Stablesats: Galoy bringt USD in das Lightning Netzwerk!

Mit „Stablesats“ bringt die Firma Galoy, Inc. USD in das Lightning Netzwerk. Ein Gamechanger für Bitcoin?

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„Galoy verspricht jedoch, dass diese stets vollständig besichert sind:“

Ohje… Terra hat auch sooo viel versprochen… ich bin skeptisch und sehe wieder die Gefahr, dass es beim scheitern wieder viele Hater triggert…
Ob das System dahinter ausgenutzt oder sogar angreifbar/manipulierbar ist muss soch auch noch zeigen…
Noch gibt es zu viel Menschen mit zu viel Fiat um solche Brücken zwischen Fiat und Crypto sicher und manipulationssicher zu betreiben…

Das ist keine Brücke zwischen Fiat und Crypto. Das ist ja genau das Ding. Kein Fiat involviert.

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Finde das Konzept absolut genial. So eine Bitcoin Bank kann man ja theoretisch auch selber hosten, braucht halt einfach einen entsprechenden Exchange Zugang für die Futures.

Bei den Risiken frage ich mich aber noch, ob da nicht trotzdem ein Liquidationsrisiko besteht weil das Futures sind.

Theoretisch kann man aber so beliebige synthetische Assets im Lightning Wallet haben. Euro, Gold … Öl, Gas, Strom, endlich eine Technologie mit dem wir sicher durch den Winter kommen.

Ich finde das Konzept auch richtig gut! Damit kämen Futures endlich auch zu ihrer eigentlichen Funktionsweise zurück.

Das Risiko für Liquidationen sehe ich da erstmal nicht, wenn alles so eingehalten wird, wie versprochen. Wenn ich richtig verstanden habe, soll die Anzahl der Satoshis, die (in USD gemessen) stabil gehalten werden sollen, mit gleichwertigen Shorts abgedeckt werden. Heißt entweder sinkt der Bitcoin-Preis und die Short-Position ist im Plus (da wird es keine Luquidierungen geben), sodass der Wert stabil bleibt, oder der Bitcoin-Preis steigt (da liegt der Liq-Preis dann allerdings deutlich höher, weil das unterliegende Collateral (Bitcoin) ja auch mitsteigt.

Das einzige Fragezeichen das bei mir noch bleibt: wie sollen die anfallenden Funding Fees für die Shorts bezahlt werden? Denn vor allem wenn immer mehr Leute dieses Feature nutzen, müssen immer größere Short-Positionen offen gehalten werden und dementsprechend werden die Funding Fees sicher auch in diese Richtung wachsen… wenn man das weiter durchspielt, dann will der normale User vor allem in Zeiten der „Angst“ also in Bärenmärkten, eher ein stabiles Asset. Gleichzeitig wollen viele gierige Trader in diesen Zeiten auch shorten und demensprechend dürften die Funding Fees dann ziemlich teuer werden. In Zeiten wo Bitcoin steigt, werden auch die „Normalos“ eher Sats halten wollen und somit braucht es evtl vergleichsweise weniger bzw kleinere Shorts. Wenn die gierigen Trader in diesen Zeiten alle ihre Long Positionen leveragen, dürften die Funding Fees also (wie gewohnt) stark positiv sein und die Hedging-Positionen für die Stable-Sats könnten ein paar Erträge generieren. Evtl werden diese Erträge dann in eine Art Fund gegeben und damit dann die Defizite aus kritischeren Phasen bezahlt?

Reine Spekulation bzw nur ein Gedankengang meinerseits natürlich. Werde es auf jeden Fall mit Interesse weiterverfolgen!

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Ja doch, das Risiko ist definitv auch vorhanden. Nur wie hoch das ist, lässt sich schwer einschätzen. Ich würde jedenfalls niemals meine BTC Ersparnisse gesamt als stablesats halten, aber dafür ist es ja auch garnicht gedacht. Es ist eher als eine Art Übergangsphase für kleine Beträge und Menschen in Bitcoin Ökonomien zu sehen.

