Vielleicht eine blöde Frage, aber:
Wenn ich zwei Hardware-Wallets habe und und alle Coins von Wallet A nach Wallet B transferiere, verlieren dann die Herkunftsnachweise der Coins von Wallet A ihren Nutzen, wenn ich sie an einer Börse auscachen möchte?
Oder auch die gleiche Fragestellung bei einer utxo-Konsolidierung.
es genügt, wenn du, wie gefordert, sauber dokumentierst.
In welcher Form? Wie könnte das aussehen?
Excel, Trackingtool, Blockchain-Explorer.
Du kannst auch bei einer KYC-Börse davon ausgehen, dass die Coin sauber sind.
Für den Zugangsnachweis zur Börse s.o.
Danke, Willi, aber das sind für mich jetzt nur Stichwörter, die mir nicht wirklich weiterhelfen.
Zur KYC-Börse: Bitcoin. de ist KYC-reguliert aber trotzdem P2P. Wie wollen die feststellen, dass meine Coins, die ich dort anbiete, oder Coins, die ich dort erwerbe, „sauber“ sind? Prüfen die das? Wenn ja, wie?
bei bitcoin-de ist auch dein Handelspartner verifiziert. Bei Rückfragen kannst du immer auf die verweisen, selbst wenn die steuerfahndung fragen sollte.
Die € gehen zwar direkt zum Handelspartner, die Crypto aber über den Topf von bitcoin-de
Tracking-tools gibt es eine ganze Reihe, hier siehst du zB. öfters Cointracking, aber suche einfach im Netz.
Die meisten bieten auch kostenlosen Service, wenn es sich nur um ein paar Transaktionen handelt
Nachdem ich die Coins zuvor dorthin transferiert habe. Wollen die nicht wissen, woher ich die habe? Wie viele Stationen Transfer wird geprüft? Ab wann gelten BTCs „sauber“?
ja, mW prüfen die.
Sauber? die ganze Kette? Sonst wäre es doch zu einfach, du könnzest über 5 wallets schieben und glauben, sie wären sauber ![]()
bitcoin.de hat da einiges Erfahrung aus der Vergangenheit … ![]()
wenn du Bedenken hast, versuchs mit einer kleinen Summe oder L2? Wobei bitcoin.de mW nichts mit L2 am Hut hat
Nachtrag.
habe noch ein bisserl gesucht. finde nichts dazu, dass Eingang geprüft wird.
Schade, dass hier keine klareren Antworten kommen. Ohne Herkunftsnachweis hat man im Zweifelsfall nur digitalen Schrott. Was die Regularien wohl auch bewerkstelligen sollen.
Mir ist es nicht möglich, eine Blockchain-Analyse meiner Sats durchzuführen. Dazu reichen meine Kenntnisse nicht aus. Als ich mit BTC begann, waren Herkunftsnachweise noch kein Thema. Entsprechend lax ging ich auch damit um.
Jeder weitere Transfer, z.B. von HW auf HW macht es komplizierter. Ich würde gern Ordnung schaffen, z.B. alles auf ein UTXO konsolidiert auf einer HW. Aber im schlimmsten Fall habe ich dann nicht nur einzelne digitale Schrottteile, sondern einen digitalen Schrotthaufen.
Was ist eigentlich mit den Coins aus den Anfangsjahren des BTCs? Als BTCs Belohnungen irgendwelcher Online-Spiele waren. Als das Minen noch mit einer guten Grafikkarte möglich war? Die meisten dieser Coins sind wohl für immer in der Blochchain verschollen. Aber wenn doch so ein Gamer/Hobby-Miner mit einer handvoll Coins seine Zugangsdaten wiederentdeckt, wird er sie jemals auscachen können? In dieser EU?
Es gäbe 3 klare Antworten.
- Versuche einfach, sie zu einer Börse oder Handelsplatz zu schieben, wenn aus deiner Sicht nichts komisches dabei ist.
- Die andere Möglichkeit , einen zu suchen, der diese Analyse durchführen kann. Dürfte allerdings nicht ganz billig sein. Wenn etwas kritisches dabei sein sollte, hast eieder das Anfangsproblem: was mache ich damit.
- auf der Strasse verkaufen
Hab ich testweise gemacht, bei bitcoin. de
War kein Problem, hab sie aber nicht verkauft, sondern wieder zurückgeholt.
Kommt vielleicht auch auf die Menge an. Das Risiko des Einfrierens an der Börse aber bleibt.
genau das ist mE der richtige Weg für Normalnutzer. Die Blockchain zu durchsuchen bringt für dich auch nicht viel, da du die verdächtigen Adressen ja nicht kennst.
Das stimmt, aber ich hätte die Vita meiner Coins für die Börsen.
EDIT: Aber die könnten die sich ja auch selber erstellen.
Versuche einfach eine Dokumentation zu dem Zeugs, was du hast. Ist ja auch für Rückfragen des FA sinnig
Ja, retten was zu retten ist.
es wird meist nicht so heiß gegessen, wie gekocht
Kollidiert dieser ganze Wahnsinn nicht mit der Aufbewahrungspflicht steuerrelevanter Dokumente für Privatpersonen? Diese beträgt nur 4 Jahre!
Ich habe letztens bei meiner Bank angerufen, weil ich alte Kontoauszüge nicht mehr hatte, die hat nur gelacht und meinte, nach 10 Jahren ist alles weg bei ihnen, da ist nichts mehr nachträglich zu holen.
D.h. man ist hier quasi im Wilden Westen. Es gibt keine Aufbewahrungspflicht, trotzdem kann das Finanzamt alte Dokumente auf Verdacht einfordern. Die nicht mal mehr die Bank hat.
neuerdings 8 Jahre, die 4 Jahre waren ein Gerücht, es waren 6
Ich würde z.B. mit Sparrow alle Coins auf den diversen Wallets organisieren. Inkl. UTXO. Kategorie: Alte Coins / Unbekannte / nicht Gemeldete / Gemeldet
Falls du nicht weiter weisst, den digitalen Schrotthaufen nehme ich gerne ![]()
Guter Tipp, hab ich versucht. Aber für so ca. 15% meiner UTXOs weiß ich mir keinen Rat. Ich hab früher ja auch mal was mit BTC bezahlt, oder was gespendet und dafür halt Wechselgeld-UTXOs bekommen. Das kriege ich aber nicht mehr aufgedröselt.
Kann Cointracking diese Probleme auflösen? Ich hab ehrlich gesagt ein bisschen Bauchweh, meine BTC-Vita einem Privatunternehmen anzuvertrauen.