SpendTheBits und XRPL als "Lightning-Killer"?

Hallo zusammen

Ein Freund (XRP-Fanboy) hat mir irgendwas davon erzählt dass man in Zukunft Bitcoin über den XRP Ledger versenden werden kann (oder auch schon kann wie in diesem Video gezeigt: https://youtu.be/xqlel-gv6og?t=550) und dass das ganze auch noch irgendwie mit diesem Projekt: https://spendthebits.com zusammenhängt… Leider kann er mir im Moment auch nicht mehr dazu sagen (liegt wahrscheinlich auch an der Sprachbarriere die wir haben, da wir beide nicht die selbe Sprache sprechen und Englisch nur rudimentär beherrschen)…

Kenn sich jemand von euch in der Thematik aus? Was genau ist gemeint, wenn davon die Rede ist BTC an den XRPL zu binden? Reden wir da von einer Second-Layer Lösung wie dem Lightning Netzwerk? Ist das ganze auch so nicht-zentralisiert wie bei Lightning? Und was hat das das ganze mit dem XRPL zu tun?

Mein Freund sieht das Lightning-Projekt als ein Projekt das viel verspricht aber noch grosse Probleme hat und nicht wirklich vorankommt und meint dass das mit diesem XRPL-Ding viel besser funktioniert.

@GermanCryptoGuy Ich habe gerade deinen Beitrag zu Rippel/XRP gelesen (ja den ganzen inkl. einem Teil der nachfolgenden Diskussion; Vielen Dank dafür!!) und kann das ganze jetzt irgendwie nicht einordnen… vielleicht kannst du mir helfen?

PS: Ja diese Fragen könnte ich mir mit (viel) Recherche evt. auch selber beantworten, da ich aber nicht aus dem Fachgebiet komme und noch rel. neu in der Kryptowelt bin würde ich wohl Tage oder Wochen damit verbringen und bin Dankbar wenn mir hier jemand helfen kann diesen Prozess zu verkürzen…

Ich hoffe. :slight_smile:

Ja, man kann Bitcoin oder auch jedes andere Asset über den XRPL verschicken. Das ist auch nicht neu, sonden war von Anfang an Teil von Ripples „Zahlungsnetzwerk“.

Das läuft dann über Tokenisierung, IOU („Schuldschein“) und man braucht ein Gateway (oder mehrere) wie bspw. eine Exchange.

Wie die Technik dahinter ganz genau funktioniert, weiß ich aber leider nicht. Würde wohl auch den Rahmen total sprengen, weil zu technisch. :slight_smile:

Vielleicht hilft Dir das (leider englisch)

https://www.bitstamp.net/faq/ripple-network-and-bitstamp-iou-service/

Youtube Video mit Chris Larsen
(LIVE-Demo; UT einschaltbar)

Nee, das ist nicht 2nd Layer.

Ripple baut ein Zahlungssystem.

  • Sender im Land I schickt ein Asset X aus Blockchain 1.
  • Empfänger im Land II erhält Asset Y aus Blockchain 2.

Dollar. Yen. XRP. Bitcoin. Ethereum. Völlig egal. Eine „Distributed Currency Exchange“.

Und durch das ILP (Interledger Protocol) findet vor dem Versenden eine Wegfindung, eine Kostenberechnung und was weiß ich noch alles statt. In Real-Time.

Ja, weil Du ein Gateway brauchst. Das kann eine Exchange sein oder in Zukunft auch (D)eine Bank.

Darauf bzw. darin findet das halt statt.

Der Vorteil ist, dass man nicht nur BTC senden kann, sondern „alles“.

Was die Sicherheit betrifft, muss man selbst entscheiden, ob es für einen ein Unterschied macht, ob man einer Exchange/Bank vertraut oder „jemandem wie Du und ich“, der eine Lightning Node betreibt. :man_shrugging:

Technisch gesehen sind es sicherlich zwei völlig verschiedene Themen, aber das Ergebnis ist dasselbe: Sende etwas von A nach B. Schnell und günstig.

Reicht Dir das? :thinking:

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Wieso ist das nicht Second-Layer? Was passiert denn genau wenn ich meine Bitcoin über den XRPL (z.B. mit dieser App: https://spendthebits.com) verschicke? Oder änderst gefragt: Wie funktioniert das mit der Tokenisierung/IOU (ohne auf technische Feinheiten einzugehen) ?

hmm… hast du dich da nicht verschrieben und meinst eigentlich dass diese Art von Transaktion zentralisiert ist, eben weil man eine Bank/Exchange braucht?

