Meine Erfahrungen mit dem Bitaxe Game 602 – Tipps & Tricks
Ich habe mir über einen Freund zwei Bitaxe Game 602 gekauft.
Vorab: Ich betreibe kein klassisches Mining mit ein paar Cent Gewinn pro Tag, sondern spiele bewusst das Lotterieglück – also die Chance, einen ganzen Block zu finden.
Aktuell läuft je ein Gerät auf Bitcoin und eines auf Bitcoin Cash. Langfristig möchte ich auf 4× Bitcoin und 4× Bitcoin Cash kommen.
Wichtig: Bevor du loslegst, solltest du dir bewusst sein, wofür das Gerät gedacht ist. Gute Anleitungen und Tutorials gibt es im Internet genug.
1. Auspacken
Einfach auspacken, Netzstecker rein – das Bitaxe startet sofort.
Die gewünschte Position kannst du auch später noch wählen.
2. Einstellungen
Sobald das Gerät läuft, dreht der Lüfter kurz laut auf und regelt sich dann herunter.
Vorher solltest du dir einen Mining-Pool und deine Wallet-Adresse bereitlegen.
Die genaue Einrichtung ist im Internet gut beschrieben.
Sobald Pool und Adresse eingetragen sind, läuft das Bitaxe von allein.
Du kannst dich entspannt zurücklehnen und ab und zu auf der Pool-Seite nachschauen, ob du einen Block gefunden hast.
Aber jetzt kommt das i-Tüpfelchen:
3. Standardeinstellungen
Im Werkszustand läuft das Gerät bei ca. 40 % Lüftergeschwindigkeit, 625 MHz und 1250 mV Core Voltage.
Damit erreicht man etwa 1,25 TH/s.
Die ASIC-Temperatur liegt bei ca. 41 °C, die Voltage-Regulator-Temperatur bei ca. 45 °C. Der Lüfter ist deutlich hörbar, ab 45 % wird es unangenehm.
4. Übertakten
Viele Bitaxe kommen bereits übertaktet an (bei mir war es so).
Im Durchschnitt erreichen Nutzer damit ca. 1,65 TH/s – ein spürbarer Boost.Temperatur-Limits (24/7-Betrieb):
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ASIC max. 50–60 °C
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Voltage Regulator max. 60–70 °C
Meine aktuelle Einstellung: 800 MHz bei 1250 mV → ASIC ~51 °C, Voltage ~62 °C.
Bis 825–830 MHz wäre noch möglich, aber die Temperaturen steigen dann deutlich. Ab ca. 65 °C ASIC-Temperatur beginnt das Gerät zu drosseln. Über 80 °C Voltage-Temperatur verkürzt sich die Lebensdauer stark.
5. Upgrade – Leiser & kühler
Der serienmäßige Lüfter ist für Dauerbetrieb gewöhnungsbedürftig. Ich habe ihn durch einen Noctua NF-A4x20 5V PWM ersetzt.
Er braucht zwar etwas höhere Drehzahl (aktuell 60 % statt 50 %), ist dafür aber praktisch unhörbar – selbst wenn man das Ohr direkt davor hält.
Zusätzlich habe ich mir einen Bitaxe Tower (Plastikgehäuse mit Platz für einen großen Lüfter) gekauft und einen Noctua NF-F12 5V unten montiert.
Vorher lag die Voltage-Temperatur bei ~65 °C – jetzt bei 50 °C.
Der große Lüfter verbraucht extrem wenig Strom (über 7 Tage Vollast an einer 20.000-mAh-Powerbank).
5.1 Vibrationsdämpfung
Das Plastikgehäuse überträgt Vibrationen sehr gut.
Deshalb habe ich die Bitaxe und den großen Lüfter mit 2 mm dickem Gummi (in Streifen) entkoppelt, sodass sie das Gehäuse nirgends berühren.
Zusätzlich habe ich einen 5-V-Regler für den großen Lüfter verbaut und ihn auf ca. 50 % PWM laufen. Ergebnis: Der Geräuschpegel ist um mindestens 50 % gesunken.
Jetzt hört man praktisch nichts mehr.
Fazit
Wer einfach nur Spaß haben und auf das große Los hoffen möchte, ist mit dem Bitaxe super bedient.
Die Chance, einen Block zu finden, ist natürlich extrem gering – bei Bitcoin Cash etwas höher als bei Bitcoin, aber trotzdem Lotterie.
Man kann die Geräte einfach laufen lassen, einmal pro Woche oder Monat reinschauen und auf sein Wallet hoffen.
Bei vier Bitaxe liegen die Stromkosten bei ca. 100–120 Watt. Für mich ist es vor allem ein Spaßprojekt.
Wer wirklich ernsthaft Blöcke finden möchte, braucht deutlich leistungsstärkere Hardware.
Hier ein Bild, wie die Bitaxe mit leichtem OC ohne Lüfterupgrade läuft.
Hier die Bitaxe ohne Oc und ohne Lüfterupgrade.
Hier das leichte OC mit Lüfterupgrade.


