Kritik an Firefish – was ist dran?

Hallo zusammen,

ich habe bei Firefish 10.000 € als Kredit investiert (Rückzahlung: 11.000 €) und bin gerade verunsichert.

Es gibt ein Video mit heftigen Vorwürfen – die Beleidigungen gegen Roman finde ich daneben, aber der Inhalt macht mich nachdenklich.

Eigentlich war mein Plan, im Notfall noch nachzuschießen, falls der Kredit kurz vor der Liquidation steht. Aber wenn die Kritik berechtigt ist, frage ich mich, ob das überhaupt sinnvoll wäre – immerhin liegt schon die doppelte Menge Bitcoin als Sicherheit hinterlegt.

Hier der Link auf xMeine Frage:

Wie schätzt ihr die Vorwürfe ein? Was sagt die Community dazu?

Vielleicht könnte Roman das Thema in einem separaten Video einordnen.

Vielen Dank!

1 „Gefällt mir“

Kurz und bündig: Spinner der Typ.

Keine Panik, es müsste schon einiges passieren, das du deine 11k nicht bekommst.

Die mögliche Liquidation zb. kannst du selbst vornehmen, du kannst es aber auch firefish überlassen (was die meisten wohl auch tun).

FF ist auch nicht Besitzer weil sie ja auch nicht 2/3 Keys haben.. Er tut ja so, als ob FF auf die hinterlegten bt zugreifen könnte.

Persönlich würde ich nie btc für fiat hinterlegen. Das ist aber ein anderes Thema.

FF ist nicht perfekt, keine Frage, aber er hat da auch viel durcheinander gebracht.

Ich schaue immer gerne, was macht der Typ sonst so. Wenn man sich seinen anderen contest anguckt, kommen mir doch einige Zweifel.

1 „Gefällt mir“

Warum nennt er den Blocktrainer Kommunistentrainer??? Das ist eine ernst gemeinte Frage?

Abgesehen von den Beleidigungen und Sticheleien gegen Roman: Warum?

Ich habe nicht viel über Firefish gewusst, habe daraufhin aber mal selbst in die Dokumente geschaut die er angesprochen hat. Du trittst dein Eigentum an den hinterlegten BTC ab, damit hat er, schwarz auf weiß bewiesen, faktisch Recht. Das wäre für mich persönlich schon Grund genug niemals bei Firefish einen Kredit aufzunehmen und diesen mit (funfact: dann nicht mehr meinen) BTC als Sicherheit zu hinterlegen. Ein „Bootsunfall“ bei Firefish und man steht mit heruntergelassenen Hosen da.

Ach ja, und das man im Streitfall dann alles vorm tschechischen Gericht austragen muss, ist natürlich auch nicht so richtig geil…

Er hat nicht ganz Unrecht. Deswegen würde ich persönlich, wie gesagt, auch nie btc irgendwo für irgendwas hinterlegen.

Ich bin auf FF nur Kreditgeber. Kredit bekomme ich auch viel günstiger von der Bank, dafür brauche ich FF nicht.

Das einzige echte Risiko ist, das FF komplett von heute auf morgen verschwindet. Ein Gericht braucht man da nicht mehr bemühen.

Für mich ist er aufgrund seiner Art und sonstigen Content ein Spinner, jemand mit dem ich nie meine Zeit verbringen würde.

2 „Gefällt mir“

Okay, dazu kann ich nichts sagen. Ich weiß noch nicht einmal wer der Kerl ist. Mit Mühe und Not hab ich seinen arroganten und abfälligen Ton ausgeblendet weil ich einfach doch schnell hellhörig geworden bin (bei den erwähnten redflags zu FF) :smiley:

1 „Gefällt mir“

Ob er mit der multisig Thematik recht gar, weiß ich nicht. Wenn ja, wäre das ein dickes Ei.

Dann entschuldige ich mich persönlich bei ihm :grinning_face_with_smiling_eyes:

1 „Gefällt mir“

Weil der Kerl ein menschenverachtender Rassist ist und nahezu sein kompletter Content auf Beleidigungen und Schwachsinn aufbaut.

Hat er nicht, so wie ich das sehe. Er hat einfach die Punkte 6.5 und 6.6 im Vertrag ignoriert.

Es handelt sich nämlich nur um einen bedingten Eigentumstransfer. (laut ChatGPT nennt man das im Fachjargon “Sicherheitsübereignung”, aber ich bin kein Anwalt).

Jedenfalls ist es wohl so, dass man das Eigentum erstmal nur bedingt an Firefish überträgt, und erst im Falle einer Liquidation, dieses vollständig an FF übergeht. Deswegen ist das wohlnämlich auch nicht bei denen auf der Bilanz und auch nicht - anders als er behauptet - Teil der Insolvenzmasse.

1 „Gefällt mir“

Wo er eben daneben liegt sind seine “Executer” Sache. Das liegt nicht bei FF wenn du das als Kreditgeber nicht willst. Du kannst wählen, ob du selbst der “Executer” sein willst. Und damit fällt auch seine Argumentation zu Multisig.

Ich glaube das ist genau der Part der etwas „tricky“ ist.
In 6.1 steht, dass das Eigentum ab dem Zeitpunkt der Einzahlung an FF übertragen wird.
6.5 und 6.6 lese ich als „Ergänzung“, die beschreiben, wann das Eigentum entweder zurück zu dir übertragen wird oder unumkehrbar dann Eigentum von FF bleibt.

Soll heißen:
6.1 besagt, DASS das Eigentum an FF übergeht.
6.5 und 6.6 erläutern Bedingungen unter denen das Eigentum zurück an den Kreditnehmer geht, ODER bei FF bleibt.

Wie gesagt, ich bin kein Anwalt, aber ich will damit nur sagen, dass es scheinbar nicht so ein “glasklarer Beweis” ist, wie er vorgibt.

Habe ein paar verschiedene AIs befragt und die sind sich alle einig, dass es erstmal nur ein formeller Eigentumsübergang ist, aber eben nur bedingt und eben nicht Teil der Insolvenzmasse werden, weil eine Art Treuhandregelung vorliegt und der Kunde “wirtschaftlicher Eigentümer” bleibt.

Im deutschen Insolvenzrecht (§ 35 InsO, § 39 AO, §§ 47 ff. InsO) gilt:

  • Alles, was im Eigentum des Schuldners (hier: Firefish) steht, fällt grundsätzlich in die Insolvenzmasse.

  • Ausnahme: Wenn ein Dritter nachweisen kann, dass er wirtschaftlicher Eigentümer ist oder ein Aussonderungsrecht (§ 47 InsO) hat.

    • Klassisches Beispiel: Sicherungsübereignung von Autos oder Waren → sie erscheinen zwar formal im Vermögen des Sicherungsnehmers, gehören aber nicht zur Insolvenzmasse, da sie nur sicherungsweise übertragen wurden.

    • Der Sicherungsgeber (hier: Borrower) kann Aussonderung verlangen.

→ Müsste man aber alles wohl mal mit einem Anwalt/Steuerberater klären.

Der sich mit tschechischem Recht auskennt. Deutsches Recht findet keine Anwendung, das wird, sofern ich das richtig gelesen habe, unter 8.4 ausgeschlossen. Aber grundsätzlich hast du Recht, ja. Nur dann kann man das halbwegs sicher sagen.

Richtig, aber der Spinner tut so, als wäre es ein sicherer Beweis. Was aber nicht stimmt.

na ja, aber alleine die Tatsache, dass man das Eigentum an seine Bitcoin abtritt, ist schon ein Grund für mich Firefish niemals zu nutzen. Meine Bitcoin gehören dann nicht mehr mir.

Das meint ChatGpt:

  1. Du gibst Eigentum ab: Deine Bitcoin gehören rechtlich nicht mehr dir, sobald sie als Collateral hinterlegt sind.
  2. Kursabhängiges Default-Risiko: Bitcoin-Preisrückgang kann einen LTV-Default auslösen, selbst wenn du deine Raten bezahlst.
  3. Plattform-Risiko: Die Plattform kontrolliert die Coins. Technische Probleme, Insolvenzen oder Hacks könnten dein Eigentum gefährden.
  4. Keine Kontrolle: Du kannst während der Laufzeit nicht auf die Coins zugreifen.
  5. Restschuld: Bei starkem Kursrückgang deckt die Sicherheit unter Umständen nicht die gesamte Schuld, du bleibst haftbar.

Meiner Meinung nach, sollte man dort nur Bitcoin hinterlegen, die man bereit ist zu verlieren. Das muss jeder für sich selber entscheiden.

Das stimmt wohl nicht, bzw. nur bedingt. Firefish wird “formeller” Eigentümer, aber wirtschaftlicher Eigentümer bleibst du, weil es nur eine bedingte Sicherheitsübertragung ist.

Naja, das liegt ja in der Natur der Sache, bei einer hinterlegten Sicherheit?! Das ist doch kein gutes Argument.

Nein, die Plattform kontrolliert eben NICHT die Coins, in diesem Sinne. Es gibt vorsigniertes PSBTs, die auch durch die Plattform dann nichtmehr geändert werden können.

Siehe Punkt 2. Außerdem wäre die “Sicherheit” dann ja auch etwas witzlos.

Siehe ebenfalls Punkt 2.

Da gebe ich dir Recht :+1:. Aber auch Roman hat meines Wissens nach niemals behauptet, dass die Plattform komplett risikolos sei. Und das Risiko, dass man seine Coins verliert, halte ich persönlich dennoch für relativ gering.

zu Punkt 2) wenn ein LTV-Default ausgelöst wird, dann werden die Coins sofort übertragen und du bist sie los. Dadurch, dass es autom. ausgelöst wird, hast du keine Chance zu sagen: “Wartet mal, ich gebe euch noch mehr Bitcoin als Sicherheit”, so dass das der Default nicht ausgelöst wird. So habe ich es verstanden. Bei Auslösung Bitcoin sofort weg. Das sehe ich als Nachteil, da man ja darauf spekuliert, dass BTC immer mehr Wert wird.

Des Weiteren muss man sich im Klaren sein, dass man sich im Streitfall mit dem slowakischen Gericht auseinandersetzen muss. Ist vielleicht auch etwas umständlich.

Ich finde die Idee gut, aber irgendwie bin ich noch ein bisschen skeptisch.

das ist alles nicht ganz lückenlos.

Was ich so aus den Protokollen lese, ist das größere Risiko aber beim Investor, wenn er an einen böswilligen Kreditnehmer gerät.

Im Klagefall habe ich uU mit einem weiteren Gerichtsstand zu tun, dem des Kreditnehmers.