Public/Private Key Paare bei z.B. Ledger

Hi Leute!

So wie es bisher verstanden habe erstellt der Ledger, abgeleitet aus dem Seed, immer wieder neue public/private key Paare, sprich Walletadressen.

Seit diesem Jahr kaufe ich regelmässig Betrag x an btc und meistens „überweise“ ich die btc gleich an meinen ledger.

Nehmen wir an es waren bis jetzt 10 Transaktionen. Dass heisst ich habe nun 10 verschiedene Adressen (abgeleitet vom Seed) auf denen unterschiedliche UTXO liegen und zusammengezählt meinen Total btc bestand ergeben.

Ich frage weil wir in der CH Kryptowährungen als Vermögen versteuern müssen. Ich muss also bei der nächsten Steuererklärung meine „Wallet“ angeben auf der meine Kryptos liegen.

Ich nehme nicht an, dass es eine Master Wallet gibt? Die Tatsache dass der Ledger immer wieder neue Adressen erstellt macht ja auch aus privacy Gründen Sinn.

In der Schweiz bieten immer mehr Banken Verwahr und Trading Dienstleistungen für Krypto an (Ist jetzt nicht so, dass ich diese in Anspruch nehmen würde). Bei einigen muss man bei grösseren Transaktionen die Wallet Adresse angeben von welcher die Coins gesendet werden. Die Banken machen dann im Voraus AML Checks usw. da sie sicherstellen müssen, dass sie sich an die Geldwäschereigesetzte halten. Auch da müsste man ja diverse Wallets angeben wenn du 1 btc sendest, der über diverse UTXO verteilt ist…
Oder verstehe ich was falsch?

Cheers
dyba10

Also ich hab jetzt keine Ahnung wie das bei der Steuer in der Schweiz abläuft aber ich möchte dir eine Gegenfrage stellen: Ist das so?

Das frage ich mich auch, denn eigentlich musst du bei der Steuererklärung Gewinne angeben die du realisiert hast, nicht Bestände. Ich würde nie auf die Idee kommen dem Finanzamt mein Portfolio zu zeigen.

btw… auch wenn Leder jedesmal eine neue Adresse generiert, du „musst“ nicht immer auf eine neue schicken. Es spricht nichts dagegen auf eine bereits benutze nochmal zu schicken. Wenn du transparent sein willst macht das die Sache sogar leichter.

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In der Schweiz werden Kryptowährungen ähnlich wie Aktien besteuert. Du zahlst Vermögenssteuer aber keine Kapitalgewinnsteuer (wenn es nicht unter „gewerbstätig“ fällt). Verluste kannst du logischerweise auch nicht geltend machen.

Bei Erträgen auf mining z.B. zahlt man Einkommenssteuer, die ist einiges höher.

Aber ja, hab nochmals nachgelesen. Als Nachweis muss man einen Auszug der Wallet per Ende Jahr beilegen, da ist ja die Walletadresse nicht unbedingt ersichtlich.

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Wenn du dein Vermögen für die Schweizer Steuer aufdecken musst macht es am meisten Sinn du exportierst eine Liste mit allen Adressen und den dazugehörigen Kontoständen. Soweit ich weiß bietet Ledger Live dieses Feature aber nicht an, müsstest du also wahrscheinlich manuell machen.

Bei Ledger live siehst du die Umsätze und somit die Adressen auf die du bekommen hast, das muss man sich halt zusammenkopieren. Aber wenn ich vor dem Finanzamt freiwillig meine Hose runter lassen muss kann ich auch gleich immer die gleiche Adresse für den Empfang nehmen weil einfacher und eh schon egal.

Ja deine Privatsphäre gegenüber dem Finanzamt musst du dann wohl aufgeben. Allerdings ist es immer noch besser keine Adresse mehrmals zu verwenden, wenn wir auch die Privatsphäre gegenüber anderen Nutzern wichtig ist. Die können dann nämlich noch wesentlich mehr über deine Accounts herausfinden.

Ja vorm Finanzamt musst du die Hose runter lassen also so ist es in Bayern

Also in Deutschland muss man nur angeben, wann man verkauft hat und was der Erlös daraus war.

Ja der steuerreport plus wo man gekauft hat die history reicht aus trotzdem kann man nachverfolgen wo man alles verschickt hat wenn das finanzamt beim brooker oder sonst wo nachfragt.

Ich denke es macht aber trotzdem Sinn anzugeben wann man was gekauft hat. Denn wenn du einfach nur sagst: Und gestern habe ich 2 Bitcoin verkauft, die Haltefrist von einem Jahr hab ich natürlich eingehalten. Ist das vielleicht weniger Nachvollziehbar als wenn man direkt von Anfang an Alle Käufe und Verkäufe übersichtlich auflistet.

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Der Ledger erlaubt es dir eine CSV mit allen Transaktionen zu exportieren:

Um das ganze Problem einfacher zu handhaben kann ich dir nur empfehlen mal einen Blick in CoinTracking zu werfen. Bis 200 Transaktionen zahlst du nicht mal was und die CSV Datei aus Ledger Live kannst du super einfach dort einlesen. Am besten direkt mit unserem Link anmelden und dann in Zukunft (falls du doch mal auf bezahlt upgraden willst) 10% beim Preis sparen :wink:

Dort bekommst du dann übersichtliche Reports, kannst fehlende Daten viel einfacher erkennen und hast eine übersichtliche Liste mit allen Angaben für die Steuer.

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Kann man das überhaupt? Soweit ich weiß muss man einfach ein privates Veräußerungsgeschäft angeben. Dort muss man nur den Betrag angeben. Es wahrscheinlich nur dann relevant wenn man mal geprüft werden sollte.

Hm, nein, nicht wirklich.

Also ja, offiziell müsstest Du sogar nur Deinen Gewinn in die Anlage SO eintragen und erst auf Rückfrage die Belege vorlegen.

Aber Rückfragen will niemand, oder? Also lieber gleich alles offenlegen und dazu gehören auch das Ankaufdatum und der Ankaufpreis: