Hallo zusammen,
ich bin hier neu und wollte euch mal zeigen, woran ich in den letzten
Monaten gesessen habe.
Letztes Jahr habe ich mir fast gleichzeitig zwei Sachen hingestellt,
einmal eine Full Node auf Umbrel (Raspberry Pi 5) und dann noch eine
Nerdaxe Gamma zum Solo Mining. Beim Aufbauen habe ich KI als Werkzeug
benutzt, und irgendwann kam mir dann der Gedanke, dass man damit ja
noch weiter gehen könnte. Also nicht nur die Geräte hinstellen, sondern
auch was drumherum bauen.
Rausgekommen sind ein paar Sachen, die auf GitHub liegen. Drei davon
haben mit Bitcoin zu tun, um die geht es hier.
Zwei davon sind sogenannte MCP-Server. Falls euch das nichts sagt, MCP
ist ein offener Standard, über den ein KI-Assistent an externe Daten
rankommt. Der rät dann nicht irgendwas zusammen, sondern fragt einfach
das Gerät. Wer schon mal mit Claude Code gearbeitet hat, kennt das
Prinzip wahrscheinlich.
Der erste heißt nerdaxe-mcp und liest den Miner aus. Ich frage also
„läuft die Nerdaxe sauber?“ und kriege die Werte direkt aus dem Gerät
zurück:
Hashrate: 1030,4 GH/s (1h-Schnitt 1029,2)
ASIC-Temp: 63,4 °C (Limit 72)
Leistung: 17,2 W bei 16,7 J/TH
Lüfter: 55 % bei 4262 rpm (auto)
Pool: verbunden, 254 Shares, 0 abgelehnt
Der zweite ist bitcoin-node-mcp und macht im Prinzip dasselbe für die
Node, also Sync-Stand, Mempool, Peers und Netzwerk.
Beide fragen nur ab, mehr nicht, und laufen komplett lokal gegen die
eigene Hardware. Ein paar Sachen habe ich dabei bewusst weggelassen.
Bei der Peer-Abfrage kommt zwar die Anzahl und der Ping zurück, aber
keine einzelnen Peer-Adressen, und die eigenen lokalen Adressen lasse
ich auch raus. Wenn man sich schon eine eigene Node hinstellt, will man
die Daten hinterher ja schlecht irgendwo hinschicken.
Das dritte Ding ist der Bitcoin Guardian, und der funktioniert etwas
anders. Die MCP-Server antworten nur, wenn ich frage, aber der Guardian
schaut von alleine nach und meldet sich, wenn was nicht stimmt. Der
guckt sich Sync-Stand, Peers, Mempool, Plattenplatz und Uptime an und
macht daraus eine Einstufung mit Begründung. Nicht synchron oder
weniger als drei Peers ist kritisch, und bei wenigen Peers, fehlenden
eingehenden Verbindungen oder einem Mempool über 300 MB gibt es eine
Warnung.
Der läuft erstmal ganz ohne LLM, also nur mit festen Regeln. Wer will,
kann zusätzlich einen Agent-Modus anschalten, der die gleichen Daten
auswertet und einen Bericht draus schreibt. Da habt ihr die Wahl
zwischen Claude über die API und einem lokalen Modell über Ollama. Wenn
euch die Cloud nicht geheuer ist, nehmt ihr Ollama, dann bleibt alles
im Haus. Und falls doch jemand die API nimmt, gehen da genau die Werte
von oben raus, sonst nichts. Keine Zugangsdaten, keine Wallet-Daten.
Was ich noch eingebaut habe, ist eine Prüfung gegen Halluzinationen.
Jede Zahl, die das Modell ausspuckt, wird gegen die Rohdaten
gegengeprüft, und was da nicht vorkommt, wird markiert. Ein Modell, das
über meine Node redet, soll sich schließlich keine Zahlen ausdenken
können.
Insgesamt ist das alles nur Lesen und kein Schreiben. Auch der Guardian
macht nichts von selbst, der schaut nur und schreibt seinen Bericht.
Ich will einfach nichts haben, das mir an der Node irgendwas
umschaltet.
Getestet habe ich das Ganze gegen meine eigenen Geräte, also Nerdaxe
Gamma auf V1.0.37.2-LTS und Bitcoin Core 31.0 auf Umbrel. Bei anderer
Hardware oder älterer Firmware kann es also durchaus haken. Falls bei
euch was nicht läuft, sagt mir einfach Bescheid, dann kümmere ich mich
drum.
Ist alles Open Source unter MIT. Wenn es jemandem was bringt, nehmt es
euch. Und wenn jemand was Besseres draus baut, umso besser.
Text mit KI geschrieben und selbst überarbeitet. Projekte und Messwerte
sind meine.