laut Lehrbuch will man uns ja vermitteln, dass QE nicht für direkte Inflation sorgt, da die Zentralbank Wertpapiere von den Geschäftsbanken kauft und dafür diese Zentralbankgeld erhalten - Es benötigt vermehrte Kreditaufnahme seitens des Marktes damit dieses neu erschaffene Geld in den Umlauf gerät. Das Problem dabei ist doch aber jedoch dass QE für Anleger doch immer ein Marktsignal ist in Assets zu flüchten wie Rohstoffe Aktien usw. Was im umkehrschluss bedeutet wenn Rohstoffe dadurch steigen - steigen auch die Energiekosten ( z.b Öl Gas usw. Alles was begrenzt ist ) was wiederum bedeutet dass die Erzeuger welche diese Rohstoffe benötigen zur Produktherstellung höhere Kosten für diese Aufwenden müssen was auf Ihre Produktpreise umgeschlagen wird. Somit erzeugt QE ja doch eigentlich immer Verbraucherpreisinflation. Habe ich das richtig verstanden ?
Wenn ich mir die Spritpreise anschaue, wird dies seit 2022 eher günstiger. (letztens für 1,60€ E10 Sprit getankt)
Muss ehrlich sagen, das verstehe ich nicht, obwohl alles andere teurer wird.
Ergänzung:
Wenn ich mir die Statista Webseite anschaue, tanke ich aktuell für den Preis wie in 2012.
Könnte Ihr euch noch daran erinnern, dass 2012 ein teures Jahr war? Ich hab das total vergessen.
Das ist richtig. Solange die Bank ein vernünftiges Risiko-Management betreibt, funktioniert Fiat-Geld sogar (trotz dem Makel der Inflation, Caltilloneffekt etc). Fail dagegen die Krise 2008, wo nicht mehr richtig geprüft wurde ob Kredite ausreichend sicher zurück zahlbar sind.
Aber sobald die Zentralbank die Anleihen über Tricks quasi selbst kauft (weil niemand sonst sich traut), geht alles zu Bruch.
Prof. Riek würde sagen: In dem Augenblick haben wir quasi ein Fürstengeld erreicht. Ein Geld, dass ein Fürst den Untertanen zur eigenen Bereicherung an der Signorage aufzwingt.
Theoretisch müsste doch durch technologischen Fortschritt schneller und effizienter gefördert werde weshalb ein gleich bleibender Preis ja doch auf Inflation hindeutet ?
Nicht falsch verstehen, ich sehe überall anders auch die Inflation, dass alles teurer wird.
Ich verstehe selbst nicht, wieso dann der Benzinpreis sich so verhält, obwohl dieser mit der CO2 Steuer etc. jedes Jahr teurer werden müsste.
Laut dieser Statistik ist der Benzinpreis seit 1972 in Deutschland gerade mal um ~2,4% pro Jahr gestiegen. Das würde gerade mal der unrealistischen offiziellen Inflation entsprechen.
Meine Vermutung für die Gründe sind:
Eine unrealistische Umrechnung von Euro in Mark. Schließlich gab es 1972 noch gar keinen Euro.
Benzin wird subventioniert.
Gerade die Subventionen sind absurd. Vor allem wenn man sich das jetzt anschaut. Auf der einen Seite wird Benzin künstlich günstig gehalten und gleichzeitig durch CO2 Steuer wieder verteuert. Ein wunderschönes Beispiel, wie die Politik Lösungen aufbringt, für Probleme, die sie selbst geschaffen hat.
Inwiefern genau? & wie wirkt sich das auf den Literpreis aus?
Was ich gesehen habe ist:
Dieselsubventionen ← kann aber nicht für den SuperPreis gelten, das wäre eine andere Statistik
Pendlerpauschale ← wirkt sich auch nicht auf den Literpreis aus.
Dienstfahrzeuge? ← Wenn der Arbeitgeber den Tank bezahlt, müsste sich dies nicht eher negativ auf den Preis auswirken, da der Preis egal ist?
Der Einfluss von Subventionen auf den Preis von Treibstoff wird nicht so leicht nachzustellen sein. Dabei muss man die verschiedenen Prozesse der Herstellung und Lieferung berücksichtigen. Wenn z.B. die Herstellung Steuervergünstigungen bekommt, kann das auch den Preis für den Endverbraucher reduzieren.
ist richtig. Der beantwortete Post betrachtete genau diesen Zeitraum.
Eas andererseits wieder mal zeigt, dass man nur der Statistik glauben sollte, die man selbst gebastelt hat (will damit nicht sagen, selbst gefälschf).
Beim Benzinpreis kommt allerdings die Region noch ins Spiel. Nehme z.B Raum Konstanz, dort bewegen sich die Preise um 2 €, während ein paar Kilometer 1,65 bis 1,80 erreichbar sind (nicht Österreich). In anderen Regionen nochmals 10 bis 20 ct weniger.