Valide Bitcoin-Kritik oder Schwachstellen (z.B. Eric Voskuil)

Hallo,

mich würde mal abseits der altbekannten FUD mal auch richtige Bitcoin-Kritik oder Schwachstellen, welche selbst von Bitcoinern angebracht werden, interessieren.
Ich finde, das wäre ein super Thema für ein Video oder einen Artikel, Roman!
A la „Know your Enemy“!
Hab mich ein bisschen auf die Suche gemacht und bin auf Eric Voskuil gestoßen. Kennt den jemand? Anscheinend ein ehemaliger Core-Developer.
Hier zum Beispiel im Interview mit Stephan Livera
Link

Leider ist mein Englisch so schlecht. Hat vielleicht jemand dazu deutsche Quellen?
Oder beschäftigt sich auch jemand mit solchen Dingen?

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Habe sein Buch gelesen und fand es ziemlich gut. Manchmal auch etwas abgespaced… aber im Grunde schon lesenswert ^^

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Habe das Buch von Eric Voskuil auch gelesen.
In meinen Augen eine wertvollere Lektüre als der viel gerühmte „Bitcoin Standard“.

Hier eine andere Kritik von einem ehemaligen Core-Developer: Wale vernichten das BTC-Netzwerk in 2100. Leider auch auf Englisch, aber haben uns darüber auch schon ausgetauscht: Beitrag

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Kannst du deine Erkenntnis ganz kurz hier zusammenfassen? :slight_smile:

Ich glaube nicht, dass das stimmt.

Muss man wirklich selbst lesen.
Er führt eine ganze Reihe von Kritikpunkten an BTC auf und nimmt dann entsprechend Stellung dazu.

(Gute bis sehr gute Englischkenntnisse sind Voraussetzung, um dieses Buch zu lesen und zu verstehen.)

Das ist leider einer meiner Schwachstellen :slight_smile:

Dann warte am besten auf die deutsche Übersetzung.
Ich meine vernommen zu haben, dass Aprycot Media Interesse daran hat, das Buch in deutscher Sprache zu verlegen. :+1:

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Ich glaube, du hast recht…da bin ich wohl einer Ente aufgesessen.

Aber er hat anscheinend ziemlich viel Arbeit in https://libbitcoininstitute.org hineingesteckt. Da gibt es auch ein ziemlich umfangreiches Wiki zu all seinen Kritikpunkten…

Hab bei den Leuten von Aprycot schon angefragt. Sie sind anscheinend mit Eric Voskuil in Kontakt, aber es wird wohl schon noch dauern, weil andere Bücher Vorrang haben.

Finde es schon wichtig, die ganze Sicherheit und Unangreifbarkeit der Bitcoin-Technologie kritisch zu hinterfragen. Damit meine ich jetzt nicht den Klima-FUD etc, sondern solche Dinge wie: In Zukunft zu hohe Transaction-Fees sodass auch das Lightning Network nicht mehr rentabel ist oder Zensur der Transaktionen durch minende Staaten (was ja zu Beginn erstmal profitabel sein kann) um das Vertrauen in BTC zu schwächen und dadurch die eigene CBDC zu pushen. So was in der Art…

Eventuell würde ich demnächst mal ein paar solcher Punkte von ihm hier genauer aufführen. Wäre total auf eure Perspektive dazu gespannt.

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Eines seiner (Eric Voskuil) Argumente aus dem Podcast mit John Vallis war, dass die perspektivisch hohen on-chain-Transaktionsgebühren auch dazu führen, dass die Main-Chan irgendwann komplett monetarisiert ist und dass dann niemand mehr aufgrund der hohen Fees Lightning-Kanäle öffnen oder schließen möchte und die Menschen dann auf andere Chains swappen.

Aber wie ich jetzt gerade in eurem verlinkten Thread nachlesen konnte, ist das ist wohl alles ein alter Hut.

(Super Erklärung übrigens!)

Ich merke da fehlt mir noch das technische Verständnis. (Noch am Eingang des Kaninchenbaus…)

  • Auch ich wusste nicht, dass sich mehrere Teilnehmer eine Fee teilen können (Sammel-Transaktionen). Dann kann man vermutlich auch mit mehreren einen Lightning-Channel eröffnen.
  • Dass sich die Fee unabhängig vom Kurs je nach Angebot und Nachfrage einpegelt
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Ein anderes Risiko, welches er im Podcast mit Stephan Livera anbringt:

„Die einfachste Methode um Bitcoin anzugreifen, ist ihn selbst zu minen“
Staaten hätten kein Interesse an einer pseudoanonymen Schwarzmarkt-Währung wie Bitcoin, denn sie profitieren durch ihre Fiat-Währungen. Zum Beispiel können sie mithilfe des transparenten Fiat-Geldes leicht Steuern eintreiben (vermutlich mithilfe der CBDCs noch leichter).

Der erste Schritt, den Staaten gehen würden ist, die On-Off-Ramps oder die Mining-Firmen zu verbieten.

Eine weitere Möglichkeit wäre es, ihn selbst zu Minen und durch eine 51% Attacke zu schwächen.

Oft werde angenommen, dass es viel Geld braucht, weil so viel Hashrate dafür aufgebracht werden muss. Jedoch würden die minenden Staaten ja auch von ihrer Hashrate profitieren, wenn sie anonym ihre BTC verkaufen. Ausserdem könnten sich mehrere große Staaten zusammenschließen, um ihr Fiat-System vor dem Bitcoin zu retten. Und möglicherweise ist es ihnen auch Wert einen hohen Preis für so eine Attacke zu zahlen. Für große, entwickelte Staaten sei es ausserdem kein Problem die Hardware zu entwickeln/herzustellen.

Schließlich würden sie das Netzwerk übernehmen und Transaktionen zensieren können. Es würde dann zu einem Wettstreit zwischen den Minern vom freien Markt und dem minenden Staat kommen. Möglicherweise versuche der freie Markt sich frei-zu-forken, was jedoch gleichzeitig das Netzwerk schwächt. Möglicherweise kommt es zu einem Preis-Kollaps und Bitcoin gilt nicht mehr als sicher.

Jetzt frage ich mich:

  • Welche Transaktionen sollen dann überhaupt zensiert werden?
  • Verliert das Netzwerk überhaupt an Sicherheit und Vertrauen wenn es einen großen Miner gibt der zensiert?
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Auch ein eher unbekannter, aber sehr guter Podcast mit einem Interview von Eric Voscuil.

Absolute Empfehlung.

Hier gibts sein eBook auch for free.

https://voskuil.org/cryptoeconomics/index.html