Nee, ich kann auch ein Beispiel aus den frühen 2000er nehmen als die Regierung Schröder den Arbeitsmarkt dereguliert hat…
Auch der Finanzmarkt wurde dereguliert.
Das ist halt die Tendenz. Nicht überall und gleichzeitig, aber tendenziell die allg. Entwicklung. Und ja, nach der Finanzkrise hat man auch vieles wieder reguliert.
Das ist halt wie gesagt keine Entwicklung die die ganze Zeit nur eine Richtung kennt, aber in der Tendenz und über den großen Zeitraum laufen wir seit Jahrzehnten auf weniger Staat und mehr Privatisierung hin. Begleitet mit dem propagandistischen Trommelfeuer US-amerikanischer (libertärer) Think Tanks.
Die Staatsquote sagt etwas über die Staatsausgaben aus. Die sagt nichts darüber aus, ob und wie stark ein Staat in die Wirtschaft eingreift.
Die steigt bei uns bzw. ist so hoch, weil man z.B. aus den verschiedensten Gründen viele Sozialausgaben hat.
Wahrscheinlich hätte man hier und da sogar weniger, würde man die Unternehmen und Konzerne mehr regulieren und mehr besteuern. ;)
Es ist einfach grundsätzlich unanständig, dass es überhaupt Milliardäre gibt. Die Tatsache, dass es Milliardäre gibt, die sagt schon aus, dass man bei Löhnen und Preisen abgezockt hat. Und natürlich ist das jetzt eine moralische Wertung von mir.
Stimmt, also wenn die Finanzmärkte und Arbeitsmärkte dereguliert werden, dann ist mehr Spielraum die Anleger & Arbeiter auszunehmen.
Das muss dann der Staat als Ausgaben bezuschussen. (z.B. Bankenrettung und Sozialhilfe)
→ Durch Deregulierung steigt die Staatsquote.
Das kann nun entweder gestoppt werden, indem die Regeln erneut verbessert werden oder indem man die Anleger und Arbeiter einfach im Stich lässt und sagt es wäre ihre eigene Verantwortung.