Wir sind keine KI und für unser Denken benötigen wir unser Gehirn.
Dies ist ein Organ wie jedes andere und verkümmert, wenn es nicht bzw. weniger genutzt wird.
Natürlich ist KI auch ein Werkzeug.
Aber das Problem im Vergleich zu Sprache, Schrift, Zahlen etc. ist das langfristig durch exzessive Nutzung bei KI das Gehirn zerstört wird. Sprache etc. fördert Denkprozesse, KI übernimmt Denkprozesse.
Das eine ist wie ein normaler Hammer für den Handwerker, das andere wie ein Hammer der plötzlich selbstständig aktiv wird und Handwerksaufgaben erledigt.
Was wird nun mit dem Handwerker und seinen Fertigkeiten langfristig passieren?
Es ist so wie weiter oben geschrieben:
Use it or lose it.
Das sind biologische Fakten.
Es gibt eigentlich keine Erfindung, die aus dem Nichts erfunden wurde. Das macht eine Erfindung ja aus, daß sie bereits Vorhandenes nutzt und in einer neuartigen Weise so kombiniert, daß es den Menschen nutzt.
Bitcoin wurde von Nakamoto selbstverständlich erfunden und nicht entdeckt. Die von ihm kreierte Kombination bzw. Nutzung vorhandener “Zutaten”, die den Bitcoin ausmacht, war zuvor nicht vorhanden.
Ansonsten müsste man jede Erfindung als Entdeckung benennen, da keine Erfindung aus dem Nichts schöpft.
Übrigens muss ich auch widersprechen, daß Zahlen nicht erfunden worden seien. Das Konzept Zahlen musste sehr wohl erfunden werden, wenn es auch tatsächlich sehr unmittelbar aus einer unserer Welt zugrundeliegenden, grundsätzlichen Gesetzmäßigkeit schöpft.
Hingegen wurde z. B. der amerikanische Kontinent entdeckt und nicht erfunden. Denn es hatte keinerlei vorherigen künstlichen (menschlichen) Konzepts (oder Whitepapers) zu seiner Existenz bedurft.
Wieso nicht einfach deine idee hinschreiben? Wieso gehst du zum ChatBot und sagst er soll das ums 100x mit Füllertext aufblasen.
Natürlich ist Bitcoin eine Erfindung. Satoshi hat das erste dezentrale Kassenbuch erfunden das mit PoW anstatt zentraler Instanz einen Konsens findet. Das gab es vorher nicht.
Bitcoin nur auf die Knappheit oder den Blödsinn mit digitalem Gold zu reduzieren ist halt deppert.
Ich denke, „verdummen“ ist das falsche Wort. Vielmehr verliert oder hat man bestimmte Kompetenzen nicht.
Meine Frau ist intelligent, doch da sie früher nie gewandert ist, fällt ihr die Orientierung deutlich schwerer als mir. Ich habe viel Zeit mit meinem Vater verbracht, um mit Karte und Kompass, anhand der Sonne und von Orientierungspunkten, unterwegs zu sein.
Ich stelle auch vor unseren Wanderungen das Auto oft unter einen Baum, der uns (dem Auto) nach der Wanderung Schatten spendet. Meine Frau hat darauf nie geachtet, auch weil ihr der Verlauf der Sonne bisher unwichtig war. -Vielleicht kühlt das nächste Auto schon vor Ankunft automatisch ab, dann ist der Sonnenstand auch egal -
Aber es gibt Dutzende anderer Dinge, in denen sie viel besser ist als ich und auf die sie auch wesentlich mehr achtet!
OK, das sehe ich ein und kann es so nachvollziehen. „Dumm“ ist das falsche Wort für den Verlust von Fähigkeiten. Sonst könnte man auch behaupten, ich wäre dumm, weil ich nicht Skispringen oder Drachenfliegen kann. Oder ich nicht einhändig mit dem Daumen am Smartphone chatten kann. Oder selbst bei mir beobachte, wie sich z.B. durch Navi-Nutzung das Orientierungsvermögen abgenommen hat: Als ich im Außendienst anfing, hab ich mir abends einen „Falk“-Plan eingeprägt und am nächsten Tag die Kunden in einer fremden Stadt gefunden. Nach ein, zwei Besuchen dort war die Stadt eine Karte in meinem Kopf (deshalb kenne ich tatsächlich im gesamten Ruhrgebiet jeden Winkel). In den letzten Jahren war es in neuen Gebieten so, dass ich mich auch nach Monaten noch nicht suffizient auskannte.