Ja also ganz ohne Vertrauen in zentrale Stellen werden wir ja auch in Zukunft nicht auskommen?! Wir werden ja auch in Zukunft noch Steuern zahlen und darauf vertrauen, dass damit Strassen gebaut und die Löhne der Lehrkräfte bezahlt… etc… Wieso sollte ich also ein Problem damit haben einer Bank oder Exchange zu vertrauen um eine Transaktion für mich durchzuführen, wenn da mal was schiefgehen sollte würde sich das ja schnell herumsprechen und dann würde niemand mehr den Service nutzen (im Besitz und unter Kontrolle habe ich meine Sats ja weiterhin, da ich sie auf meiner Bitbox habe und nur die, welche ich transferieren möchte an die Bank/Exchange schicke; so stell ich mir das jedenfalls vor…)

Und wenn die Transaktion über den XRPL jetzt schon so gut funktioniert und man bedenkt welche Probleme man heute noch im Lightning Netzwerk hat (starke Limitierung der Transaktionsgrösse; Möglichkeit dass eine Zahlung nicht ausgeführt werden kann, weil keine Verbindung zwischen den Parteien besteht, etc.), dann weis ich nicht wieso das mit dem XRPL und all den Apps die darauf basieren, nicht einfach besser ist und langfristig das Lightning Projekt verdrängen/killen (um dem Titel dieses Threads gerecht zu werden), soll?

Und wenn wir schon dabei sind:

Was sind eigentlich Strike oder Liquid für Lösungen? Second Layer? oder auf XRPL basierend, oder was ganz anderes? Was ist der Unterschied zu Lightning, was ist „besser“ und wie sieht es da mit nicht-Zentralität aus ? Konkurrieren diese Projekte miteinander und wird es zwangsläufig einen Gewinner geben, oder kannst du dir auch eine Welt vorstellen in der Wir verschiedenen Lösungen verwenden? Und ja ich weis das sind ganz viele Fragen… Vielleicht mach ich zu dem Thema Strike/Liquid auch einfach einen neuen Thread auf… :slight_smile:

PS: Möchte an dieser Stelle nochmals meine Dankbarkeit für dieses Forum, eure Arbeit und die Beiträge aller Mitglieder ausdrücken. Einfach geil dass es sowas gibt!!

Ganz kurz zu dem punkt als Ergänzung:

Blockquote
Was die Sicherheit betrifft, muss man selbst entscheiden, ob es für einen ein Unterschied macht, ob man einer Exchange/Bank vertraut oder „jemandem wie Du und ich“, der eine Lightning Node betreibt.

Das gute am Lightning Netzwerk ist, dass du Demjenigen der die lightning node betreibt nicht unbedingt vertrauen musst. Außer natürlich du hast selber keine eigene node, dann brauchst du natürlich ein Gateway ins Netzwerk.
Wenn du jedoch eine eigene Node hast, musst du keinem der Nodes, die zwischen dir und Empfänger sitzen vertrauen.
Wenn die Intermediäre natürlich böse Absichten haben musst du die Transaktion anders routen.

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Weil’s nicht in einer Sidechain oder sowas läuft, sondern halt „wirklich“ im XRPL.

Das kann ich Dir nicht sagen. Was sagen denn die Betreiber der Plattform, wie es technisch funktioniert?

Äh, ja. Also: Nein. :slight_smile:

Das Trilemma lässt sich nicht betrügen. Will man das eine (bspw. Schnelligkeit), bleibt etwas anders (bspw. Dezentralität) auf der Strecke.

So wie jetzt auch, wird es mehrere Möglichkeiten geben, Geld von A nach B zu senden.

Der Kunde entscheidet, was ihm wichtig ist und wählt die für ihn beste Lösung.

Davon gehe ich aus, denn wer wird alles eine LN Node betreiben? In unserer „Nerd-Cloud“ sind’s vielleicht 70%+, aber auf alle möglichen Teilnehmer betrachtet, wird der Anteil deutlich geringer sein.
(Ohne Beleg. Nur eine Vermutung. Wird das LN richtig erfolgreich und werden Kosten/Installation auch für „Normlos“ interessant, könnte es irgendwann Millionen von LN Nodes geben. Eine Node zu haben wäre so selbstverständlich wie ein Smartphone oder sowas zu besitzen. Time will tell. :slight_smile: )

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