Phoenix, Lightning

Hallo,

habe noch Fragen zum Verständnis zur Phoenix Wallet und Lightning:

  • Also ich kann wenn ich einmal Sats auf den Lightning Kanal gesendet habe immer weitere Sats darauf empfangen….richtig ?

  • Was hat es mit diesem 1 Jahr auf sich, weshalb wird danach der Kanal geschlossen ?
    Wird dieser nur geschlossen wenn keine weiteren Sats darauf eingehen ?

-Wenn nach einem Jahr die Sats weiterhin auf der Adresse bleiben und der Kanal geschlossen wird, werden dann die Sats automatisch als On Chain Transaktion auf ne Segwit Adresse/Wallet in Phoenix verschoben ?

Danke :raising_hand_man:

Mit der Phoenix Wallet kenne ich mich nicht gut aus, daher erstmal aus allgemeiner „Lightning-Sicht“:

Das hängt ganz von der Kanalgröße und dem Liquiditätsverhältnis ab.

Erstellst du einen Kanal mit 100 Sats und hast 70 Sats versendet, kannst du wieder 70 Sats empfangen. Versuchst du es mit 71 Sats, wird die Transaktion scheitern.

Insofern kannst du nicht „immer weitere Sats“ empfangen. Die Kanalgröße kann nicht überschritten werden und die Liquidität muss bei der Gegenpartei liegen.

Ich verwende die Phoenix Wallet seit ca. 3 Jahren und bis jetzt wurde mir noch nie ein Kanal geschlossen.

Ich vermute, dass sie sich das offen Lassen, falls es einmal nötig sein wird einen Kanal schließen zu müssen und deshalb bekommst du eine Garantie, dass dies nicht im ersten Jahr passieren wird, was aber auch länger sein kann.

Hallo zusammen, ich hole diesen thread aus aktuellem Anlass mal wieder hoch.
Als Lightning-unerfahrener Neuling habe ich ein Verständnisproblem.

Am 4. Mai 2025 habe ich ca. 56.000 Sats zu Testzwecken auf meine Phoenix Wallet gesendet. Später habe ich noch einige Eingänge über Satsback-Käufe generiert. Es waren ca. 67.000 Sats auf der Wallet. Heute wollte ich mit bitcoinfax.net Faxe an die Bundestagsaggeordneten meines Wahlkreises schicken und über das Guthaben auf der Phoenix Wallet bezahlen. Das geht aber nicht, weil mir die Wallet mitteilt, dass kein Guthaben vorhanden sei und der Kanal exakt heute nach einem Jahr geschlossen wurde. Zufall, dass heute der 4. Mai 2026 ist. Stattdessen wird mir jetzt angezeigt, dass 67.000 Sats als Guthaben auf einer onchain-Adresse liegen.

Frage 1: Ist das normal, dass Kanäle einfach so geschlossen werden?
Frage 2: Die angezeigte onchain-Adresse ist mir unbekannt. Ist das eine mir gehörende onchain-Adresse, die über die Phoenix Wallet verwaltet wird?
Frage 3: kann ich dieses Guthaben irgendwie wieder zurück auf die Lightning Adresse transferieren, um damit die Faxe zu bezahlen?

Wäre nett, wenn mir erfahrene Phoenix-Wallet Nutzer weiter helfen könnten.
Beste Grüße
Gerald

Hallo Gerald!

Frage 1: Ist das normal, dass Kanäle einfach so geschlossen werden?
Ja, meist nach längerer Nichtnutzung.

Frage 2: Die angezeigte onchain-Adresse ist mir unbekannt. Ist das eine mir gehörende onchain-Adresse, die über die Phoenix Wallet verwaltet wird?
Die Adresse gehört dir. Verwende deinen bei der Einrichtung deiner Phoenix-Wallet erhaltenen Seed (findest du auch in der App auch unter Einstellungen - Wiederherstellungsphrase - Seed anzeigen).

Frage 3: kann ich dieses Guthaben irgendwie wieder zurück auf die Lightning Adresse transferieren, um damit die Faxe zu bezahlen?
Ja. Nutze ihn mit einer Wallet deiner Wahl (Sparrow Wallet z.B. oder in Kombination mit deiner Hard Wallet) um dann die Bitcoin onchain von der Adresse zu einer Adresse deine Wahl senden zu können, z.B. auch um diese wieder fürs Öffnen eines neuen Lightningkanal bei der Phoenix Wallet zu nutzen.

Also keine Panik, alles normal, wenn auch lästig so eine Kanalschließung.

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Danke für die Antwort. Dann werde ich mich da mal durchwuseln. Um ehrlich zu sein, finde ich Lightning alles andere als anwenderfreundlich. Das Bezahlen mit Lightning setzt schon einiges an Kenntnissen voraus.

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Also wenn man für das Bezahlen mit Kleingeld (LN) einfach Custodial (WalletOfSatoshi) ahzeptiert wird ist es super einfach. Ok, wenn man auch hier immer selbst verwahren will, dann wird es eben komplizierter bei LN.

Also ich vertraue der WalletOfSatoshi bis zu einer Million Sats an.

Ich habe einige Versuche mit Lightning gestartet, egal, ob mit Phoenix, Wallet Of Satoshi oder sogar eigener Lightning-Node mit Zeus und Alby. Jedes Mal kam ich sehr schnell an den Punkt, an dem ich mich fragte „Wozu?“. Es gibt in meinem Umfeld kaum Möglichkeiten, mit Lightning im Alltag zu bezahlen - und dort, wo es geht, fahre ich mit Strike am Besten: Meine Sats aus Sparplan und Limitkäufen, die dort bis zu einem definierten Betrag kumulieren (…bevor sie auf meine Hardwallets gebeamt werden…), lassen sich sowohl per Lightning, als auch Onchain zur Zahlung verwenden. Für die im Durchschnitt vielleicht einmal im Monat anfallende Lightning-Zahlung (…denn immer, wenn es geht, nutze ich es!) ist das die für mich optimale Lösung.

Aus den Experimenten mit der eigenen LN-Node weiß ich, genau wie aus dem Ausgangspost des Threadstarters, dass Lightning kaum als Endverbraucher-Technologie zu verwenden ist: Zu aufwendig und instabil ist das Pflegen eigener Kanäle, besonders im Blick auf Liquidität, Kanalmanagement und Fremdbestimmung. Auf mich wirkt Lightning wie eine Notlösung, die einzig auf Grund der fehlenden OnChain-Skalierbarkeit ‚mit heißer Nadeln gestrickt‘ wurde…

Ich dachte custodial geht bei WoS nicht mehr. Da war doch was wegen KYC-Pflicht usw. in der EU.

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Ohne deine weitreichenden Erfahrungen zu haben, schien mir das gefühlsmäßig auch immer schon so. Ich wollte LN halt mal mit Satsback nutzen, was ja auch grundsätzlich erstmal geklappt hat.

Ach ja da war irgend etwas. Bei mir geht es noch. Könnte aber daran liegen das ich nicht in der EU bin.

Dann kommt man in der EU nicht mehr um KYC herum?

Dann müsste man das wohl machen.

@BlackMirrus empfiehlt ja ständig Strike. Dem würde ich mich auch anschließen.

Bei mir läuft es (noch?) einwandfrei.