Mit BTC Vermögen für einen Verein generieren?

Hallo Ihr lieben Bitcoiner,

ist es möglich, in Bitcoin für einen Verein zu sparen und somit Vermögen zu generieren?

Eine große Frage ist dann auch die Verwahrung der Bitcoin, die Wörter und der Zugriff von einem beschränkten Menschenkreis.

Um ein bisschen konkreter zu werden, was eventuell sehr hilfreich sein kann: Ich bin Botschafterin von den Müttern der Neuen Zeit und wir setzen uns u.a. für die Anerkennung der Mutterschaft, besonders auch im finanziellen Sinne, ein. Aktuell herrscht dort noch der Irrglaube, dass der „Kapitalismus“ Schuld sei an der Ausbeutung der Mutterschaft. Das sehe ich anders, seit ich das Video von Roman gesehen habe, in dem er von „Kreditismus“ spricht. Gibt’s das Wort überhaupt? :laughing: Ich finde das so cool!

Was eine richtig coole Aktion dann irgendwann mal wäre, ist, Müttern z.B. für ein Jahr ein Einkommen auszuzahlen (nach einer Auslosung). Dafür braucht es Vermögen und liquide Mittel.

Wenn sich darüber schon mal jemand Gedanken gemacht hat (oder jetzt anfängt sich darüber Gedanken zu machen :smile:) freue ich mich, wenn diese Gedanken mit mir geteilt werden :smiley: Wäre mega, wenn das möglich wäre und Realität werden kann :star_struck:

Danke Euch :pray:

Bitcoin in Verein ist wohl noch mal komplizierter als Bitcoin im Unternehmen.

Ich würde von Selbstverwahrung für diesen Zweck abraten und vermutlich eher ein Depot im Namen des Vereins öffnen und Bitcoin als Derivat nutzen.

Aber ob ein Verein überhaupt ein Depot eröffnen kann? Ich habe keine Ahnung.

Alternativ 2/X Multisignatur, wobei x die Zahl der Vorstandsmitglieder sein sollte und nicht unter 3 sein darf.

Bei jedem Wechsel eines Mitglieds, muss ein komplett neues Wallet erzeugt werden. Dazu wird es schwierig, BTC zu kaufen. Als Privatperson einfach, aber als Verein braucht man ein Institutionskonto.

Gibt es zu diesem Thema weitere Erfahrungen eurerseits? Wie macht ihr das in eurem Verein?

Ich fand dein Thema spannend und schaute im Internet 5 Minuten.

Es gibt scheinbar sehr viel zu beachten.

Den Punkt bezüglich Haftung unbedingt beachten und abklären. Wenn das nicht 100% klar ist, professionelle Hilfe von Leuten aus dem Bereich Recht und Steuern in Anspruch nehmen, weil du am Ende sonst noch mit deinem persönlichem Vermögen haftest.

Hier noch ein Zitat von der Seite “Vereinswelt Punkt de”

“Im Jahr 2025 entschied sich ein gemeinnütziger Verein, sein Vermögen durch Investitionen in Kryptowährungen zu vermehren, um seine satzungsgemäßen Zwecke besser finanzieren zu können. Diese digitalen Währungen unterlagen jedoch starken Schwankungen und erwiesen sich als hochriskant. Innerhalb kurzer Zeit verlor der Verein einen erheblichen Teil seines Kapitals.

Das zuständige Finanzamt bewertete diese Anlageentscheidung als unverantwortlich und nicht mit den Grundsätzen einer ordnungsgemäßen Vermögensverwaltung vereinbar. Infolgedessen wurde dem Verein die Gemeinnützigkeit aberkannt. Dieser Entzug führte dazu, dass der Verein für die vergangenen Jahre Steuern nachzahlen musste und zudem Spendenquittungen nicht mehr anerkannt wurden. Die finanzielle Belastung war so gravierend, dass der Verein schließlich aufgelöst werden musste.

