ich habe durch Microtrading eine beachtliche Zahl an Transaktionen über die Plattform OKX innerhalb eines Jahres erreicht. Nun stehe ich vor dem Problem, dass scheinbar keine verfügbare Software bzw. Provider auf dem Markt in der Lage ist, die Daten von OKX zu verarbeiten. Es geht dabei um Tradingdaten für Spot-, Perpetual Swaps-, Margin-, Optionshandel und Produkte wie Simple Earn.
Die Daten werden als CSV oder über API bereitgestellt, bei letzterem ist der zeitliche Umfang jedoch stark begrenzt und in meinem Fall nicht anwendbar, da Transaktionen über mehrere Monate hinweg zurückliegen. Die CSV habe ich zum Testen bei mittlerweile bei 10 verschiedenen Anbietern (darunter u.a. Blockpit, coinledger, cryptotaxcalculator, coinpanda und mehr) hochgeladen, schlägt jedoch immer Fehl, da das Mapping einfach nicht klappt. Einer der Gründe dafür ist wohl die häufiger wechselnde Dateistruktur seitens OKX, und die Anbieter ziehen nicht schnell genug nach mit den Änderungsanpassungen.
Die Suche habe ich mittlerweile aufgegeben, und ich hoffe eigentlich nur noch darauf, dass sich im Laufe dieses Jahres einer der Anbieter der Sache annimmt.
Vielleicht hat jedoch auch einer von euch einen heissen Tip?
Die Daten lassen sich bei CoinTracking im original CSV Format zumindest einlesen, leider scheitert es an der korrekten Verarbeitung. Auf das aktuellste Format wurde dort wahrscheinlich noch nicht aktualisiert…
Die manuelle Aufbereitung wird auf jeden Fall mehr als nur ein bisschen Arbeit, denn die OKX-Datensätze sind, wie ich feststellen musste, leider sogar unvollständig. Zinsgutschriften z.B. bei den Earn-Produkten werden nicht separat ausgegeben, sodass hier ziemlich viele Differenzen ausgebucht werden müssen mit separat erstellten Transaktionen.
OKX ist als Tradingplattform scheinbar keine gute Wahl, wenn der Nutzer Wert auf eine einfache und korrekte Steuerberechnung legt. Ich sollte mich hier nach einer Alternative umschauen. Aber davon verschwindet der Problem-Transaktionsberg leider auch nicht.
In dem Fall würde ich tatsächlich einen Steuerberater mal anfragen. Wenn der dafür natürlich Exorbitante Summen haben will bringt dir das auch nicht viel, aber Versuch ist es Wert.
hast du denn einen Überblick was du an Gewinnen zu versteuern hast? Wenn du die Summe kennst würde ich die so einfach angeben und die CSV ans Finanzamt schicken, dann sollen die halt mal was für ihr Geld tun
Das kann ich nicht bringen. Zumal es auch nicht um Gewinn geht, sondern Verlustverrechnung. Und was das betrifft ist es auch schon schmerzhaft, wenn für den Vortrag angesichts der hohen Transaktionszahl voraussichtlich ein knapp 4stelliger Betrag fällig wird, je nach benutzter Steuerberechnungs-Software.
Ich kenne den genauen Verlustbetrag, allerdings muss ich Spot- und PerpSwap-Handel noch auseinanderdröseln, damit ich jeweils horizontale Verlustverrechnungen korrekt vornehmen kann. Die Daten aufzubereiten macht also auch dementsprechend viel Spaß.
Was die Transaktionslücken betrifft: Lässt sich alles herausrechnen und auch anhand bestimmter Transaktionen nachweisen. Insofern auch nur halb so dramatisch wie es erstmal klingt. OKX stellt sich da leider quer und zeigt auch keine Bereitschaft, die Daten buchhalterisch korrekt aufzubereiten.
Das ist ein Problem im mehr oder weniger unregulierten Kryptobörsenspace. In den AGB steht einfach, dass du dich um deine Steuern selbst zu kümmern hast und damit sind sie raus.
So ist es. Und im Voraus kann man auch nie wissen, welche Plattform taugliche Daten für die spätere Aufbereitung erstellt. Die Anbieter der Kalkulations-Softwares werben allesamt mit Kompatibilität zu zahlreichen Börsen, mit sehr simpel aussehenden Guides für das Einlesen über CSV oder sogar automatisch über API, als wäre alles spielend leicht.
Die Wahrheit kommt dann erst bei einem Live-Test ans Licht.