Das besorgt auch viele. Aber das gleiche gilt für Gold. Es liegt ziemlich viel zentralisiert herum. Weshalb? Denke 1 Kg Gold oder 1 Bitcoin sind ein Haufen Kohle und dieses stellt ideale Wertspeicher für Banken usw. dar. (trotz des aktuellen 50% Abschlages bei BTC)
Das oben verlinkte Video von Der Bitcoin Podcast kann ich auch nur wärmstens empfehlen. Hab es mir damals 2x mal angehört beim Spazieren gehen. War sehr interessant.
Nicht „liefern“, versprechen. Ob das Versprechen aufgeht ist eben die Frage und vor allem eben vor dem Hintergrund, dass Bitcoin als solches eben keinen Ertrag hat.
Insofern finde ich das auch grundsätzlich immer etwas befremdlich, wenn gerade Bitcoiner, die ja Trading für Glücksspiel halten, die ja immer so viel Wert auf überprüfbares usw. legen, so etwas völlig irrationales wie diese Saylor Finanzprodukte so unkritisch sehen.
Es ist unsinnig einen Bitcoin Sparplan mit einem Unternehmen zu vergleichen. Das Geschäftskonzept eines Unternehmens basiert auf gewisse Annahmen. Das kann funktionieren und auch scheitern. Bitcoiner sein heißt nicht dass man nicht mehr an Unternehmungen glaubt.
Strategy hat bisher geliefert was sie versprochen haben. Wenn du 5 oder 10 Jahre Zeit brauchst um zu verstehen dass das bisherige Konzept auf einer soliden Basis errichtet ist, dann musst du eben so lange warten. Allein die Dollar Reserve genügt aktuell um die Dividenden ca. 2 Jahre lang zu bezahlen.
Die Wahrscheinlichkeiten eines Kollaps. Das ist eigentlich der eigentliche Streitpunkt. Die einen meinen das sei alles extrem fragil und nur ein paar Schritte von der Klippe entfernt. Andere wiederum zeigen auf wie unwahrscheinlich aktuell eine Pleite für Strategy ist. Selbst am bisherigen Tiefpunkt, nachdem praktisch alle Bitcoin Treasury Unternehmen um über 50% korrigiert haben, hält Strategy ein mNAV von über 1 und akkumulierte im schlechten Jahr 2025 weiter Bitcoin.
Die Zahlen lügen ja nicht. Der Bitcoin Preis muss unter 10k gehen und da für einige Jahre bleiben, damit Strategy in ernsthafte Bedrängnis kommt. Und das soll unsicher sein? Für ein Unternehmen? Ist es nicht. Ob man persönlich das Risiko eingehen will ist jedem selbst überlassen. Aber es gibt viele Unternehmen die agieren mit viel mehr Risiko und würden viel früher pleite gehen und niemals so viel Druck aushalten wie Strategy. Deswegen ist das Risiko objektiv, relativ zu anderen Marktteilnehmern, sehr gering.
Ich haben das GEFÜHL, dass auch sehr viele HODLer Rohölphantasien pflegen. Anders kann ich mir den Erfolg von Firefish und Co nicht erklären.
Der Währungswettbewerb lebt und strebt mit Bitcoin immer neue Ausmaße an.
Ich möchte mal an dieser Stelle daran erinnern wie viel sicherer Bitcoin in Eigenverwahrung ist bzw. wie sehr man selbst die Kontrolle darüber hat. Normalerweise verteidige ich das Geschäftsmodell von Bitcoin Treasury Unternehmen und daran hat sich nichts geändert. Aber es ist immer wieder interessant zu sehen wie unterschiedlich die Garantien sind die man hat oder nicht hat.
Die meisten kennen die Einlagensicherung bei Banken. Guthaben bis 100.000€ pro Bank werden garantiert. Viele wissen auch das Wertpapiere zum Sondervermögen gehören. Geht der Broker Pleite, gehören die Wertpapiere der Kunden nicht zu Insolvenzmasse.
Neu war für mich dass es auch eine Absicherung für Wertpapiere bis maximal 20.000€ gibt. Da fragt man sich natürlich wofür das gut sein soll, weil der Besitz an den Wertpapieren doch garantiert ist. Es gibt zwar das Szenario, dass eine Verwahrstelle wie Clearstream massive Probleme kriegt, aber die Szenarien wirken schon ziemlich apokalyptisch und unwahrscheinlich. Es geht aber viel einfacher: Sollte der Broker fatalen Datenverlust haben oder illegalerweise Wertpapiere der Kunden verleihen oder verkaufen, dann kann es passieren dass die Kunden unwiderbringlich ihre Wertpapiere verlieren. Dann hilft es auch nicht wenn der Broker vor Gericht kommt und im Gesetz geschrieben steht dass der Kunde ein Anspruch auf die Wertpapiere hat. Dann sind die weg und in so einem Szenario hat man dann Anspruch auf 20.000€ ![]()
Ganz nett für alle die nur ein wenig mit Aktien rumgemacht haben, aber eine Katastrophe die ein Vermögen verlieren.
In diesem Kontext sollte man vielleicht bei der Brokerauswahl auch auf eine gewisse Qualität und Vorgeschichte achten und nicht einfach zum billigsten greifen was die Brokerlandschaft aktuell bietet.
Tja, und das kann theoretisch mit MSTR Aktien passieren, dass die plötztlich weg sind und die Entschädigung nur ein winzigen Bruchteil des Verlust deckt. Mit Bitcoin in Eigenverwahrung ist man selbst verantwortlich und muss nicht fürchten dass man Opfer von Betrügern oder technischen Katastrophen wird. Und wenn doch, war man selbst verantwortlich, man muss nicht anderen vertrauen.
So ist es. Strategy-Aktien sind ein Hebel auf Bitcoin, mit allen Chancen und Risiken, ganz einfach. Ich selbst habe ein paar, aber im Verhältnis zu Bitcoin nur etwa 1:100. Mehr als kleinen “Zock” nebenbei. Wer mit der Brechstange vermögend werden will, hat mit Strategy sicher eine brauchbare Option hierfür, aber das Risiko steigt dann halt. Wobei bei Strategy dieses Risiko tatsächlich noch relativ überschaubar ist.
Die Buchwert-Eigenkapitalquoten betragen bei den Banken im Euroraum 5,9 % der Bilanz. Wenn man ängstlich veranlagt ist, dürfte man dort eigentlich gar keine nennenswerten Ersparnisse halten. Im Verhältnis zur Bilanzsumme hält Strategy aktuell 80% Eigenkapital. Die meisten Aktiengesellschaften haben indes nicht mehr als 18% EK, und wie sich deren Geschäftsmodelle beim aktuellen Fortschritt der KI entwickeln, erscheint mir kaum vorhersehbar.
Eine Frage, die für mich hieraus resultiert:
Bitcoin ist bekanntlich kein Wertpapier, sondern “sonstiger Vermögenswert”, dessen Verwahrung durch die Börse in der Regel durch die Gutschrift auf einer custodial Wallet erfolgt. Er ist allerdings auch kein Guthaben in Form von Währung, so dass die Einlagensicherung nicht greifen dürfte.
Wie steht es also um die Bitcoin-Guthaben in Börsenwallets im Falle einer Insolvenz der Börse?