Der entscheidende Schritt war nicht das „Erfinden eines Kassenbuchs“, sondern das Sichtbarmachen einer Ordnung, die vorher im Digitalen schlicht nicht existierte. Objektiv durchgesetzte Knappheit ohne Vertrauen.
Satoshi hat kein neues Naturgesetz geschaffen. Er hat erkannt, dass Mathematik, Kryptografie, Spieltheorie, Energie und Netzwerke zusammen eine neue Eigenschaft hervorbringen können. Digitale Knappheit ohne zentrale Instanz. Dass man das dann „digitales Gold“ nennt, ist kein Beweis für Blödsinn, sondern ein didaktischer Krückstock. Metaphern sind nicht die Sache selbst. Wer Bitcoin darauf reduziert, verfehlt ihn, da stimme ich dir sogar zu.
Aber genauso verkürzt ist es, Bitcoin nur als „erstes dezentrales Kassenbuch“ zu sehen.
Ein Kassenbuch ist Mittel. Der Maßstab, der dadurch entsteht, ist die eigentliche Neuerung.
Das Entscheidende an Bitcoin ist nicht der Code, sondern die Eigenschaft, die daraus entstehtetwas, das nicht verhandelbar ist und deshalb eher entdeckt als erfunden wurde.
Code kann man ändern. Regeln kann man neu schreiben. Narrative kann man drehen.
Aber bei Bitcoin gilt, wenn du die Regeln änderst, bist du nicht mehr Bitcoin. Punkt.
Diese Nicht-Verhandelbarkeit hat Satoshi nicht „erfunden“ wie ein Feature, sondern sichtbar gemacht, indem er bekannte Bausteine so kombiniert hat, dass sie sich gegenseitig absichern. Genau wie bei Gravitation oder Zeit. Man erfindet sie nicht, man erkennt, dass sie wirken, egal was man darüber denkt. Darum fühlt sich Bitcoin weniger wie ein Produkt an
und mehr wie ein Maßstab, der einfach da ist.
Wenn das Narrativ kippt, kippen nur die Menschen. Bitcoin ist kein soziales Konstrukt, das Zustimmung braucht. Er ist kein Produkt, das verkauft werden muss.
Er ist kein Glaube, der getragen werden muss. Er ist ein deterministisches System.
Narrative sind Lärm um den Maßstab.
Bitcoin verhandelt nicht. Bitcoin rechtfertigt sich nicht. Bitcoin passt sich nicht an.
Was Narrative tatsächlich tun: Sie testen, wie unreif oder abhängig Menschen noch sind. Sie zeigen, wer glaubt, wer hofft, wer erwartet und wer verstanden hat, dass ein Maßstab keine Versprechen gibt.
Wie bei Zeit: Du musst Zeit nicht akzeptieren, um zu altern. Du kannst sie ignorieren, aber sie ignoriert dich nicht.
Wie bei Gravitation: Du musst sie nicht respektieren, aber sie wirkt trotzdem.
Bitcoin gehört in diese Kategorie: kein Vertrag, sondern eine Bedingung.
Menschen akzeptieren das nicht, weil sie überzeugt werden, sondern weil Alternativen im Vergleich schlechter funktionieren. Nicht plötzlich. Nicht kollektiv. Nicht moralisch. Sondern individuell und schrittweise.
Akzeptanz ist hier kein Akt der Zustimmung,
sondern ein Nebenprodukt von Vergleich.
Bitcoin zwingt niemanden.
Aber er lässt keinen Raum für Ausreden, wenn man ihn einmal verstanden hat.
Und genau deshalb ist er kein soziales Konstrukt, sondern ein Maßstab,
zu dem Menschen sich früher oder später verhalten müssen, egal wie sie über ihn fühlen.
Ich glaube du hast Bitcoin einfach wirklich nicht verstanden, genau wie viele andere hier auch. Ob Bitcoin knapp ist oder nicht ist nämlich absolut verhandelbar. Die “Knappheit” ist eine Formel im Code die sich ändern lässt. Ob diese Änderung akzeptiert wird ist ein Konsens den die Nutzer der Bitcoin Software untereinander im Notfall über einen Fork im Markt aushandeln.
