Risiko von Mixer/Coin Join

Könnte das Benutzen eines solchen Services üble Konsequenzen haben?

Es könnte ja sein, dass man Satoshis bekommt die aus illegalen Geschäften kommen.

Ich überlege gerade, ob ich aus Interesse an Privatsphäre einen solchen Service nutzen sollte. Wenn ich allerdings dadurch später Probleme bekommen sollte, lasse ich es lieber.

Spätestens dann wenn du einen größeren Betrag in Euro umtauschen möchtest, musst du dem Finanzamt angeben woher das Geld kommt.
Du musst nachweisen, wann du welchen Coin zu welchem Betrag gekauft hast (Was durch KYC der Börsen auch nachweisbar ist). Und die Rückverfolgbarkeit dokumentieren wenn du sie zwischen deinen eigenen Adressen hin und hergeschoben hast.

Wenn du nicht erklären kannst, warum und woher die Coins plötzlich auf deine Adresse landen (die du durch den Mixer bekommst) könnte es vielleicht zu Problemen führen. Schliesslich will das Finanzamt ja wissen ob es sich um ein Trading handelt das innerhalb der einjährigen Haltefrist stattgefunden hat um evtl. Gewinne zu versteuern.

Außer du gibst den Finanzamt an, dass du Betrag X durch den Mixer gejagt hast und den gleichen Betrag auf deine zweite Adresse bekommen hast. Dann ist das steuerlich nicht relevant. Aber dann wäre der Mixer wieder sinnbefreit.

Gilt dass mit der Dokumentation auch wenn ich alles länger als ein Jahr liegen lasse.

Ich habe in meiner Anfangszeit ziemlich viele Wallets erstellt und Coins transferiert, sodass ich darüber keinen Überblick mehr habe.

Außerdem habe ich Wallets benutzt die ihre Adresse ändern. Das ist doch (fast) unmöglich alles zu dokumentieren.

Reicht es nicht dass ich die Kaufbeläge habe?

Alle Transaktionen sind in der Blockchain (für die Ewigkeit) gespeichert/dokumentiert und kann auch in 10 Jahren, wenn den Finanzämter neue Tools zur Verfügung stehen, nachverfolgt werden.

Besser als nix. Aber dann ist immer noch die Frage wie du nachweisen willst, dass du nicht während der Haltefrist evtl. Gewinne veräußert hast bzw. in einen anderen Coin gewechselt hast.

Es gibt einen Präzedenzfall wo die gleiche Begründung genannt wurde und er kam damit durch. Vielleicht hast du Glück. Aber darauf ankommen würd ichs nicht.

Besser als nix. Aber dann ist immer noch die Frage wie du nachweisen willst, dass du nicht während der Haltefrist evtl. Gewinne veräußert hast bzw. in einen anderen Coin gewechselt hast.

Solange alles länger als ein Jahr auf einer Adresse liegt (blockchain dokumentiert), von da dann nach der Haltefrist zu Exchange geht und verkauft wird sollte dies doch eigentlich einen Swap ausschliessen?

Irgendwann werde ich mal vor dem gleichen Problem stehen, vor 10 Jahren was gekauft, Belege gibt es nicht. Für mich was das damals ein bisschen was um mit BTC zu spielen. Seitdem liegt der Betrag dort rum.
Wenn ich nach investiere dann generell in eine neue Wallet für die ich dann Belege etc habe. Damit sind die „schmutzigen“ Bits erstmal von den „sauberen“ getrennt.
Mein Plan das Thema sauber zu bekommen ist es mit einem kompetenten Steuerberater zu besprechen.
Schlussendlich ist es nämlich so, wie du Alexander, schreibst. Sobald da grössere Summen auf dem Konto aufschlagen wird die Bank hellhörig.
Und auch das Finanzamt kann in die Konten sehen. Wenn man irgendeine Transaktion vom Fiskus vorbeischleusen ist das Spiel mit dem Feuer und wird schnell richtig unangenehm.
Von daher kann ich nur jedem raten das Thema sauber zu bekommen bevor die Summen auf dem Konto landen und die Fragen kommen.

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Das Ding ist halt, dass man meistens nicht alles einfach liegen lassen kann.
Gerade am Anfang wenn man viele Fehler macht ist man öfters gezwungen neue Wallets zu erstellen, weil man leichtfertig mit den Seeds umgeht, mehrere Exchanges probiert, viel experimentiert etc.

Irgendwann wird es einfach zu unübersichtlich…

Ich hebe jetzt alle Kaufbelege auf, mache Screenshots von den Adressen auf die die Coins gingen nachdem ich sie auf meine privaten Wallets gesendet wurden und der Rest ist dann die Arbeit vom Finanzamt.

Am Ende habe ich meine Kaufbelege von X Coins und dann sollte es doch kein Problem geben beim auszahlen.

Und so werden es weltweit Millionen Menschen machen, den fast keine führt über Jahrzente Protokolle.