Newbiefragen zur Umbrell Fullnode und Fulcrum Server

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Liebe Mitglieder des Blocktrainerforums,

ich bin ein Newbie (4 Monate) im Bitcoinspace, nachdem meine Frau mich überzeugt hatte. Da ich keine halben Sachen mache :smirking_face: , habe ich auch gleich eine Umbrel Full Node auf Raspberry Pi eingerichtet. Die Idee dahinter sollte ja allgemein bekannt sein, nämlich Kontrolle statt vertrauen.

Wir benutzen BitBox02 Nova als Cold Wallet und möchten am liebsten zukünftige Transaktionen über unsere eigene Node laufen lassen. Deshalb habe ich auch (zunächst Electr, nun Fulcrum) einen Electrumserver installiert. Einstellen lässt sich da ja nicht viel, außer dass mann die lokale und die Tor Adresse mit Port angezeigt bekommt. Die BitBox lässt sich auch problemlos damit verbinden. Soweit kein Problem.

Wir haben noch keine Transaktion darüber veranlasst, aber für mich stellt sich eine Verständnisfrage, wie das ganze funktionieren soll. (Verzeiht, ich bin kein Tech-Genie und habe wirklich nur fundamentalste Kenntnisse.) Hier mein Verständnis:

Die BitBox-App schickt die Transaktion an den Fulcrum-Server, damit dieser sie in den mempool weiterleitet.

Da der Fulcrum-Server mit meiner Node synchronisiert (Richtig?), würde er die Transaktion über meine Node senden.

Allerdings habe ich aus Sicherheitsgründen (Paranoia?) ausgehende Verbindungen meiner Bitcoin Node (Bitcoin Core) ausgestellt. Das heißt andere Notes können nicht auf meine zugreifen, bzw. meine Node senden nichts ins Netzwerk. Wie gelangt also meine Transaktion aus der BitBox-App über den Fulcrum Server und meine Node in die Chain?

Jetzt ist der Text etwas länger geworden. Wenn Du bist hierhin gelangt bist: herzlichen Dank! Nochmehr Dank gebührt Dir, wenn Du mir bei meiner/n Frage(n) weiterhelfen kannst.

Viele Grüße und schonmal ein schönes Weihnachtsfest!

Blockwart

Wenn du die alle ausgehenden Verbindungen ausgestellt hast, funktioniert das nicht. Eingehende Verbindungen allein reichen nicht, um Transaktionen ins Netzwerk zu bekommen.

Danke Dir für die schnelle Antwort! Siehst Du ein größeres Risiko, eingehende Verbindungen über alle Möglichkeiten (Clearnet, Tor und P2P) zuzulassen? Also ich meine die, die anderen ermöglicht Daten aus meiner Node zu ziehen. Ist etwas verwirrend mit aus- und eingehend.

Grundsätzlich gilt: Eingehende Verbindungen sind deutlich weniger kritisch, als sie sich im ersten Moment anhören. Wenn du eingehende Verbindungen erlaubst, heißt das nicht, dass fremde Nodes „in deiner Node herumschnüffeln“, Daten löschen oder irgendetwas manipulieren können. Sie können lediglich genau das abfragen, was jede andere Bitcoin-Node auch öffentlich anbietet: Blöcke, Transaktionen und Statusinformationen. Mehr nicht.

Man kann sich das gut wie ein öffentliches Schwarzes Brett vorstellen: Andere dürfen lesen, was dort ohnehin für alle sichtbar ist – sie dürfen aber nichts ankleben, nichts ändern und nichts mitnehmen. Deine privaten Schlüssel, Wallets oder sonstige sensiblen Daten bleiben zu 100 % unberührt.

Wichtig ist außerdem:

Eine Bitcoin-Node unterscheidet streng zwischen

  • dem P2P-Netzwerk (Bitcoin Core)
  • und deinen Wallets bzw. Fulcrum / Electrum

Über eingehende P2P-Verbindungen kommt niemals jemand an deine BitBox, an Fulcrum-Indizes oder an Wallet-Informationen. Das sind komplett getrennte Ebenen.

Ganz herzlichen Dank für die umfassende und schnelle Antwort!

Hab ein schönes Wochenende!

Gerne, viel Erfolg :+1:

Hallo zusammen,

ich hänge mich mit meiner Frage einfach mal an den Thread.

Mein Umbrel Node verabschiedet sich regelmäßig aus dem WLAN. Wenn ich Umbrel dann vom Strom trenne und neu anschließe, ist er wieder im WLAN sichtbar. Nach ein, zwei Tagen ist er wieder weg. Der Node läuft auf einem PI4.

Woran kann das liegen?

Der WLAN-Chip des Pi 4 neigt dazu, nach längerer Laufzeit oder geringer Aktivität in einen Energiesparmodus zu gehen und sich dann nicht sauber wieder zu „melden“. Das äußert sich genau so, wie du es beschreibst: Der Pi läuft weiter, ist aber aus dem WLAN verschwunden, bis ein Neustart erfolgt.

Zudem: Stromversorgung prüfen. Gerade bei Nodes ist das relevant. Wenn Netzteil oder Kabel grenzwertig sind, kann es zu kurzen Unterspannungen kommen. Das reicht, um den WLAN-Chip „aus dem Tritt“ zu bringen, ohne dass der Pi komplett neu startet. Das Problem zeigt sich dann erst Stunden oder Tage später.

Mein Vorschlag: LAN-Kabel verwenden! Für eine Full Node ist das die mit Abstand stabilste Lösung. WLAN bringt bei 24/7-Betrieb schlicht keinen Mehrwert, aber viele potenzielle Fehlerquellen.

Falls du bei WLAN bleiben willst: Energiesparen für WLAN deaktivieren (per Konfigurationsdatei) und sicherstellen, dass du ein originales oder hochwertiges Netzteil verwendest (5 V / 3 A beim Pi 4).

Danke für die schnelle Antwort
Das Netzteil ist original, dann kann ich die Stromversorgung ausschließen. Wie Du vorgeschlagen hast, werde ich den Node per LAN verbinden.

du kannst auch alle paar Minuten mit einem Cronjob ping über die Wlan-SS einen anderen Rechner anfragen, zB auch der Router

Schau im Router nach, welche Signalstärke beim Pi ankommt. Ich bin beim Pi auf dLAN umgestiegen, weil ich an meinem Wunschort nur etwa 25 % WLAN‑Signal hatte.