Selbst verwahren oder ETP?

Hallo Leute,

ich habe die Frage vorhin schon mal im Stream gestellt, aber vielleicht kann ja hier jemand noch etwas dazu ergänzen:

Davon ausgehend, dass wir den Staats-Griffeln evtl. eh nicht mehr entkommen können (evtl. Mixer-Verbot, AMLA, DAC8, Vermögensregister, evtl. zukünftige starke Firefish-Besteuerung, Wegzugsbesteuerung):

Wieso sollte man dann die Risiken, die mit der Selbstverwahrung verbunden sind überhaupt noch eingehen, statt einfach nen ETP zu kaufen?

Gibt es wirklich ganz praktische Vorteile der Selbstverwahrung als “nur” den Schutz vor staatlichem Zugriff und die Mobilität?

(mir is natürlich klar, dass diese beiden Punkte im Ernstfall (wenn der Staat völlig durchdreht) extrem wichtig sind).

Wegen dem Gegenparteirisiko. Du weißt nicht , ob der Herausgeber des ETP schluderig oder korrupt ist. Was ist wenn der Pleite macht?

Die Devise ist : ‘Be your own Bank’.

Der einzige mir bekannte Nachteil ist bei der Vererbung. Hierfür müssen halt relativ komplizierte Vorkehrungen getroffen werden.

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Zugriff ist das eine, rechtliche Rahmenbedingungen das andere. Theoretisch könnte der Staat Bitcoin von heute auf morgen verbieten. Wenn du deine Bestände bei einem ETP-Anbieter lagerst, hättest du keine Möglichkeit mehr, an diese zu gelangen (siehe Goldverbot).

Hast du deine Bestände dagegen in Eigenverwahrung, kannst du weiterhin frei über sie verfügen. Ggf. sogar das Land mit ihnen verlassen.

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Es gibt ja grundsätzlich 3 Möglichkeiten, Bitcoin zu halten. Eigenverwahrung, auf einer seriösen Börse, als ETP im weitesten Sinne.

Ich finde nichts falsch daran seine Bitcoin zu diversifizieren und alle 3 Möglichkeiten zu nutzen.

Alles auf eine Karte zu setzen, würde ich persönlich nicht machen.

Selbstverwahrung sollte nicht unterschätzt werden, dass dir die Bitcoin niemand nehmen kann und auch niemand die Transaktion deren verhindern kann, ist einmalig und hat viele Vorteile.

Nachteile können sein, dass dein Backup beschädigt wird, du deine Passphrase oder den Lagerort vergisst oder du einen Fehler machst, indem du zB. versehentlich ein Bild deiner Wörter machst. Machst du alles richtig ist das die sicherste Methode, aber es gibt durchaus Möglichkeiten sich selbst auszusperren.

Das ist richtig, aber genau für solche Szenarien kann es auch gut sein, etwas auf der Börse zu haben, dort kann ich innerhalb 1 Minute auscashen, wenn es schnell gehen muss.

Oder wenn die Fiat Gateways geschlossen werden oder Herkunftsnachweise unmöglich schwer gemacht werden, kann es gut sein, die Bitcoin im traditionellen Finanzsystem zu halten als ETP.

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Die Börse bei der ich meine ersten sathosis gekauft hatte, stellt den Betrieb ein, immerhin konnte ich meine Sats noch transferieren und musste nicht auscashen.

Habe auch noch ein paar Sats bei einem Broker, bei dem man sie nicht transferieren kann, sondern nur verkaufen, das würde ich heute so nicht mehr machen. Jetzt möchte ich sie aber auch nicht mehr verkaufen, da sie vielleicht zukünftig steuerfrei bleiben

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80-90% Eigenverwahrung. Den Rest kannst du verwahren lassen (Börse, ETF, Banken usw.) und damit spekulieren, oder finanzieren …oder verlieren wie du möchtest.

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Moin Leute und danke für eure Antworten!

bzgl. des Gegenparteirisikos und was ist, wenn der ETP pleite macht: Ich meine, dass bei physisch besicherten ETP’s die Coins nicht in die Insolvenzmasse einfließen, sondern sie stehen dann dem Kunden zu (aber gut, wird sich dann auch wirklich daran gehalten :man_shrugging:t2:). Und dass sie schluderig oder korrupt sind is doch bei z.B. nem iShares von Black Rock eher unwahrscheinlich.

Aber gut, sag niemals nie, vielleicht konfisziert ja die USA irgendwann die Black Rock Coins, wenn Bitcoin in ferner Zukunft vielleicht kriegsentscheidend ist. Finde ich jetzt nicht 100 % abwegig.

Und bzgl. eines Bitcoin-Verbots: Auch wenn’s in naher Zukunft wohl unwahrscheinlich ist, is das natürlich nen valider Punkt. Denn die Regierung wird vorher kaum das Verbot ankündigen, damit man noch Zeit hat seine Coins abzuziehen. Oder sie kündigen es an, aber die Börsen dürfen schon zwei Wochen vorher nicht mehr auszahlen.

Wahrscheinlich wird es wohl, wie von euch auch angesprochen, das Beste seinen nen Teil in Self Custody und einen Anderen in nem ETP.

Das ganze ist sehr individuell. Du macht nichts falsch, einen Teil in Fremdvewahrung zu diversifizieren.

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Du hast ne 1A-Sklavenmentalität. Mixer-Verbot? Juckt mich nicht, Joinmarket ist frei und dezentral. Kann man nicht abschalten. Reichsfluchtsteuer (Wegzugsbesteuerung)? Ist mir egal, ich hab ja nix. Mit Bitcoin ist es doch gerade das erste Mal in der Geschichte der Menschheit möglich den Staatsgriffeln zu entkommen was das persönliche Vermögen angeht.

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Die Frage is halt: Will ich wirklich meine Heimat verlassen? Ich hab ja nich mal Bock meine Wohnung zu verlassen und Urlaub würde ich nicht mal geschenkt nehmen, weil ich dauer-energielos bin.

Falls es aber hier irgendwann so beschissen werden sollte, dass man einfach weg muss, will ich meine Liebsten mitnehmen, wozu aber mein Stack nicht mal im Ansatz reicht.

Und is das überhaupt so easy nen Visum auf irgend soner hippi-flippi-Bitcoin-Insel zu bekommen, und kann man dort dann wirklich mit seinen gemixten Coins sein restliches Dasein fristen? :man_shrugging:t2:

Ja, aber Du hast wohl Recht, ich bin der innerlich abgestorbene Sklaven-Typ :grin:

Es gibt Länder da kriegt man einfach so ein Lächeln und Zeit geschenkt. Geld ist dann da nicht so wichtig würde dich eher aus der Gesellschaft ausschließen. Aber ich verstehe dich man muss sich erstmal aufraffen und gehen

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Frag das die Ukrainischen Kriegsflüchtlinge oder jemandem aus der Generation der Weltkriege?

Die Frage ist, wie wahrscheinlich ist, es dass wir wirklich flüchten müssen, ich glaube eher gering!

Ich bin trotzdem teilweise in die Selbstverwahrung gegangen, weil ich es spannend finde und man wieder einiges lernt. Ich hatte erst später vor, in die Selbstverwahrung zu wechseln, aber da “meine” Börse den Betrieb einstellt, habe ich die Chance gleich genutzt. Richtig spannend wird es eigentlich für Beträge die größer als die Einlagensicherung bei den Banken sind (nicht dass ich in dieser Liga spielen würde ;-))

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