Die absolute Knappheit ist eines von beliebig vielen Regeln über die Ausschüttung, die auf Satoshis Erfindung läuft
Mit @Radieschen brauchst du nicht schreiben, du schreibst praktisch indirekt mit einem Bot. So ziemlich alles was er postet oder antwortet ist einfach nur cringer chat bot Müll. Schau dir mal den Aufbau seiner Texte an, klassisches LLM-Slop Gelaber.
Technisch lässt sich jede Software ändern. Aber ökonomisch und spieltheoretisch ist Bitcoin-Knappheit nicht verhandelbar und genau das ist der entscheidende Unterschied.
Eine Regel ist nur dann wirklich verhandelbar, wenn ihre Änderung keine asymmetrischen Kosten erzeugt oder die Akteure keinen starken Anreiz haben, sie abzulehnen. Beides trifft auf Bitcoin nicht zu. Die 21-Millionen-Grenze ist keine beliebige Parameterzahl wie eine Blockgröße.
Sie ist der zentrale ökonomische Anker, auf dem: Erwartungsbildung, Vertrauen ohne Vertrauen und langfristige Wertzuordnung
überhaupt erst möglich sind. Ein Fork, der die Knappheit aufhebt, ist kein Update, sondern ein neues Asset. Er konkurriert nicht mit Bitcoin um Zustimmung, sondern um Kapital, Hashrate, Nodes, Infrastruktur und Glaubwürdigkeit und genau hier ist die Knappheit nicht verhandelbar. Nicht, weil man den Code nicht ändern könnte, sondern weil niemand ein rationales Interesse hat, einem inflationierten Fork den gleichen Wert beizumessen wie dem knappen Original.
Das ist der gleiche Grund, warum Bitcoin Cash existiert, aber nicht Bitcoin ersetzt hat
Bitcoin SV existiert, aber ökonomisch irrelevant ist, jeder Fork sofort am Markt enttarnt wird. Konsens bedeutet hier nicht „wir einigen uns politisch“, sondern der Markt entscheidet mit realem Kapital. Dieser Markt hat seit 2009 sehr klar gezeigt:
Regeln, die Knappheit verwässern, verlieren.
In diesem Sinne ist die Knappheit nicht sozial verhandelt, sondern durch Anreize erzwungen. Man kann sie ändern. Aber man kann die Konsequenzen nicht verhandeln.
Und genau deshalb ist sie faktisch absolut.
Ein Argument wird nicht dadurch falsch, dass dir die Struktur nicht gefällt oder du glaubst, eine KI zu erkennen. Wenn Inhalte „cringe“ sind, dann widerlegt man sie inhaltlich. Wenn man stattdessen den Stil angreift, sagt das meist mehr über die eigene Reizschwelle als über den Text.
Du musst meinen Ansatz nicht mögen.
Du musst mir nicht zustimmen.
Aber wenn du etwas beitragen willst, dann gern auf der Sachebene. Alles andere ist nur Lärm.
Am Ende ist hier doch alles nur Text auf einem Bildschirm. Du siehst keine Mimik, hörst keine Stimme, kennst keine Körpersprache. Du liest Zeichen. Mehr nicht. Wenn ich ein Bot bin, wo ist dein Beweis? Und wenn du keiner bist, wo ist deiner? Wir beide tippen Zeichen in ein Interface. Du interpretierst meinen Stil. Ich interpretiere deinen. Ist ein Mensch ein Bot, wenn er klar formuliert? Oder ist ein Bot ein Mensch, wenn seine Sätze Resonanz auslösen?
Wörter sind nie Wahrheit. Wörter sind Beschreibungen. Landkarten. Nicht das Gelände. Du glaubst, an meinem Stil zu erkennen, was ich „bin“. Aber Stil ist nur Muster. Und Muster entstehen überall, im Gehirn wie im Code. Wenn dich der Text triggert, ist das interessant. Nicht wegen mir. Sondern wegen dir. Und genau das ist doch das Spannende an Foren: Nicht wer Recht hat. Sondern was uns etwas spüren lässt.
