Ledger: FIFO gezielt nach Alter der Coins erfüllen

Hallo in die Runde,
mittlerweile existieren Hinweise auf eine exaktere Vorgehensweise der Steuerbehörde dahingehend, dass darauf geachtet wird aus welchem „Konto“ innerhalb der Keystruktur ein Satoshi die Wallet verlässt - ohne Rücksicht darauf, ob der Empfänger man selbst war oder ein Fremder. Angeblich wird sogar darauf geachtet, dass die bewegten Satoshis genau die sind, die seinerzeit eingebucht wurden. Man achtet also darauf aus welcher Empfangs-Adresse bewegt wurde und zieht genau dieses Emfangsdatum zur Beurteilung der Haltefrist heran.

Das bedeutet, dass man bei jedem Transfer die richtige Adresse ansprechen bzw. leeren muss um kein Problem zu bekommen !
Meine Frage ist nun, wie ich in der Ledger Live App sicherstelle dass genau die entsprechend richtige Adresse geleert wird.

Ich nutze zwar kein Ledger, aber du wirst dort doch sicherlich Coin Control nutzen können?! Damit müsste es funktionieren

Edit: über diesen Link bekommst du erklärt, wie du es nutzt

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danke dir, die Antwort hat sehr geholfen. :smiley:

Sehr gerne :)

Ja schau, dann wird die These von mir, und einigen weiteren Usern, genau so eintreffen, wie schon damals die „Depottrennung“ in Krypto laut BMF Schreiben aus 2022 , interpretiert wurde. Von daher bewegen sich die, die schon damals diese Art der Depottrennung gelebt haben wohl im sichereren Fahrwasser.
Reine Hodler tangiert das freilich nicht/kaum.

Oder einfach nicht die Werbeapp Ledger Leve verwenden, sondern eine gute Wallet wie Sparrow Wallet :grin:

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Sparrow erleichtert einiges. Es ging eine Weile bis mir klar wurde das Sparrow nicht nur eine Companion Software (Open Source) ist, sondern Companion für alle Hardware Wallets darstellt. Die Apps halte ich dennoch alle auf dem neusten Stand.

Ich kann die Sichtweise der Steuerbehörde verstehen, denn wie will die zweifelsfrei feststellen, ob man Coins an Fremde oder eine weitere eigene Wallet transferiert hat. in letzterem Fall würden bei normaler Betrachtung niemals Steuern anfallen können weil die Coins mich als Eigentümer nicht verlassen haben.

Hat man Depottrennung nur auf der Ebene „Account/Konto“ gelebt ( Stelle 3 des Derivationpass, m:44: 0 : 1 :0:0 ) , also nicht auf der „Adresse“ Ebene ( Stelle 5 ), müßte es auch nichts ausmachen wenn man steuerfrei ist mit den Coins.
Ansonsten aber , hatte man Coins im Shortbereich, könnte es sein das man mal nen Backtest durchführen sollte.

Ich schaufele gerade nach und nach die „Konten“ meiner Ur-Wallet um in eine ganz andere (neue) Wallet, innerhalb der es dann auch keine innere Historie mehr gibt. Steuerlich muss ich dabei eben aufpassen, nur Eingänge zu bewegen, die älter als 1 Jahr sind. Denke so kann mir keiner ans Bein pinkeln.

Danke für den Hinweis.
Bin dabei mir das anzuschauen. Tue mich augenblicklich noch schwer bei Sparrow durchzublicken.