Satoshi wirklich gut? Bitcoin als Trojanisches Pferd

Hallo liebe Community,

ein guter Freund von mir ist davon überzeugt, dass Bitcoin als Trojanisches Pferd des Deep State anzusehen ist und kann sich nicht vorstellen, dass Satoshi wirklich ein philantropischer Chinese ist, der in seinem kleinen Zimmer in China mit guten Absichten Bitcoin entwickelt hat.

Wenn man drüber nachdenkt und BTC wirklich einmal Weltwährung sein wird, dann wird ja Satoshi mit seinen 1.000.000 BTC der reichste und damit mächtigste Mensch überhaupt sein, wenn man überlegt dass es insgesamt nur 21 Millionen gibt und davon auch noch viele bereits verschollen sind.

Rockefeller, Rothschild und Co., also die ganze Hochfinanz ist damals nach China. China ist Überwachungsstaat Nummer eins. Also warum sollte dann gerade aus diesem China die Lösung all unserer Geldprobleme kommen und ein Geld der absoluten Freiheit.

Sind natürlich alles gewagte Thesen aber ich finde man sollte darüber reden. Schreibt gerne mal was ihr dazu meint.

Wie kommt dein Freund auf die Idee, dass die anonyme Person Satoshi mit dem japanischen Namen Chinese ist?

Satoshi war nicht allein. Leider gibt es immer noch die Vorstellung, dass Satoshi Nakamoto, ein mysteriöser Einzelgänger, Bitcoin im Alleingang erfunden hat. Die Wahrheit ist, dass Satoshi Teil einer international verstreuten Community war, die seit den 90er Jahren immer wieder mit digitalen Geldsystemen experimentierte und jahrelang über Probleme und mögliche Lösungen diskutierte.

Bitcoin ist das Ergebnis eines dynamischen und evolutionären Prozesses, in dem viele Köpfe daran mitgewirkt haben, die Lösungen zu entwickeln und zu testen, die Bitcoin heute ausmachen.

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Naja kann ich nicht sagen,

Wollte mich jetzt auch weniger auf Satoshi beziehen sondern auf die Tatsache, dass Bitcoin doch eigentlich extrem unfair ist wenn man überlegt dass jetzt schon jemand 1 Millionen davon hat und alle die früh eingekauft haben später viel mehr haben werden als alle anderen. Ist das nicht total ungerecht denen gegenüber die erst in 10 20 Jahren einsteigen wenn BTC bei mehreren hundert Tausend steht?

Alle die jetzt bereits kaufen oder gekauft haben, inklusive der Hochfinanz die mit Sicherheit schon reichlich eingekauft hat, werden ja in Zukunft sehr reich sein ohne dafür einen realen Arbeitswert erbracht zu haben.

Das Thema ist nicht neu, schau mal hier herein:

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Das mit Satoshi und die Entstehungsgeschichte ist aber durchaus wichtig. Man kann nachlesen dass die Ideen, die schlussendlich zu Bitcoin führten, in einer staatskritischen Umgebung gediehen sind. Leute die Kryptographie genutzt und entwickelt haben, um die Privatspähre und Freiheit von Menschen zu stärken. Das ist nicht unbedingt die Umgebung, wo der Staat seine Leute hat, die dann alle an einer riesigen Verschwörung beteiligt sind.

Und betrachten wir es mal rein logisch. Entgegen jeder Wahrscheinlichkeit, ist es vorstellbar das Bitcoin eine Verschwörung eines Staates oder einer zentralen Entität oder Gruppierung ist. Es könnte aber auch keine Verschwörung sein und wirklich von freiheitsliebenden Menschen entwickelt worden sein und es kann die Chance sein ein viel freieres Geldsystem zu schaffen.

Was tut man? Weiterhin zentralisierte Lösungen nutzen? Da haben die Eliten doch schon weitgehend die Macht. Soll man weiterhin die zentralisierten Lösungen nutzen, nur weil die freiheitliche Alternative Bitcoin theoretisch eine mega Verschwörung sein könnte?
Wenn man so paranoid ist, dann ist ja kaum irgendeine Weiterentwicklung möglich, weil man hinter jeder Innovation eine Verschwörung sehen kann.

