Mittelherkunftsnachweis - Widerspruch zur Unschuldsvermutung?

Jetzt hat es mich gerade erwischt und es fühlt sich sehr unangenehm an. Dabei wirft das auch die Frage in mir auf, inwiefern das mit dem Grundsatz der Unschuldsvermutung vereinbar ist?

Ich habe recht erfolgreich an einem ICO teilgenommen. In einer Shitcoin Reinwaschung habe ich vor einiger Zeit alles bis auf Bitcoin verkauft. Nun wird auf der Börse, über die ich verkauft habe auf einmal mein Geld eingefroren und ich bekomme die Aufforderung zum Mittelherkunftsnachweis. Mit dem Hinweis, dass innerhalb von 7 Tagen sämtliche Auszahlungen von der Börse gesperrt werden.

Nun… ich war tatsächlich so schlau, die Bestätigung damals nicht abzulegen. Diese wurde mir leider nicht gemailt, sondern nur ein Link, der nicht mehr funktioniert.

Nunja, fühlt sich scheiße an. Und das regt zur Reflexion an. Ich meine, es wird im Moment ja meiner Meinung nach von einer Schuldsvermutung ausgegangen oder liege ich da falsch? Die Börse sagt: „Wenn du nicht nachweisen kannst, dass das Geld deines ist, dann gehen wir davon aus, du hast es unrechtmäßig erworben!“ Und ich wurde ja sogar unmittelbar bestraft, weil eine durchaus beträchtlichere Summe unvermittelt eingefroren wurde - und das bis heut ist. Sollte ich den Nachweis nicht mehr bekommen, bin ich gespannt, wie es weiter geht. Und vor allem: Wo ist die Unschuldsvermutung geblieben? Die galt ja mal als Basis für einen Rechtsstaat.

Was meint ihr dazu?

Ich glaube die Unschuldsvermutung gibt es nur im Zusammenhang bei einer Anklage. Bei allem anderen bist Du wohl in der Beweispflicht.

Ich bin kein Rechtsanwalt und habe auch mit dem folgenden Link nichts am Hut, aber vielleicht helfen dir bereits die FAQ’s. Ansonsten sollte der Geldwäscheverdacht nicht ausschließlich mit einem dir mal zugesandeten link auszuräumen sein. Viele andere Unterlagen werden dir auch in den FAQ’s als Beispiel gegeben. Frag deine Börse, welche Unterlagen sie noch akzeptiert.

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Darf man nachfragen um welche Börse es sich hierbei Handelt?

Bitpanda hat mein Geld eingefroren.

Das muss man nicht fragen, es gibt nur eine Börse die dies abzieht: Shitpanda!

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Ja, ich habe negative Aussagen über Bitpanda gelesen. Aber ich so: „Ich habe ja nicht vor, irgendetwas Illegales zu tun. Was soll mir also schon passieren?“ Bitpanda: Wir behalten uns jetzt erstmal dein Geld. Egal was ich bisher schicke, es reicht nicht… bin gespannt, ob ich jetzt wegen dieses ganzen Mistes sogar noch zum Rechtsanwalt muss. Schönes Rechtssystem haben wir da. Ich tue nichts Illegales und verbringe dann meine Zeit damit, mich zu verteidigen.

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Bitpanda blockiert sogar, wenn du die Bitcoins bei Ihnen selbst kaufst, kein einziger Trade machst und am Schluss wieder auscashen möchtest.

Wir hätten ein schlechtes Rechtssystem wenn du nicht per Anwalt an deine Geld kommen würdest. Aber das sind ja nur Details.
Der Staat ist BÖSE - für mehr reicht es bei manchen Kommentaren halt nicht.