder Zensierens sehe ich sehr kritisch. Es gibt bisher keine Haltung hier im Forum, deren Beiträge ich alle irgendwo hin verschiebe, damit sie nicht noch mehr Ausbreitungsfläche findet.
Ich habe ja neulich schon im anderen Thread erklärt warum ich denke, dass Bitcoin im Mittel eher Liberale anzieht (hier). Das spiegelt sich eben im Forum wider. Darüber möchte ich aber in diesem Thread nicht weiter diskutieren.

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Theorätisch ja, praktisch gibt es aber eine Menge Hürden zwischen „erkennen“ und „nutzen“ … und darin lliegt der Trugschluss in allen ökonomischen Theroriemodellen … auch beim Libertären

Chance nutzen kann nur, wer die Erfordernisse erfüllt, und in einem vollkommen libertären System ist das immer derjenige, der am meisten Kohle hat. Entweder in Form des risikobehafteten Unternehmertums - wobei er das nur tun wird bei einem „garantierten“ Erfolg (Marktmonopol für ein Grundbedürfnis - Stichwort Wasserversorgung). Oder aber in Form eines „risikolosen“ Kreditgebers, der vom Kreditnehmer zusätzlich zur Kreditrückzahlung und Verzinsung auch eine Kreditausfallversicherung fordert, wie es auch heute üblich ist.

ERGO: Im Laufe der Zeit sammelt sich das Geld bei den bereits Wohlhabenden, und all jene, die nicht durch familäre Guthaben die Möglichkeit zur Investition haben, werden langfristig versklavt. … Ich verwende dieses Wort bewußt.

DAHER: ALLE ÖKONOMISCHEN MODELLE HABEN MACKEN
Nur durch die Mischung der Modelle gemeinsam mit starken Institutionen, die einen Handlungsrahmen vorgeben, und sowohl soziale als auch ökologische Eingriffe vornehmen, werden wir uns in die Lage versetzen eine lebenswerte Zukunft für unsere Enkel zu errichten. Auch wenn das gerade für uns frühe Bitcoiner zu schmerzhaften Einschnitten in der Zukunft führen wird. Die Aussicht darauf ist mir lieber, als die Aussicht auf eine „Selbstkasernierung“ hinter Betonmauern und Stacheldraht - Stichwort „Gated Community“

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Bitte nicht in eine Diskussion über Libertarismus im Allgemeinen abdriften. Dafür gibt den schon angesprochenen Libertarismus und Privatisierung Thread.

Hier geht es um den Einfluss auf den ländlichen Raum, z.B. Mobilität, lokale Wirtschaft etc. . :wink:

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Mag sein - oder vielleicht auch nicht - darauf will ich jetzt nicht rumreiten, da hierzu viel mehr Positionen gehören, als die persnliche.

Ich hoffe aber stark, dass es künftig mit den selbstfahrenden elektrotaxis/kleinbussen, sowohl zu einer deutlichen Verbesserung des Angebots, als auch zu einer deutlichen Effizienzsteigerung der Mobilität im ländlichen Raum kommen wird. Blos dauert das sicher noch 20 Jahre.

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Das ist auch genau meine Hoffnung und Erwartung!

Bei uns im Umland wird auch seit Jahrzehnten debattiert, ob eine Bahn besser wäre oder ein Ausbau der Busverbindungen. Ein voller Bus bzw. eine volle Bahn ist wahrscheinlich das Kostenminimum. Aber auf dem Land, wird das nie so sein, d.h. die Gemeinden zahlen immer drauf.

Von der Flexibilität her sind natürlich Autos am besten. Allerdings war das bisher auf Kosten der Umwelt und relativ teuer, weil Fahrer bezahlt werden müssen oder man selbst ein Auto braucht. Beide Punkte werden aber aktuell gelöst.

Nachdem sich aktuell die Elektroautos durchsetzen, wird es aufgrund des freien Marktes nicht lange dauern, bis wesentlich effizientere und ressourcenschonende Akkus auf den Markt kommen. Es gibt schon zig Privatunternehmen, die daran forschen.

Die Kosten sind wie von @maxpower26 schon erwähnt durch Uber bereist stark gesunken. Hier wird auch niemand ausgebeutet, sondern die Leute machen das freiwillig. Das Optimum wird erreicht, wenn die Autos autonom fahren, da man dann keinen Fahrer mehr bezahlen muss.

Ich stelle mir die Zukunft auf dem Land und in der Stadt also so vor:

Man öffnet eine Handyapp und wählt aus von wo nach wo man transportiert werden möchte. Ein Algorithmus der Anbieter rechnet aus, welches Fahrzeug der verteilten Flotte das aktuell am effizientesten schafft. Das Auto kommt innerhalb von Minuten vorbeigefahren und bringt einen zum Ziel. Gleichzeitig spart man Parkplätze, da die Fahrzeuge alle unterwegs sind.

