Hallo ihr Lieben…ich habe BTC erhalten, die ich bei Cointracking als “sonstige Einnahme” eingetragen hab. Dies ist auch lt. Steuerbescheid in der Steuererklärung anzugeben. Mittlerweile weiss ich schon mal, dass ich es in der Anlage SO eintragen muss..ABER ich finde einfach nicht die passende Kathegorie dafür. Es war kein Staking, Mining..also passt “Leistung” nicht. Ich habe aber auch keinen Anschaffungstag/Veräusserungstag, der bei “Kryptowährung” oder “Anderes Wirtschaftsgut” erfragt wird.
Falls hier irgendwer eine Idee hat, wäre ich sehr dankbar!!
Es muss doch irgendwie/irgendwo eine Möglichkeit geben, etwas einzutragen, wenn man einfach BTC von jemandem bekommen hat!!
Einfach so bekommen ohne Gegenleistung = geschenkt.
Das wäre dann eine Schenkung.
Darüber wie/wo genau die einzutragen bzw. zu melden ist bin ich allerdings nicht im Bilde.
Wichtig wäre allerdings, ob es wirklich so einzuordnen ist, oder doch irgendwie unter Sonstige Einkünfte fällt, wie z.B. ein Willkommensbonus.
Wahrscheinlich ist das so, gemäß dieser Aussage:
Also hast du wahrscheinlich eine Steuerbescheinigung (ein Steuerbescheid ist was anderes), in welcher das „BTC bekommen“ aufgeführt ist? Als was?
Bis 256€ im Jahr in Summe wären die sonstigen Einkünfte allerdings steuerfrei.
Liegst du in Summe darüber, sind sie unter Einkünfte aus sonstigen Leistungen einzutragen. Dazu zählen nicht nur Willkommensboni. Informiere dich darüber, was alles dazu gehôrt, und ob was auf dich zutrifft und ob du über die Freigrenze kommst und du dann was angeben musst.
Hmm BTC erhalten kann bedeuten, dass du 5€ in Bitcoin von deiner Börse erhalten hast, als Willkommensbonus, wie @BTCommander schreibt, es kann aber auch bedeuten, dass du Bitcoin im Wert von 1 Million geerbt hast, beides wären ganz andere Steuererklärungen und ganz andere Dimensionen bezüglich den Freibeträgen.
Magst du uns etwas genauer sagen, wie genau du die BTC bekommen hast, natürlich ohne Beträge zu nennen?
Es war keine Schenkung. Ich habe vor 2 Jahren BTC aus meinem Bestand an eine Investoren Community gesendet (vormaler Vorgang mit Kauf/Verkauf) Die haben das gewinnbringend angelegt in verschiedene Projekte. Die laufenden Erträge habe ich die letzten Jahre korrekt versteuert. Jetzt erfolgte eine Teilrückzahlung meines investierten Betrags direkt auf meinen Ledger. Dieses sollte ich als “sonstige Einnahme” eintragen. Es trifft schon auf “Privates Veräusserungsgeschäft”…mein Problem ist nur, dass ich nicht direkt ein Anschaffungs-Datum habe…habe vor 2 Jahren 2x BTC da reingesteckt. Ich könnte auch das Datum weglassen (ELSTER würde das sogar so annehmen) und den Steuerreport von Cointracking mit ranhängen. So würde es sich für richtig anfühlen. Danke schon mal für Deine REaktion
Sorry, da bin ich raus. Erstens weil ich deine etwas wirr beschriebenen Schritte nicht wirklich nachvollziehen kann. Zweitens, weil ich solch ein Konstrukt steuerlich nicht einordnen kann.
Danke trotzdem. Ja, das ist ein komplizierter Fall..
Vereinfacht gesagt..ich hab jemandem geld gegeben (BTC)..der hat damit in Projekte investiert..ich bekam Erträge (bereits versteuert) und jetzt hab ich eben wieder mein eingesetztes Geld (BTC) zurück bekommen...eigentlich nicht sooo kompliziert, aber zum eintragen in die Steuererklärung eben schon
Das hört sich so stark nach einem Schneeballsystem an, dass es mir die Nackenhaare aufstellt. Ich bin froh, dass du deine Bitcoin wieder hast, sei aber bitte sehr vorsichtig, wenn es darum geht, nochmal größere Beträge hinzuschicken, selbst wenn es kein Schneeballsystem ist, gibt es ein hohes Risiko, Bitcoin zu vermehren. Aber wahrscheinlich ist dir das bewusst
Steuerlich leider schon um in dem Fall absolute Klarheit zu bekommen müsste man einen Steuerberater fragen. Es ist auch wichtig zu wissen, ob es einen Vertrag gab und was darin steht, zB. wurden die Bitcoin übertragen, verliehen oder war es ein Treuhandgeschäft.
Was ich machen würde, wenn ich nur diese Informationen hätte und ein Steuerberater keine Option wäre:
Ich würde zum Zeitpunkt der Übertragung, als man Bitcoin hingeschickt hat die Bitcoin als verkauft erklären, sagen wir, dass waren damals Bitcoin im Wert von 1.000€, jetzt erhälst du Bitcoin im Wert von 1.500€ zurück. Dann sind die 1.000€ die Rückzahlung und die 500€ sind der Gewinn der Anlage. Ich würde dann 500€ als sonstige Leistungen erklären, ähnlich wie Lending/Staking. Deine neuen Anschaffungskosten für zukünftige Verkäufe ist dann zu dem Bitcoinpreis von dem Tag, als du sie zurückerhalten hast.
So mein Verständniss, aber da ich mir dabei unsicher bin, würde ich dem Finanzamt das in einem Freitext in der Steuererklärung kurz erklären, dann kann hinterher keiner sagen, du hättest etwas absichtlich falsch erklärt.
Ich werde in so etwas NIE wieder investieren. War mir eine Lehre.
Da ich die Erträge dieser Investition bereits versteuert habe, würde ich den ganzen Betrag einfach in der Anlage SO angeben.
Und..ich würde es eben genau so wie Du…als “LEISTUNG” in der Anlage SO angeben. Der Steuerberater, der mir online hilft (leider kann ich mir einen Steuerberater hier vor Ort nicht leisten und es geht auch wirklich bei mir nur um diese eine Sache) würde es allerdings bei “KRYPTOWERTE” eintragen (ich glaube aber, dass er nicht wirklich versteht, dass die BTC ja gar nicht mehr in meinem Besitz waren und ich auch kein Anschaffungsdatum angeben kann). Ich werde es als “LEISTUNG” eintragen und eine ergänzende Erklärung beifügen + Steuerreport. Somit ist alles was ich habe offen ersichtlich. Hab zwar auch schon den Tipp bekommen (von einer Steuergehilfin) gar keine Anhänge, Erklärungen etc. beizufügen, dann geht das einfach durch und wird auch nicht manuell geprüft. ABER mir ist lieber, dass das Finanzamt drauf schaut und nicht dann in 10 Jahren noch irgendwelche Fragen kommen.
Zeitregen ich danke Dir echt für Deine Hilfe, Deine Einschätzung UND auch dafür, dass Du mich hier nicht “blöd” hingestellt hast nach dem Motto “wenn man so was macht..blablabla”!!