Öl gekühlter Antminer S9 SE

Hi Community,

ich möchte meinen Antminer S9 im Ölbad laufen lassen. Habe mir dafür ein entsprechendes Dielektrikum gekauft. Mein Problem ist jetzt nur, dass er im Öl zwar einwandfrei läuft, allerdings nicht schürft.
Kann mir da jemand weiterhelfen?

LG CryptoFabi

  • Mit einwandfrei meinst du damit einen Remote Zugriff auf den Antminer?
  • Handelt es sich um eine neue Installation oder hast du eine bestehende Installation mit angebundenen Pool in dein Ölbad umgezogen?

By the Way:
Die Idee finde ich interessant. Kannst du mal mehr Infos zu deinem Aufbau machen? (Pics usw.)

Hi Carlos,

danke für deine schnelle Antwort.
Mit einwandfrei meine ich, dass wenn ich über die IP aufs GUI zugegriffen habe, der Miner auch tatsächlich 13,5 TH/s geliefert hat und eine Hardware Version angezeigt wurde (bevor ich ihn ins Öl hab, siehe Bilder)

Danach habe ich ihn ausgeschaltet, ins Öl gestellt und wieder eingeschaltet.
Er lässt sich anschalten, Zugriff aufs GUI geht, aber die Hash Rate is 0 und es wird keine Hardware Version mehr angezeigt.

Dann hab ich ihn wieder aus dem Öl raus, dann ging es wieder (Hashrate, Hardware Version).

Eine Vermutung die ich habe: Im Öl laufen die Ventilatoren nicht auf Max, sondern nur auf 240 rpm. Ist ja auch klar, das Medium das sie fördern ist nicht mehr Luft sondern Öl. Ist aber auch nicht notwendig dass sie auf Hochturen laufen, da der Wärmetransport übers Öl deutlich effizienter ist. Dadurch sollte ja auch die Stromeinsparung um 10-20% liegen. vielleicht muss man nur was in der Software ändern. ZB dass softwareseitig eine Beschränkung ist wenn die Ventilatoren nicht auf Fullspeed laufen, fängt er nicht an zu minen oÄ.

Wenn ich fertig mit allem bin und es funktioniert wollte ich eh alles dokumentieren was man alles braucht etc.

Du könntest auch „einfach“ die Lüfter abklemmen (sind die zugänglich?) und das notwendige PWM-Signal, dass die Umdrehungszahl des Lüfters an den Controller übermittelt, selbst einschleifen.
Entweder mit einer NE555-Schaltung - Stichwort „astabiler Multivibrator“ - (Vorteil: keine Programmierung notwendig) oder mit einem kleinen Mikrocontroller.

Das ist jetzt zwar für die meisten nicht leicht umzusetzen, wäre aber mein Lösungsansatz.

Edit: da man den Lüfter anscheinend nachkaufen kann, muss man ihn auch abstecken können. Es ist, wie ich vermutet habe, ein Lüfter mit 3 Anschlussleitungen und somit ist wahrscheinlich, dass der Controller die Lüfterdrehzahl auch überwacht und im Notfall die Leistung drosselt. Die gelbe Leitung ist meistens das PWM-Signal.

Auf eigene Gefahr!
Du kannst die Drehzahl manuell anpassen lassen in der Konfigurationsdatei:

:computer: /config/btminer.conf

"bitmain-fan-ctrl" : true # FAN Control enable
"bitmain-fan-pwm" : 25 # Power Management in Prozent der Leistung

Welchen Prozentwert der richtige ist in einem Ölbad kann ich Dir leider nicht sagen.

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Da ich mir nicht vorstellen kann, dass es für die Lüfter auf Dauer gut ist, gegen den Widerstand des Öls anzukämpfen, macht es doch mehr Sinn, die Lüfter abzustecken und den Parameter „bitmain-fan-ctrl“ auf „false“ zu setzen.

Andernfalls kannst du wahrscheinlich schon die Stunden zählen, bis der Lüfter die Hufe macht und der Antminer das Schürfen wieder deaktiviert. Wenn du das nicht regelmäßig checkst, machst du auf jeden Fall etwas Verlust.

