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Ich muss für ein steuerliches Thema die historischen Werte einiger NFTs zum 31.12.2021 und 31.12.2022 ermitteln – jeweils der realistische Marktwert/Teilwert zum Stichtag. Es geht dabei überwiegend um kleinere oder weniger liquide Kollektionen, z. B. Art-Blocks-Projekte oder Collections mit wenigen Sales.
Mir ist bewusst, dass es bei NFTs keinen „exakten“ Wert gibt, aber für die Steuer brauche ich eine nachvollziehbare und dokumentierbare Methode, die auf realen Marktdaten basiert.
Was ich bisher geprüft habe:
Auf OpenSea kann ich in den „Activity“-Tab gehen, aber ohne Datumsfilter muss man sich monatelang nach unten scrollen, bis man im relevanten Zeitraum ankommt. Das ist extrem langsam und übersichtlich ist es auch nicht.
Viele ältere Tools, die in Reddit-Beiträgen empfohlen wurden (z. B. zur historischen Floor-Preis-Abfrage), sind mittlerweile offline oder liefern keine Daten mehr.
NFTGo zeigt für manche Kollektionen gar keine historischen Floor-Charts.
Ich möchte vermeiden, dass ich für jede einzelne Kollektion komplett manuell durch tausende Events scrollen muss.
Daher meine Frage:
Welche Tools oder Workflows eignen sich aktuell am besten, um historische NFT-Verkäufe bzw. Floor-ähnliche Werte zu einem bestimmten Stichtag auszulesen – auch für illiquide Kollektionen?
Wichtig wären für mich konkret:
Filter nach Datum oder Zeitraum (z. B. „nur Sales am 31.12.2021“ oder „Zeitraum ± 30 Tage“)
Möglichkeit, die Daten exportieren oder zumindest sauber dokumentieren zu können
Freie Tools wären ideal, kostenpflichtig ist aber kein Ausschlusskriterium
Falls jemand praktische Erfahrungen oder aktuelle Empfehlungen hat, freue ich mich über jeden Hinweis. Ich bin etwas überfordert von der aktuellen Tool-Landschaft und möchte sicherstellen, dass ich eine valide und prüfungstaugliche Methode anwende.
Sorry ich kann dir leider nicht helfen . Ich bin nur „neugierig“
Wer sollte deine „NFT Kollektionen“ valide prüfen wollen ?
Und wenn du deine „NFT Kollektionen“ nicht prüfbar nachvollziehen kannst , wer sollte es sonst können ?
Sorry , das ich keine Antworten sondern nur Fragen habe.
In meinem Fall geht es um eine deutsche Betriebsprüfung. Das Finanzamt möchte die Teilwerte meiner noch gehaltenen NFTs zum 31.12.2021 feststellen, weil diese nachträglich als Betriebsvermögen eingestuft wurden – aus meiner Sicht eher fragwürdig, aber das ist ein anderes Thema. Die Behörde hat diesem Weg grundsätzlich zugestimmt, weiß aber selbst nicht genau, wie die Bewertung praktisch umgesetzt wird und sind da offen für meinen Weg, solange nachvollziehbar. Deshalb dachte ich u. a. an OpenSea-Screenshots (in der Zeit ja die größte Plattform) und vergleichbare Datenquellen als Diskussions- und Entscheidungsgrundlage.
Für mich geht es darum, eine nachvollziehbare und belegbare Marktwertschätzung zu erstellen, um überhaupt einschätzen zu können, wie hoch die mögliche steuerliche Belastung wäre und ob sich ein Einspruch lohnt.
Ja, genau das ist ja das Absurde: Bei vielen der kleinen Kollektionen existiert praktisch kein echter Markt mehr. Die Listings sind reine Wunschpreise und echte Sales passieren teilweise monatelang nicht.
Und genau das kann am Ende sogar zu meinem Vorteil sein – denn wenn es keine Liquidität gibt, kann man realistisch nur konservativ bewerten oder im Extremfall mit einem Erinnerungswert arbeiten.
Eine faire Besteuerung ist da eigentlich unmöglich, aber genau deshalb lohnt es sich, eine nachvollziehbare und eher defensiv angesetzte Methode zu verwenden.
Ist es nicht die einfachste Methode in diesem Fall einfach den Preis heranzuziehen, den du beim Erwerb der NFTs bezahlt hast?
Auf der anderen Seite würde ich mal schauen wie das denn aktuell mit zB Kunstwerken praktiziert wird, die man erworben hat und die dann im Büro hängen. Wie soll hier jedes Jahr ein neuer Preis ermittelt werden, wenn dieses Kunstwerk garnicht zum Verkauf steht ..
Den Kaufpreis dürfte ich schon ansetzen – aber genau das wäre ja komplett zu meinem Nachteil, weil viele NFTs seitdem massiv gefallen sind oder praktisch keinen Markt mehr haben.
Für mich macht daher nur der Teilwert zum Stichtag Sinn, also das, was man realistisch hätte erzielen können (und das liegt in vielen Fällen weit unter dem damaligen Kaufpreis).
Deshalb ist der ursprüngliche Kaufpreis zwar erlaubt, aber wirtschaftlich völlig unlogisch, wenn der Markt inzwischen tot ist.
Also ein wenig merkt man da schon, dass diese Assetklasse beim Finanzamt eben noch etwas unbekannt ist…
Hast du denn schonmal versucht über z.B. Etherscan und die Contract-Adresse deiner Collection nach Sale Transaktionen zu filtern, nach ein paar Sales um den jeweiligen Stichtag zu suchen und dann einfach einen Durchschnittswert davon zu nehmen? Das wäre dann theoretisch auch fürs FA alles on-chain nachprüfbar.
Denke das FA hat es schon mitbekommen, aber du schreibst es selber die NFT sind im Preis gefallen. Das FA hat andere Probleme als NFT Kittys zu jagen. Von daher war es ein Versuch, hat nicht hingehauen. Wenn du einen NFT Nostalgiker der einen Wert darin findet. Klar jederzeit - Good Luck
Es geht mir hier nicht um “nachträgliche Kaufberatung”. Ich hab genug mitgenommen und genug verloren und meine Lektionen alle gelernt. In dem Thema geht es um was anderes.
Ja, ich denke mit den “finalen Resultaten” kann man schon relativ gut eine Grundlage schaffen, da ja fast alle Kollektionen mittlerweile Floorpreise von ca. 0,001 ETH und ähnliches haben… Und das damals ja schon seinen Anfang nahm.