Solch ein Modell skaliert auch denke ich ganz gut. Auf dem Land, wo weniger Bedarf ist lohnt es sich trotzdem, nur einfach mit weniger Fahrzeugen.

Das Modell wird auch ehesten nachgefragt werden. Maximale Flexibilität, keine Abhängigkeit von Haltstellen, Abfahrtzeiten, kein voller Bus/Bahn, geringe Kosten etc. .

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Ich verstehe deinen Standpunkt, Sebastian, finde aber, man sollte Liberale und Libertäre / Anarchokapitalisten nicht in einen Topf werfen. Ob die Verfassung akzeptiert wird oder man sich in einer Gruppe von Verfassungs- und Demokratiefeinden befindet, macht doch einen Riesenunterschied.

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Das stimmt nur zum Teil. Wo ich lebe haben wir Leerstand und ja genau deswegen kommen auch Menschen aus Berlin mittlerweile zu uns, weil sie hier mehr Freiraum haben um sich zu entfalten. Für die meisten ist dies aber immer noch nicht möglich da Ihre Jobs in der Großstadt sind.
In der Theorie ist immer alles recht schön und einfach aber die Realität sieht da schon anders aus.

Ich denke sie könnten aber nachhaltig werden und die meisten Menschen in meinem Dunstkreis möchten Nah und Fernverbindungen nutzen. Sie möchten kein Auto und auch kein E-Auto oder was auch immer. Und ich glaube Jüngeregenerationen denken da sowieso grundlegend anders. Übrigen tut mir das Uber Beispiel sehr weh. Ich kann diesem Unternehmen und der Unternehmenskultur rein garnichts abgewinnen. Aber ich geh davon aus das dies nur als Beispiel herhalten soll?

Das einer der Gründe warum auch hier immer wieder mal Leute zurückkommen. Aber wer kann das schon… die wenigsten.

Ich hatte mir die meisten Beiträge dazu schon durchgelesen. Es hat mich leider nicht so richtig überzeugt.

Ich merke aber auch langsam, dass ich meine Frage hätte anders formulieren sollen. Mir geht das alles gerade etwas zu tief in die politische Philosophie. Aber es lässt sich wohl nicht einfach beantworten und man wird Abwegen müssen, wenn oder falls die Zeit gekommen ist.

Ja gerne ich glaube anders geht das auch nicht. Immer schön sachlich bleiben. Und wegen des Threads also meinetwegen kann das auch verschoben werden oder Zwangs-geschlossen. Ich hab mir aber fast alles, was ich dazu gefunden habe hier vorher angeschaut. Entweder hatte ich nichts gefunden was meine frage beantwortet oder ich hatte nicht genug Fantasie :slight_smile:

Also ich bin ja neu hier aber ich hatte mich schon bisschen gewundert das es zu solchen großen Themengebieten hier noch keine Kategorie gab. Also würde ja irgendwie Sinn ergeben. Dann ist es vielleicht auch nicht so tragisch, wenn sich jemand mit einem Thema wiederholt.

Da bin ich auch bei dir… Ich glaub wir dürfen uns hier nicht so oft über den Weg laufen. Denn dann wird das nämlich recht schnell einseitig.

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Keine Sorge - hier gibt es viele unterschiedliche Meinungen … sooo schnell wird das nicht langweilig (einseitig) :slight_smile:

Was genau hat dich nicht überzeugt? Oder ist es mehr das Gefühl „das kann nicht sein“, weil es so anders ist als das was wir seit Jahrzehnten glauben?

Es ist natürlich sinnvoll in die Gegend zu ziehen in der man arbeitet. Allerdings habe ich, vor allem im letzten Jahr, den Eindruck bekommen, dass sich viele Arbeitsplätze vom Firmenstantort abkoppeln werden. (Homeoffice)

Dörfer am Arsch der Welt können natürlich keine Infrastruktur wie Städte entwickeln. Ein eigener Führerschein wäre auf dem Land natürlich von Vorteil, da er als Arbeitsgrundlage für Mobilitätsdienstleistung wie eben Uber eine Einnahmequelle wäre für die, die auf dem Land leben wollen und das wäre gleichzeitig eine Lösung für die, die ohne eigenen Auto/Führerschein auf dem Land leben wollen.

Es muss ja nicht Uber sein sondern nur das Businessmodel. Was ist dein Problem mit Uber? Ich habe es noch nie benutzen können, aber habe das Bussinesmodel denke ich verstanden und es erfreut sich ja großer Beliebtheit.