Steuern bei mehrmaligem Tausch von Coins nach mehr als einem Jahr

Hallo beste Community,

wie verhält es sich mit Steuern, wenn ich meine BTC bereits über ein Jahr halte bevor ich in einen Stable-Coin tausche. Zwei Monate später, wenn der BTC-Kurs gefallen ist, tausche ich wieder zurück in BTC.

Ist der Tausch zurück in BTC dann zu versteuern, weil ich den Stable-Coin noch kein weiteres Jahr gehalten habe oder kann nach einem Jahr mehrmals von Coin zu Coin getauscht werden ohne steuerliche Relevanz.

(Wenn ich nach über einem Jahr BTC in Fiat ausbezahlen würde und davon wiederum nach kurzer Zeit BTC zu einem niedrigeren Kurs kaufen würde, wäre es ja auch nicht zu versteuern.)

Keine Steuerberatung, daher ohne Gewähr: Das hängt davon ab, in welchen Stable Coin du zwischenzeitlich wechselst. Wenn es ein an den Dollar gebundener Stable Coin ist, hast du eventuell einen Gewinn zu versteuern durch Kursschwankungen vom Euro in Dollar. Als Beispiel: Du verkaufst Deine Bitcoin gegen 10.000 USDC, die zu dem Zeitpukt 8238 Euro Wert sind. 2 Monate später kaufst Du Dir mehr Bitcoin günstiger zurück für Deine gesamten 10.000 USDC. Diese sind beim Kauf der neuen Btc aber durch einen fallenden Euro Kurs auf einmal 8500€ wert. Daher musst du 262€ Gewinn versteuern. Natürlich kann der Euro Dollar Kurs sich auch zu deinen gunsten bewegt haben, sodass du einen Verlust steuerlich geltend machen kannst.

1 „Gefällt mir“

Das, was @Normen geschrieben hat.

Ein Stablecoin ist nicht immer genau $1, sondern schwankt etwas. Man kann also davon ausgehen, dass sich ein Gewinn oder Verlust ergibt und das müsste man angeben.

Stimmt. Aber der Euro ist auch kein Spekulationsobjekt wie Kryptowährungen/Stablecoins.

In StableCoins zu wechseln ist für deutsche Investoren nicht wirklich sinnvoll.

Der (meiner Meinung nach) einzige Grund wäre: Man könnte eine relativ hohe Euro-Summe auscashen, möchte so viel Geld aber nicht auf dem Bankkonto haben.

Also wechselt man in einen StableCoin und casht nur von Zeit zu Zeit bzw. bei Bedarf kleinere Beträge aus.

Die Gefahr dabei: Es gibt keinen 100%ig sicheren StableCoin (siehe Tether), was ggf. bedeuten könnte, dass man über Nacht alles verliert, weil das Netzwerk abgeschaltet wird oder was auch immer. (Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.)

1 „Gefällt mir“

Danke für eure flotten Antworten,

@GermanCryptoGuy
auch wenn kein Stable-Coin 100%ig sicher ist: Bei der Menge an Fiat, die gerade ins System gepumpt wird, ist es hier ebenso nicht unwahrscheinlich, dass man durch einen Bail-Out über Nacht sein Geld verlieren könnte. Die Entsprechenden Gesetze, die es möglich machen gibt es ja bereits.

@Normen
Du meintest es hängt davon ab in welchen Stable-Coin man wechselt? Gibt es auch einen Coin bei dem es steuerfrei möglich wäre?
Beim Tausch von einem Stable-Coin zurück in BTC spielt der zu diesem Zeitpunkt aktuelle Wert von BTC für die Berechnung der Steuer ja keine Rolle oder? Es wäre nur bei einem steigenden Wert des Stable-Coins zu versteuern, sobald die Differenz insgesamt über 600 € steigen würde, richtig?

Man kann bei einigen Crypto Börsen ja auch in digitalisiertes Gold oder Silber tauschen. Wäre das eventuell eine Option um Steuern zu sparen oder verhält es sich dort genauso?

Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, von den schwankenden Kursen am Ende des Zyklus einer Kryptowährung zu profitieren ohne auszucashen oder steuern zu zahlen?

