1. Zum Thema SSD-Formatierung & Datenmüll
„Die alte SSD habe ich leider vorher formatiert, hatte die Hoffnung das wenn ich etwaigen Datenmüll darauf entferne die 1TB doch noch reichen…das war leider ein Irrtum :/“
Das Formatieren bringt hier leider nichts. Der vermeintliche „Datenmüll“ existiert nicht; die 1-TB-Festplatte ist schlichtweg zu klein, da die Bitcoin-Blockchain inklusive Indizes und Lightning-Daten mittlerweile fast den gesamten Speicherplatz beansprucht.
2. Zum Thema Lightning-Installation & RAM
„Nach der Lightning Installation hat er direkt gefragt…daher habe ich das auch direkt angegeben..ich schau mal ob ich es abbrechen kann, zur Not fang ich halt nochmal von vorne an…die 3 Wochen jetzt… :)“
Ein Abbruch und Neustart ist ratsam. Bedenke bitte, dass der Raspi mit 4 GB RAM bei einer parallelen Installation von Bitcoin Core und rechenintensiven Lightning-Implementierungen schnell an seine Leistungsgrenzen stößt.
3. Zum Thema Basiswissen & Linux-Kenntnisse
„Mein Basiswissen hat bisher ja gereicht, um eine Node zu betreiben, nur hier komme ich gerade nicht weiter, da ich keinen Fehler finde…ansonsten sehe ich das Forum als eben einen Dialog an, daher danke für deine Fragen.“
Ein RaspiBlitz lässt sich zwar per Anleitung aufsetzen, erfordert bei der Fehlersuche aber tiefere Systemkenntnisse. Bist du mit den Grundlagen von Linux vertraut und weißt du, wie man sich per SSH einwählt und Logdateien (Logs) ausliest?
4. Zum Thema Hardware-Limitierung
„Hardware: Rasberry Pi 4 Model B Rev 1.4 4GB RAM“
Mit einem Raspberry Pi 4 und nur 4 GB RAM ist das System für aktuelle Anforderungen sehr schwach auf der Brust, besonders wenn neben der Node noch zusätzliche Dienste (Plugins/Web-Apps) laufen sollen.
5. Zum Thema FDISK & SD-Karten-Boot
„SSD: Die SSD (frisch ab Werk, am blauen USB 3.0 Port) konnte der Raspi am Anfang nicht automatisch zur Installation erkennen, daher habe ich über den Raspi mit FDISK manuell gearbeitet, dann gings. Interessanterweise scheint der Raspi jedoch weiterhin von der SD-Karte aus zu starten…könnte das zu Problemen führen?“
Dass die SSD nicht automatisch erkannt wurde und du mit fdisk nachhelfen musstest, deutet auf einen Fehler im Setup-Prozess hin – der RaspiBlitz sollte das Speichermedium komplett selbstständig partitionieren. Dass das System von der SD-Karte startet, ist völlig normal und führt zu keinen Problemen, da das Betriebssystem auf der Karte liegt und die SSD beim RaspiBlitz standardmäßig nur als reiner Datenspeicher für die Blockchain genutzt wird.
Mein Tipp: Erlöse den Raspberry Pi 4 aus dem aktuellen Zustand, setze das System komplett neu auf und lass erst einmal ausschließlich die Bitcoin-Blockchain synchronisieren (das dauert ohnehin ca. 1–2 Wochen). Wenn die Node stabil läuft, kannst du im RaspiBlitz-Menü immer noch schrittweise entscheiden, welche Lightning-Dienste du aktivieren möchtest. Dir muss aber klar sein, dass du mit den 4 GB RAM dieses Raspis extrem wenig Spielraum hast: Für eine reine Bitcoin-Fullnode reichen 4 GB zwar völlig aus, aber erst wenn rechenintensive Zusatzdienste wie Lightning (LND/Core Lightning), Electrum-Server (Electrs) oder viele RaspiBlitz-Web-Apps gleichzeitig laufen, wird der Speicher knapp.
Mal eine andere Frage: Warum brauchst du überhaupt eine eigene Fullnode? Was ist dein genaues Ziel damit (z. B. eigene Wallet-Anbindung oder reines Interesse)?