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Wenn man eine stabilen USD Wert abbilden möchte so ist dieser Umstand selbst die Brücke zu Fiat. Und damit hat man ein Absicherungsrisiko sollte der BTC Preis fallen.

Sehr schön beschrieben und genau hier ist das Problem:

There is no free lunch !

Short Positionen gibt es nicht kostenlos, ansonsten könnte sich jeder immer gegen alles jederzeit kostenfrei absichern!

Es bleibt ein Hirngespinst, dass eben nur funktioniert solange wir einen Bullenmarkt haben. Im Crash läuft es genau wie bei Terra.

Wenn man einen Dollar Wert erzeugen will, dann muss man Dollar halten. Alles andere ist Spekulation auf den jeweiligen Preis des hinterlegten Assets.

Und das Argument, ja es ist ja nur für kleine Beträge gedacht, die man auch im Crash noch absichern kann, macht ebenfalls keinen Sinn. Denn auch dafür ist es unnötig das Risiko der Liquidierung auf sich zu nehmen. Nimm einfach direkt Fiat für kleine Beträge.

Die einfachste Lösung bleibt eben in BTC zu sparen und für den Alltag Fiat zu halten und zu verwenden. Nur so wird man nicht liquidiert, sondern bleibt Risikofrei.

Daher ist das Anbieten der „Stablesats“ für mich bereits unseriös. Es gauckelt einfach eine falsche Sicherheit vor, die defacto nicht da ist. Es ist ein Modell auf sehr wackligen Beinen, genau wie Terra.

Aber genau darum geht es doch… um leute, die eben nicht „einfach mal Fiat nehmen können“ :sweat_smile:

Das Produkt ist für Leute in El Zonte etc. gedacht, die kein Bankkonto haben.

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Ja das verstehe ich schon, aber ich bezweifle dass das der richtige Weg ist.

Es bürdet den armen Leuten in El zonte ein großes Risiko auf. Und wenn der crash kommt dann werden sie liquidiert und sie stehen schlechter da als vorher ohne das stablesat Modell.

Es wird ein besichertes Finanzprodukt auf Bitcoin Basis erzeugt.

Ohne Liquidierungsrisiko ist man jedoch nur wenn man Bitcoin pur verwendet.

Und ich bezweifel das die Galoy Berater dass den Menschen in El Zonte auch so ehrlich sagen werden.

Es riecht einfach sehr nach einem Terra Modell unter dem Deckmantel Bitcoin.

Vorschläge?

Das ist richtig, die Alternative eine hochinflationäre Fiat Währung? USD ist auch nur sehr begrenzt verfügbar in den Ländern.

Ja, was ist daran jetzt das Problem?

Da hat man aber die irre Volatilität. Wer wenig hat hat da auch ein hohes Risiko zu tragen.

Das sehen wir dann.

Genau das ist ja die Idee von Future Contracts. Dafür werden Futures schon seit Jahrzehnten (und wahrscheinlich sogar Jahrhunderten) genutzt. Um sein Risiko in die Zukunft abzusichern und eine Position zu hedgen. NICHT um mit Leverage sein Geld zu verzocken… :slight_smile:

Hier wird glaube ich etwas falsch verstanden. Wie gesagt handelt es sich um (kleine) Positionen von Satoshis, die mit gleichgroßen Future Positionen (also ohne Hebel!) stabil gehalten werden. Das ist sehr übliches Hedging.
Die Satoshi-Position die (gerechnet in USD) stabil gehalten werden soll, muss also mit einem Short abgesichert werden. Gibt es nun einen Crash, wird niemand liquidiert, weil die Futures Position ja ein Short ist und diese mit sinkendem BTC Preis im Wert steigt. Da liegt also KEIN Risiko, mMn

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Ich möchte in diesem Zusammenhang mal auf Standart Sats aufmerksam machen.

Das finde ich persönlich spannender.