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Das mag aus heutiger Perspektive so aussehen, doch damals - als Mining noch mit Laptop/CPU, etwas später mit GPU möglich war, konnte niemand wissen, was mal aus Bitcoin wird. Es hätte leicht von einem einzelnen Rechenzentrum der NSA und Co. angegriffen werden können. Außerdem hat jeder Miner per se Arbeit verrichtet und die Coins nicht einfach geschenkt bekommen. Ohne die Nutzer, welche ein viel höheres Risiko eingegangen sind, wären wir nicht da, wo wir heute sind. Daher ist auch deren Kursgewinn bereits sehr, sehr hoch.

Du kannst das ja gern selbst gedanklich ausprobieren. Würdest du dein Vermögen z.B. zu je 1% in 100 verschiedene, unbekannte Coins stecken, die nur ein paar Cent wert sind (immerhin hast du die Chance auf 100 Verschiedene zu diversifizieren!), in der Hoffnung das einer um den Faktor 1000, 10000, oder noch mehr nach oben geht und alle anderen Verluste locker wegmacht? Die Chance das dein Geld in ein paar Jahren weg ist, ist gigantisch.

Außerdem kann jeder seine Coins nur 1x ausgeben und von Satoshi’s Wallets ist in den Jahren nach seinem verschwinden m.W.n.überhaupt nichts ausgegeben wurden.
Auch wer in 20 Jahren Bitcoin kauft, wird mindestens seine Kaufkraft über die Zeit erhalten und sehr wahrscheinlich auch noch einen Kaufkraftgewinn erfahren → sofern sich Bitcoin weiterhin durchgesetzt hat.

Andersherum werden im aktuellen System Sparer kontinuierlich enteignet - in den USA und Europa etwas langsamer, in großen Teilen Afrikas, Süd- und Mittelamerikas und auch Asiens schnell bis rasant.
Wenn jemand z.B. schon seit 5 Jahren auf ein Haus spart, die Lücke zwischen Eigenkapital und Kaufpreis aber gleichzeitig zunimmt → dann entfernt sich diese Person immer weiter von seinem Ziel. Das empfinde ich als wesentlich ungerechter als ein Geld, was zu Beginn nur wenigen bekannt ist - und diese durch hohes Risiko die Verbreitung fördern und damit enorm von dem damit einhergehenden Netzwerkeffekt und der Wertsteigerung profitieren.

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Es werden nur diejenigen mehr haben, die weniger ausgeben als sie einnehmen. Und jemand, der seine Bitcoin hortet und reicher wird, macht eigentlich nichts anderes als das Angebot auf dem Markt zu reduzieren. Das erhöht wiederum den Wert aller im Umlauf befindlichen Bitcoin. Deshalb sehe ich darin kein Problem, dass man vermeintlich reicher wird, je früher man anfängt zu stacken. Dieser Reichtum hält nur solange an bis man ihn wieder ausgibt und ist daher eher theoretisch zu betrachten. Anders als im Fiat System, würde Reichtum in einem Bitcoin Standard auch nicht automatisch zu noch mehr Reichtum führen.

Selbst wenn Bitcoin unfair sein sollte, es ist um allemal fairer als unserer eigentliches Geldsystem. Zudem ist es jedem selbst überlassen, ob er Bitcoin nutzt. Allein das ist schon fairer als bei dem jetzigen System. Und ein noch faireres System als Bitcoin ist schwer vorstellbar. Wer weiß, vielleicht findet ja noch jemand ein faireres System. Ich halte das als sehr unwahrscheinlich. Denn wie sollte eine gerechte Verteilung überhaupt möglich sein? Meiner Erfahrung nach scheitert es schon alleine daran dass das Wort „gerecht“ für viele eine unterschiedliche Bedeutung hat.

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