Dieses Beispiel verdeutlicht, dass gemeinnützige Organisationen bei der Vermögensanlage besonders vorsichtig agieren müssen. Riskante Investitionen können nicht nur finanzielle Verluste verursachen, sondern auch den Verlust der Gemeinnützigkeit und damit die Existenz der Organisation bedrohen.”

Ich würde ohne professionelle Hilfe bezüglich Recht, Haftung und Steuern diesbezüglich nichts unternehmen. Wenn diese Punkte geklärt sind, würde ich bei einem Verein nicht die Selbstverwahrung favorisieren, sondern ein Vereins-Depot eröffnen und beim Broker/Bank die Coins liegen lassen und das so abwickeln, dass nur bestimmte Vereins-Mitglieder mit zusätzlicher Absegnung eines Notars Zugriff auf die Coins/Geld hätten.

Ungelogen: ich komme gerade von einer Vorstandssitzung eines Gartenvereins und hatte genau sowas in den Raum geworfen. :sweat_smile:
Sind halt alles NoCoiner und deswegen war die Resonanz erwartungsgemäß schlecht. Über die rechtlichen Vorgaben habe ich mich allerdings noch nicht schlau gemacht…

Zeichnen sich Vereine nicht dadurch aus, dass sie keinen Gewinn machen dürfen? Alle Einnahmen müssen zum Jahresende in den Vereinszweck investiert sein. M.E. würde Anlagen in Bitcoin auch dazu zählen. So ist zumindest mein letzter, bestimmt mind. 20 Jahren alter Stand.

Eine Stiftung dürfte da besser geeignet sein, wenn gleich sie höhere Einstiegshürden mit sich bringt.

So ist es bei mir auch.. die haben auch nicht die leiseste Ahnung, in welcher Parallelwelt ich mich seit ein paar Jahren befinde :grin: Ich rede da mit den wenigsten darüber. Trotzdem liegt mir der Verein und die Leute am Herzen und es wäre schade, wenn wir uns zukünftig bestimmte Anschaffungen oder Ausflüge finanziell nicht mehr leisten könnten..

Meine Idee ist folgende: Ich verwende kein Geld aus der Vereinskasse. So etwas muss schließlich in der Mitgliederversammlung oder Beiratssitzung abgestimmt werden, und wird dann sehr wahrscheinlich mangels Überzeugung/Erfahrung abgelehnt. Mein Plan wäre aus eigener privater Tasche z.B. 1000€ herzzunehmen, damit BTC zu kaufen, eine neue Wallet zu erstellen und in Eigenverwahrung zu nehmen. Die Anlagedauer soll mindestens 3 Jahre betragen. Das würde ich alles offen kommunizieren und auch die on-chain Addresse verkünden, damit jeder den Betrag auf dieser Adresse im mempool Explorer einsehen und verfolgen kann.

Wenn sich der investierte Betrag in diesen 3 Jahren zum Beispiel verdoppelt, also 2000€ daraus geworden sind, stimmen wir über einen Verkauf der BTC ab. Wenn die Mehrheit das will, verkaufe ich die mittlerweile steuerfreien Coins und die 1000€ Gewinn spende (!) ich dem Verein. Und ich erhalte meine 1000€ Einsatz wieder zurück. :slightly_smiling_face:

Zweck dieser ganzen Aktion: Langsames Herantasten und Kennenlernen von Bitcoin bei den Vereinsmitgliedern. Ohne das Geld der Vereinskasse in Gefahr zu bringen.

Zu Restaurants sage ich auch immer: Ihr müsst nicht von heute auf morgen alles perfekt machen und das Ganze hochoffiziell mit der Geschäftskasse umsetzen. Wichtig ist mit kleinen Schritten anzufangen, und z.B. das Trinkgeld mit Bitcoin zu anzunehmen.

Ich will kein Vermögen für diesen Verein generieren, so wie es im Thread-Titel steht.. :slightly_smiling_face: sondern nur dafür sorgen, dass die Vereinsleute dieses Thema nicht komplett verschlafen. Mein Plan könnte ich so ja mal ausprobieren, oder?

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