Wie sieht es dann mit der Wärmeübertragung dann aus? Die Wärme muss ja auch mit dem Öl von den Chips weg transportiert werden. Ich glaube nicht, dass das Öl genügend eigene Konvektion mitbringen kann.
Alternativ wäre eine externe Strömungsquelle Im Becken für die Konvektion hilfreich, was aber wieder mehr Strom benötigt und so den Ertrag schmälert.

Der eigentliche Plan war es, dass die Ventilatoren auf 240 rpm laufen, so erzeugen sie mehr als genug Konvektion. Ansonsten habe ich noch eine Pumpe, die das Öl durch einen Wärmetauscher fördert.

jetzt ist erstmal mein Problem dass ich mit Putty nicht auf den Miner zugreifen kann. mir wird im ssh terminal dann immer ein „connection refused“ angezeigt -.-

edit: mit dem richtigen Port bekomme ich zwar die Fehlermeldung nicht mehr, das Putty Terminal fenster bleibt aber schwarz und ich kann nichts tippen.
Nach einiger Zeit kommt dann folgende Fehlermeldung

UPDATE: Ich hab das Problem mit einem Fan Simulator gelöst. nicht die schönste Lösung, aber eine Lösung :slight_smile: Traue mich jetzt nicht wirklich ne andere Firmware drauf zu spielen, deshalb bleibt das erstmal so …

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Schick mal ein Foto! Würde mich interessieren wie du das eingerichtet hast. :+1:t3:

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Tolles Projekt, natürlich auch schon alleine wegen der Technik und dass es läuft!

Besonders die Idee, dass man damit eine kleine PV-Anlage zur Heizung der Wohnung nutzen könnte, während man nebenbei BTC mined, hatten mit Sicherheit schon einige.
Gibt es schon fertige Lösungen, wie man das Mining Setup über einen Wärmetauscher an die Heizungs-/Warmwasseranlage im Haus mit anbindet? Evtl. eine normale PC Wasserkühlung, die man über einen Wärmetauscher führt?

Ich habe nur mal schnell gegoogelt:
„Wer mit Strom heizen möchte, bezieht jede Kilowattstunde Wärme direkt aus der Steckdose. Gibt es keine Photovoltaik- oder Windkraftanlagen, mit denen die elektrische Energie selbst erzeugt wird, zahlen Hausbesitzer dabei rund 30 Cent je Kilowattstunde. Auch wenn die Elektroheizung ohne größere Verluste besonders effizient funktioniert: Bei einer Gasheizung kostet eine Kilowattstunde Wärme aktuell etwa 6,3 Cent. Die Kosten für Öl belaufen sich auf etwa 6,5 Cent.“

Ob die Werte stimmen habe ich mit aktuellen Daten nicht nachgerechnet (ist aus 2019). Aber das würde bedeuten mit Netzstrom hättest du ca. fünfmal höhere Heizkosten plus die BTC. Würde sich wahrscheinlich nicht lohnen. Aber mit PV-Anlage vielleicht schon? Hängt natürlich auch von den Wartungskosten und der Lebensdauer des Mining-Equipments ab.

Außerdem gäbe es noch die Möglichkeit über ein wohnraumtaugliches Setup (Lautstärke, Optik) direkt mit Kühlkörpern zu heizen :slight_smile:

Servus skyrmion,

danke für dein Feedback.
Über die Wirtschaftlichkeit beim Heizen mit Strom brauchen wir natürlich nicht diskutieren.
In meinem Fall ist es ja so, dass mein Großvater eine Solaranlage hat. Über diese beziehe ich den Strom fürs Mining (ca. 6-8 Std am Tag). Nächstes Jahr werde ich dann testen wie das mit dem Anwärmen des Wasservorlagebehälters durch die Mining Abwärme funktioniert. Das wäre für quasi ein „geiles Plus“ zu dem dass ich ja Bitcoin mine. Klar rentiert sich das anfangs erstmal nicht, da man beim Einspeisen rund 8-9 €Cent bekommt, das Mining rein rechnerisch mit dem S9 nur 4-5 €Cent abwirft.
Allerdings mine ich ja jetzt BTC, die ich nicht verkaufen muss (hab ja keine Stromrechnung), diese halte ich 2,3,4,4,10 Jahre. Wenn dann der Bitcoin auf 100k oder ne Mio geht, hat sich das Projekt gelohnt.

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