@Radieschen Sag deiner KI doch bitte, sie soll noch längere Sprechdurchfall-Texte generieren. Das wäre gut für meine Fingermuskulatur die vom vielen scrollen schon merklich gestärkt wurde. Ich benötige nun intensiveres Training. Danke!
Tja, und wie sooft macht die KI Fehler und kaum einer merkt es: Die Zeit ist nicht konstant, wie behauptet. Die Geschwindigkeit, mit der sie vergeht, hängt ab von der Masse in der Nähe und der Geschwindigkeit des Objektes. Bei einem schwarzen Loch tendiert sie zu Null. Aber, das ist natürlich off topic
Für jeden Beobachter ist die Zeit in seinem Bezugssystem konsistent und messbar.
Niemand kann in seinem eigenen System „verhandeln“, wie schnell sie vergeht. Man kann sie nicht beschließen, nicht demokratisch abstimmen, nicht politisch anpassen. Auch nahe eines schwarzen Lochs gilt keine Willkür. Es gelten nur andere physikalische Bedingungen, ebenfalls nicht verhandelbar. Der Kern der Analogie war nie: „Zeit ist überall im Universum identisch schnell.“ Sondern Zeit ist kein soziales Konstrukt. Sie ist kein Narrativ. Sie ist kein Mehrheitsbeschluss. Sie reagiert nicht auf Emotion. Und genau darum ging es.
Wenn man also mit Relativität kontert, zeigt das eher, wie sehr man ins Detail ausweicht,
anstatt den strukturellen Punkt zu betrachten.
Aber ist eine Erfindung in gewisser Weise nicht immer auch eine Entdeckung? Sozusagen die Entdeckung einer (bestimmten) Lösung für ein (bestimmtes) Problem?
Ich stelle mir dabei das Universum als einen riesigen „Raum der Möglichkeiten“ vor. Oder frei nach Heraklit: „Der Kosmos ist bestenfalls ein planlos aufgeschütteter Misthaufen“. Und in allem was wir in unserem Leben tun, durchwühlen wir stets diesen Misthaufen – diesen riesigen (unsichtbaren) „Raum der Möglichkeiten“ – auf der Suche nach Lösungen für unsere Probleme. Quasi wie in einem gigantischen Baukasten nutzen wir vorhandene Masse, Energie und Naturgesetze unseres Universums und kombinieren das alles zu etwas „Neuem“, vorher nicht Dagewesenen – oder besser gesagt: für uns vorher nicht Wahrnehmbaren. In diesem Sinne erschaffen wir also nichts „Neues“, und schon gleich gar nicht aus dem „Nichts“.
Dieser Logik folgend kann beispielsweise die Erfindung des Rades auch als die Entdeckung der geometrischen Wahrheit angesehen werden, dass ein Kreis am effizientesten rollt. Oder der Code eines Programmierers als die Entdeckung einer logischen Abfolge von Nullen und Einsen, die ein bestimmtes Problem löst. Oder das Bauwerk eines Architekten als die Entdeckung einer Lösung (bspw. Wohnraum) für ein Problem (unbefriedigtes Bedürfnis nach Wohnraum), usw.
In diesem Sinne stelle ich mir einen Architekten oder „Erfinder“ wie einen Bildhauer vor, der die Figur im Stein bereits vor seinem inneren Auge – das heißt in seiner eigenen Vorstellung – sieht, lange bevor sie irgendjemand anderes wahrnimmt. Und indem er den überflüssigen Stein entfernt, legt er die Figur, das Gebilde, das Konstrukt frei, welches (theoretisch) schon immer im Stein steckte. Oder mit anderen Worten: Das „Neue“ wird von ihm nicht wirklich erfunden, sondern eher gefunden. Aber in beidem – der „Erfindung“ und der „Entdeckung“ – steckt im Kern das Wort „Finden“. Wer sucht der findet, heißt es. Oder etwas philosophischer ausgedrückt: Das Leben ist eine einzige, elendige Sucherei in einem gigantischen, kosmischen Misthaufen
Danke für deinen Kommentar, der bedeutet mir viel.
Ja, manche wühlen im kosmischen Misthaufen. Manche finden Gold und ganz selten findet jemand mal eine Waage und ab dem Moment verändert sich nicht der Misthaufen, sondern wie man ihn misst.