Steuern bei Tausch von Kryptowährungen (FIFO unter 1 Jahr)

Ja, aber meine Aussagen sind belegt bzw. ich zeige durch Links Widersprüche auf.

CryptoTax macht das nicht, sondern nutzt diese Aussage nur, um darauf hinzuweisen, dass sie diese Art der Depot-Trennung unterstützen („Eigenwerbung“) ohne zu belegen, dass es auch rechtens ist, so vorzugehen.

Zudem schreibe ich in der FAQ als ersten Satz (und wiederhole es auch im Text), dass ich kein Steuer-, Finanz- oder Anlageberater bin.

Ich wollte damit auch nicht CryptoTax bashen, sondern nur darauf hinweisen, dass das keine rechtlich abgesicherte Aussage ist, auf die man sich berufen kann.

Nein, es ist kein Widerspruch.

Man achte auf das fett geschriebene „standardmäßig“.

Das schreibe ich auch so (sinngemäß) in der FAQ…

…und auch in meinem Fazit:

Es geht aber nicht um die Andwendung verschiedener Methoden, sondern um die depotbezogene FiFo-Methode vs. FiFo über alle Wallets und Börsen hinweg.

Ich habe mir jetzt nochmal das letzte Steuer-Video von Bitcoin2Go angeschaut, und der Steuerberater von Winheller sagt ausdrücklich, dass die depotbezogene FiFo-Methode die „richtige“ ist, also von den Finanzämtern akzeptiert wird. FiFo allübergreifend wäre falsch. Somit wäre auch deine von mir zitierte Aussage im letzten Beitrag falsch.

Siehe hier bei Minuten 35:30 und 38:50

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Ich weiß jetzt nicht so ganz genau, was Du von mir erwartest. :thinking:

Die Aussage von WINHELLER ist doch, dass sie der Meinung sind, dass die depotbezogene FIFO-Methode die richtige Methode ist.

Gleichzeitig sagt WINHELLER aber auch, dass das Gesetz für Privatpersonen keine verbindliche Vorgabe macht, da §23 EStG nur für Fremdwährungsbeträge FIFO anordnet, Kryptowährungen aber keine Fremdwährungsbeträge sind.

Diese depotbezogene FIFO-Methode hat ihren Ursprung aus dem Aktienmarkt bzw. -handel und dass Kryptowährungen nicht wie Aktien versteuert und behandelt werden, darauf können wir uns sicher einigen, oder?

Da mir (abgesehen WINHELLER) keine Quelle vorliegt (Ich hab’ die Ausarbeitungen von etwa 30-40 Stb. gelesen.), die darauf hinweist, dass die depotbezogene FIFO-Methode die einzig richtige Methode ist, sehe ich die Aussage von WINHELLER als…gewagt…an, denn

  1. argumentieren sie es damit, dass es bei Aktien so ist (Wo ist der Zusammenhang?)
  2. sagt keine (mir bekannte) Quelle, dass walletübergreifendes FIFO falsch ist
  3. sagen sie auch, dass es kein Urteil o.ä. gibt, auf das man sich berufern kann

Wenn Du hast, kannst Du mir gerne noch weitere Quellen nennen, die die Aussagen von WINHELLER stützen. Dann werde ich dieses Thema mit in die FAQ nehmen. :+1:

Aber bis dahin halte ich es für sinnvoller „Bei Anschaffung und Veräußerung mehrerer gleichartiger Fremdwährungsbeträge ist zu unterstellen, dass die zuerst angeschafften Beträge zuerst veräußert wurden.“ so zu interpretieren, wie es die (deutliche) Mehrheit der Steuerberater macht.

Mal abgesehen davon, dass ich immer empfehle, die Hilfe eines Profis (z.B. Steuerberater) in Anspruch zu nehmen, denn alles, was wir hier sagen, diskutieren, annehmen oder interpretieren kommt von Laien und niemand von uns kann oder darf eine rechtsgültige Aussage machen. (Was ja -wie geschrieben- auch für CryptoTax gilt.)

Danke für die Antwort.

Kann man diese Ausarbeitungen irgendwo nachlesen?

Klar. Du gibst einfach bei Google „Besteuerung Kryptowährungen“ oder „Steuern Kryptowährungen“ ein und klickst auf alle Links, die nach Steuerberater-Webseiten aussehen. :slight_smile:

Ich hab festgestellt das man gerne den Aussagen zugeneigt ist, die man favorisiert.
Das ist natürlich nicht zielführend. Man sollte faktisch vorgehen.
Bei Nachfrage bei meinem Steuerberater gabs als Ergebnis = Null.
Er kennt sich nicht aus. Ja toll.
Mir ist das alles zu heiß. Das FA hat einen langen Arm. Rechtschutz hab ich zwar, aber muss man ja nicht ausreißen das Thema.
Ich habe mich dazu entschieden mit BTC nur zu hodlen und mit anderen Coins zu traden. Dann ist alles klar. Und die Charts von Litecoin oder Ethereum sind nicht zu unterschiedlich zu BTC.

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Ja, das musste ich auch schon (mehrfach) feststellen.

Ein ziemliches Armutszeugnis für diese Steuerberater, finde ich. Gesetze leben und man muss sich weiterbilden. Spätestens seit 2017 hätte sich zumindest der ein oder andere Gedanken machen können, dass Kryptowährungen noch einmal aufkommen und es eben keine Blase ist.

Tja.

Ok, was man zugeben muss, die haben alle sehr gut zu tun. Mein Steuerberater ist vielbeschäftigt. Kein Wunder bei der Steuergesetzgebung.
Evt. sind ja noch keine Klienten mit Kryptofragen gekommen. Der Erste war ich aber nicht. Hoffentlich ist der Groschen jetzt gefallen.

Wenn man so ins Internet hineinhört, wieviele 2017 investiert waren, müsste es offiziell jede Menge potentielle Kunden geben. :wink: