MiCa-Frist 01.07.2026 - Auswirkung auf Börsen

Hallo zusammen,

am 01. Juli 2026 läuft die MiCa Frist ab. Laut einigen Experten wird es dann schwierig für EU-Bürger bei non-MiCa Börsen. (Was wollen sie dagegen machen..)

Wie geht ihr damit um? Nutzt ihr nur noch MiCa-Börsen oder KYC-freie Möglichkeiten?

Bin als alter Hase schon immer bei Binance und diese ist (Stand: 31.05.2026) nicht MiCa-lizensiert. Ja es gibt bessere Börsen, aber ich war bisher immer zufrieden und nutze es primär als Gateway zur Wallet (USDC→BTC) :smiley:

Übrigens: Auf der Seite Is your crypto exchange MiCA-licensed? - The Crypto Register kann man checken, ob die genutzte Börsen MiCa-lizensiert ist. Bei Binance steht hier “You need to act”. Daher frage ich mich, ob ich hier wirklich handeln muss oder ob es nicht wieder EU-Kindergarten ist. Ich glaube Binance interessiert das ziemlich wenig..

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Ich klinke mich mal ein, ich mache auch viel auf MEXC und die sind stand jetzt ja auch noch nicht MiCA reguliert. Bin mal gespannt ob man dann zum auscashen aufgefordert wird oder ob SEPA Überweisungen noch funktionieren. Bisher halten sich wohl alle Börsen sehr bedeckt aber oftmals kommt sowas ja dann sehr plötzlich.

Ich hab als Backup zwar auch ein paar MiCA Börsen, aber insb. was Futures angeht, ist man mit MiCA ja ziemlich limitiert.

In letzter Zeit nervt die EU mal wieder ordentlich. Ein bisschen regulatorische Klarheit und nicht alle 5min. der nächste Krypto Hammer wäre mal ganz nett.

Ja ich denke bis man wirklich von den Börsen aufgefordert wird alles auszuzahlen wird noch Zeit vergehen oder die Börsen lassen sich lizensieren. Auf Binance lassen sich als EU-Bürger keine USDT mehr halten. Es wirkt so als würde man bereits kurz vor MiCa-Lizensierung stehen, ansonsten wäre USDT für mich noch handelbar.

Ich habe eh nur Kleinmengen auf Börsen daher warte ich erstmals ab und reagiere dann. Es wird bestimmt einen Shitstorm geben, denn Binance und co. wird in der EU immer noch sehr stark genutzt.

Ich hab den MEXC Support mal angeschrieben, da kam ziemlich schnell eine Antwort.
Alles etwas schammig und wenig konkret, außer das man sich nach kräften bemüht alle legalen Anforderungen der Länder nachzukommen und auf meine konkrete Frage ob absehbar ist das ich meine Assets abziehen muss oder services eingeschränkt werden kam: “Erstmal nicht, falls ja informieren wir sie”.

Alles schwammig, aber ich denke die machen erstmal weiter und schauen, evtl. laufen im Hintergrund Bemühungen zur Lizenz.

Worst Case ist denke ich damals so wie bei Bitvavo, das man dann 30 Tage Zeit bekommt seine Assets abzuschließen und vermutlich muss man sich dann als EU Bürger neu registrieren wenn die Lizenz da ist.

Das die Assets einfach weg sind glaub ich weniger, aber große Summen halte ich trotzdem nicht auf der Börse, wäre aber imho eh generell best practice.

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Habe mich jetzt auch nochmal intensiver reingelesen und so wie ich das verstanden habe dürfen die nicht-MiCa Börsen ab dann keine deutschen Neukunden mehr ansprechen. Wer also Bestandskonto ist, für den sollte sich erstmals nichts ändern. Kann aber natürlich sein, dass ein paar Börsen nachziehen oder die deutschen Anleger bitten ihre Assets abzuziehen.

Ich denke die Oberflächen werden dann einfach auf Englisch sein, was teilweise eh schon immer der Fall ist. Selbst die Schweizer sind davor nicht geschützt weil das schweizer-deutsch auch dazuzählt.

Lang hin ist es ja nicht mehr bis zum 1.7. Wäre ja schön, vorher frühzeitig zu wissen, ob man bei MEXC besser alles abzieht.

Klingt nicht schlecht, du meinst sicher den Artikel 61?!
Wer den formuliert hat gehört echt gesteinigt :D aber ja, ich gebe dir recht, könnte man so lesen.

Ich für meinen Teil warte erstmal ab. Ich gehe davon aus das man im Zweifel vorher informiert wird und die Assets abziehen kann.

Allgemein sollte man aber keine gigantischen Werte auf einer Börse lassen (ist imho sowieso best practice).

Ich für meinen Teil weis wie und wohin ich meine Assets im zweifel versende.
Ich habe zwei MiCA regulierte Börsen als Backup.
Ich würde jedem Empfehlen vorher mal eine Testüberweisung zu machen, das erste mal einen “Satoshi Test” zu durchlaufen ist schon so ne Sache. Technisch kein akt, aber man fühlt sich wie ein Schwerverbrecher unter Generalverdacht :D und besser das mal ohne Streß zu machen also später unter Eile wo dann Fehler passieren können.

Und erstmal keine Panik… dann wird das schon.
Imho ist das von der Regulatorik auch bewusst gewollte Unsicherheit. Man will die Leute einschüchtern.

Problem ist unter Umständen aber auch ein laufender Trade, der vielleicht gerade nicht günstig steht ;-). Wenn man den dann gezwungener Maßen im Verlust schließen muss, dann vielen Dank EU. Ich hatte gestern bei pionex angefragt. sehr ähnliche schwammige Antwort wie bei MEXC. So wie ich es lese soll ja sowohl die Bereitstellung für EU Bürger, als auch die Nutzung durch den EU Bürger selbst ab dann illegal sein, wenn nicht micar/ casp reguliert :-/

Aus diesem Grund werde ich keine Future Trades auf nicht MiCA Börsen öffnen.
Dafür hab ich mir, auch wenn die Gebühren hier etwas höher sind eine MiCA Börse organisiert.
Spot würde ich erstmal unangetastet lassen, zur Not wird es da sicher die Möglichkeit für einen Transfer auf entweder HW Wallet oder eben auf eine Ausweichbörse geben.

Ich warte es erstmal ab, aber bin vorbereitet.

Was evtl. interessant wäre, wie andere den Artikel 61 interpretieren?!
Man findet den Originaltext auf der EU Webseite wenn man nach “CELEX_32023R1114_DE_TXT” googelt.