Deshalb investiert man das Geld ja auch direkt in das nächste Projekt…Immobilien beispielsweise. :slight_smile:

Er meint damit wohl wie volatil der Stablecoin ist. Je volatiler, desto höher sind Gewinn/Verlust.

Nein.

Jein: Wenn Du die BTC wieder innerhalb eines Jahres verkaufst, dann spielt der Zeitpunkt bzw. der Preis beim Kauf schon eine Rolle.

Die Freigrenze liegt bei 600 Euro. Korrekt.

Ab einem Gewinn von 601 Euro ist die komplette Summe zu versteuern. Unter 601 Euro ist der Gewinn steuerfrei…aber ggf. trotzdem anzeigepflichtig. (Steuererklärung)

Nein, ist dasselbe. Selbst wenn Du in physisches Gold und Silber wechselst und beim darauffolgenden Verkauf (innerhalb eines Jahres) einen Gewinn erzielst, ist der Gewinn zu versteuern.

Nein, als Deutscher nicht. (Bzw. als jemand, der in Deutschland steuerpflichtig bist.)

Für uns ist HODL die „steuerfreundlichste“ Möglichkeit.

1 „Gefällt mir“

Vielen Dank, ihr seid top! Wieder was dazu gelernt. Dann fällt mir nur noch eine Möglichkeit ein: Wenn ich keine Einkommenssteuer bezahlen müsste, weil ich als Globetrotter nur maximal 183 Tage im Jahr in Deutschland bin und meine Einkünfte nicht aus direkter Arbeit in Deutschland erziele, dann gäbe es ja auch keine Berechnungsgrundlage für die Besteuerung meiner Gewinne durch Trades. In diesem Fall müsste es funktionieren.

Ich meinte eigentlich, dass man bei einem Dollar gebunden Stable Coin Steuern auf Grund der Kursschwankungen vom Dollar zum Euro zahlen muss, eine Alternative wäre ein Euro gebundener Stable Coin. Allerdings hat man dann indirekt die Dollar Euro Kursschwankungen auch mit drin, da sich der BTC Preis wiederum am Dollar orientiert.

1 „Gefällt mir“

Hab’s nicht geprüft(*), aber wenn das wirklich so ist…dann ja.

(*)
2015 ist 6 Jahre her. Da könnte sich mittlerweile etwas geändert haben.

Hallo Leute.
Ich modifiziere die Frage. Es ist kein Geheimnis, dass man nicht nur unten kaufen und oben verkaufen kann, um Gewinne zu erzielen, sprich bei einem Bullrun, sondern auch umgekehrt, und zwar wenn man oben verkauft und unten höhere Zahl von Kryptomünzen für gleiches Geld nachkauft. Es ist also Gewinn, nur in Krypto.
Hier wurde die Situation beschrieben, wenn man z.B. BTC in USDT umwandelt und dann für die gleiche Summe an USDT wieder BTC kauft. Was passiert aber, wenn man BTC z.B. für 1000 EUR verkauft und am gleichen Tag oder in ein paar Tagen für diese 1000 EUR wieder BTC kauft? Euros verlassen dabei die Börse nicht, bleiben somit auf dem Spot, und sind wirklich dafür gedacht, um beim fallenden Markt BTC’s zu einem besserem Preis nachzukaufen. Ich suche schon lange eine Antwort auf diese Frage, fand bis heute aber noch keine Antwort.

Ich würde Dir gerne eine Antwort geben, bin mir aber nicht sicher, ob ich die Frage verstanden habe. :thinking:

Und wo hast Du die BTC vom Verkauf her? Die musst Du doch erst einmal GEKAUFT haben, wodurch Du ein „gekauft - verkauft“-Paar hättest.

Es spielt steuerlich keine Rolle, wo Du die € hast.

Es ist nicht erst ein steuerlicher Vorgang, wenn Du die € auf Dein Bankkonto überweist, sondern der Vorgang ist der Verkauf. Ob Du die € danach auf Dein Bankkonto schiebst oder davon andere (oder dieselbe) Kryptowährungen kaufst, ist egal.

Falls ich nun völlig an dem vorbeigeschrieben haben sollte, worum’s Dir geht, bitte noch einmal genau(er) beschreiben, was Deine Frage bzw. Ausgangssituation ist. :slight_smile: