Krisen-Vorbereitung

Hi,

angenommen es kommt wirklich einmal zu einer ernsten Krise.

Angenommen Internetbetreiber werden angegriffen.

Wie komme ich an meine Bitcoin?

Wenn ich meine Bitcoin-Verwaltung über eine Kryptohandelsplattform erledige, sieht es vermutlich schlechter aus, als wenn ich die Bitcoin-Verwaltung selber in einer Bitbox erledige. Aber auch die Bitbox benötigt eine Internetverbindung.

Die einzige Lösung, die mir einfällt, für den grausamen Notfall, ist Internet über Satellit.

Heutzutage muss man sich auch wirklich über alles Gedanken machen.

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In so einem Szenario sind deine BTC-Bestände das geringste Problem, denn wenn es kein Internet mehr gäbe, stünde die Welt in Schutt und Asche und du könntest gleichzeitig nichts mit deinen BTC anfangen, selbst wenn du darauf Zugriff hättest, da sie niemand empfangen könnte.

Daher musst du dir über so ein Szenario gar keine Gedanken machen ;-)

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Die Ukraine zeigt dir das Gegenteil zu deiner Antwort.

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Ohne Internet geht nichts, keine Kasse im Supermarkt, keine Zapfsäule, vermutlich würdest Du auch erstmal garnicht erfahren was überhaupt passiert ist. Es erscheint nämlich auch keine Zeitung. Da helfen nur Konserven und eine volle Badewanne Wasser. Vielleicht könntest Du am Wochenmarkt noch Lebensmittel kaufen, aber finde mal einen Verkäufer der seine Lebensmittel gegen Geld eintauscht mit dem er nichts anfangen kann.

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Wohl dem, der ein paar 1g Goldplättchen daheim hat.

Inwiefern genau soll die Ukraine das Gegenteil belegen? Die Ukraine als Beispiel bestätigt doch genau meine Antwort.

Man sollte nicht gleich einen Punkt nach einem Internetausfall machen.

Jeder sollte sich halt wenigstens ein paar Gedanken machen, was mit der sogenannte Krisenwährung Bitcoin bei einer Krise wirklich passiert.

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Die kannst auch nicht Essen und niemand wird Lebensmittel gegen Gold hergeben. Wichtig ist ein Dach über dem Kopf das man verteidigen kann und eine Wärmequelle die ohne externe Betriebsstoffe funktioniert. Holzofen ist schonmal gut.

Wie lange fällt in deinem Szenario das Internet aus? Fällt es weltweit aus?

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Wenn man nichts zu tun hat, dann kann man das sicherlich machen, ansonsten macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, sich mit einem Szenario zu befassen, dass mit sehr, sehr, sehr … großer Wahrscheinlichkeit nicht eintreten wird.

..wird immernoch größeres Vertrauen vom Großteil der Gesellschaft geschenkt, weil seit 5000 Jahren bekannt und geschätz und eben “physisch” greifbar ist !!!

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Wäre ich mir im absoluten Fall der Fälle gar nicht so sicher. Denke nicht das jemand einen Sack Kartoffeln gegen ein glänzendes Stück Metall eintauschen wird, dessen Echtheit in den meisten Fällen nicht überprüft werden kann

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Also wenn nichts mehr geht würde ich niemals Lebensmittel gegen etwas anderes tauschen, Kartoffeln lassen dich länger überleben, Gold kannst mit in den Sarg legen…. aber wenns soweit ist, dann ist eh schon alles egal

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Du hast völlig recht, dass Selbstverwaltung (z.B. Bitbox, Hardware Wallet) in einer Krise besser ist, weil du selbst die Schlüssel kontrollierst. Ohne Internet ist der Zugriff auf das Netzwerk aber schwierig – eigene Wallets sichern nur den Besitznachweis. Transaktionen gehen erst wieder, wenn irgendeine Internetverbindung (z.B. über Satellit, vielleicht auch Mesh-Netzwerke oder Amateurfunk) verfügbar ist. Ein Backup deiner Wallet solltest du offline sicher aufbewahren, um im Notfall jederzeit wieder Zugriff zu haben.

Wurde alles schon durchdekliniert. Daher macht der Trump auch das, was er macht, aus diesen und ähnlichen zu erwartenden Problemen:

Man muss sich von der Vorstellung verabschieden, dass ein zweimonatiger Ausfall des Internets nur ein technisches Problem wäre. Er wäre ein Stresstest für eine Gesellschaft, die sich selbst für hochentwickelt hält, deren Funktionsfähigkeit aber an einer erstaunlich schmalen digitalen Nabelschnur hängt. In Deutschland würde das sehr schnell sichtbar werden. Kartenzahlung fiele großflächig aus, Bargeld würde vom selbstverständlichen Zahlungsmittel zum knappen Gut. In den Supermärkten gäbe es nach wenigen Tagen Lücken, nach ein bis zwei Wochen würde man anfangen zu rationieren. Nicht aus bösem Willen, sondern weil die Logistik ohne digitale Steuerung schlicht nicht mehr hinterherkommt. Apotheken würden improvisieren, Lagerbestände mobilisieren, Papierrezepte hervorholen – bis klar würde, dass insbesondere spezialisierte Medikamente nicht beliebig verfügbar sind.

Der Staat würde nicht zusammenbrechen, aber er würde langsamer, schwerfälliger, sichtbarer in seiner analogen Hilflosigkeit. Verwaltung, Sozialleistungen und Abrechnung liefen weiter, allerdings im Tempo vergangener Jahrzehnte. Das Faxgerät, lange belächelt, würde plötzlich wieder als ernstzunehmendes Arbeitsmittel gelten. Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr blieben einsatzfähig, kritische Infrastrukturen haben eigene Netze. Eine sofortige Anarchie wäre daher unwahrscheinlich. Unruhe hingegen sehr wohl, vor allem dort, wo viele Menschen auf engem Raum leben und gewohnt sind, dass Dinge einfach funktionieren.

Besonders deutlich träfe der Internetausfall das Gesundheitswesen. Medizinisch würde vieles weitergehen: Intensivstationen, Operationen, Notfallversorgung. Strom, Wasser und Sauerstoff fallen nicht einfach aus. Aber die stille Selbstverständlichkeit digitaler Organisation würde fehlen. Elektronische Akten, Laborbefunde, Medikamentenbestellungen, Terminplanung – all das würde plötzlich wieder mühsam, fehleranfällig und personalintensiv. Die Medizin wäre nicht schlechter, aber langsamer. Und genau darin liegt das Risiko: Nicht im fehlenden Wissen, sondern in der stockenden Organisation.

Am härtesten würde es das Finanzsystem treffen. Börsenhandel, Onlinebanking, internationale Zahlungsströme – ohne Internet praktisch nicht existent. Nach kurzer Zeit müssten Banken Bargeldabgaben begrenzen, Unternehmen könnten Löhne nicht mehr zuverlässig zahlen. In diesem Moment würde vielen klar, dass Geld längst kein physisches Gut mehr ist, sondern ein Versprechen, das nur funktioniert, solange die Netze stabil sind.

Psychologisch wäre der Effekt nicht zu unterschätzen. Informationslücken werden nicht leer gelassen, sie werden gefüllt – mit Gerüchten, Halbwissen und Angst. Wer Ressourcen, Netzwerke oder Rücklagen hat, käme besser durch. Wer sie nicht hat, schlechter. Städte wären verletzlicher als ländliche Regionen, Nachbarschaften wichtiger als Apps. Im schlechten Fall käme es zu politischer Zuspitzung, Notstandsmaßnahmen, nachhaltigem wirtschaftlichem Schaden und einem weiteren Vertrauensverlust in globale Abhängigkeiten. Im guten Fall würde der Internetausfall als Weckruf dienen: weniger digitale Naivität, mehr analoge Rückfallebenen, mehr Resilienz. Zwei Monate ohne Internet würden nicht zeigen, wie modern unsere Gesellschaft ist, sondern wie wenig sie geübt ist, ohne permanente Vernetzung zu funktionieren. Und vielleicht wäre genau das die eigentliche Erkenntnis.

Fazit: Mit viel Glück kommt man irgendwann an seine Coins, besonders Bitcoins. Der Angriff sollte aber möglichst im Frühjahr/Sommer erfolgen. Mit einem Umbrel-Fullnode ist man der Herr über seine Coins. Sobald das Internet zurück ist, läuft alles wieder wie vorher.

Quellen:
BSI – Gesetzliche Definition und Bedeutung Kritischer Infrastrukturen
– Angaben zu KRITIS‑Sektoren, darunter Informationstechnik und Telekommunikation, inkl. Versorgungskriterien und deren Bedeutung für Staat und Gesellschaft.

  1. BSI – KRITIS Sektorstudie Informationstechnik und Telekommunikation (öffentliche Fassung)
    – Beschreibt Funktionsweise, Abhängigkeiten und mögliche Auswirkungen von Beeinträchtigungen der IT/Telekommunikations‑Kritischen Infrastruktur.
  2. BBK – KRITIS‑Gefahrenlagen (All‑Gefahren‑Ansatz, Abhängigkeiten, Domino‑/Kaskadeneffekte)
    – Offizielle Risikoeinschätzung zu Störungen in KRITIS‑Bereichen und deren wechselseitigen Auswirkungen.
  3. BBK – Risiko‑ und Krisenmanagement Kritischer Infrastrukturen
    – Erläuterung, wie Behörden Szenarien, Risiken und Folgenabschätzungen für KRITIS erstellen.
  4. BBK – Informationstechnik und Telekommunikation als KRITIS‑Sektor
    – Beschreibt die zentrale Rolle von IKT für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft sowie die wachsende Abhängigkeit.
  5. BBK – Cyber‑Gefahren und potenzielle Effekte auf Kritische Infrastrukturen
    – Offizielle Darstellung der Gefährdung durch Cybervorfälle (z. B. IT‑Ausfälle) und wie sie andere Versorgungsdienste betreffen können.
  6. Bundesnetzagentur – Notfallvorsorge und Telekommunikation
    – Informationen, wie Telekommunikationsnetze in Ausnahmesituationen (z. B. digitalen Notlagen) versorgt werden sollen und welche gesetzlichen Regelungen gelten.
  7. OECD – Government at a Glance 2025
    – Offizieller Bericht der OECD über die Bedeutung der Resilienz Kritischer Infrastrukturen (z. B. Telekommunikation, Energie, Transport) und Auswirkungen von Dienstleistungsstörungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.
  8. OECD – Good Governance for Critical Infrastructure Resilience
    – Wissenschaftlich fundierter OECD‑Report zu resilienten Infrastrukturen, u. a. zu Folgen extensiver Störungen in Kernsystemen.
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Ich glaube, das ist nur eine theoretische Alternative. Würde ein Großteil der Menschen physisches Gold besitzen, dann wäre es vielleicht möglich. Aber das tun die wenigsten, und das meiste Gold ist dann wohl Schmuck mit einem gewissen Goldanteil. Es ist etwas anderes, ob man seit Jahrhunderten Gold als Währung nutzt, oder ob man in einer Krise von heute auf morgen auf Gold umstellen soll.

Ich denke, diejenigen, die dann Gold besitzen und versuchen, damit zu handeln, sind nicht die glücklichen Überlebenden, sondern potenzielle Zielscheiben. Der Markt, wo man mit Gold bezahlen kann, wäre einfach nicht wirklich vorhanden. Die ersten Ansätze wären extrem instabil und gefährlich. Gold kann man ja nicht einfach überweisen. Du oder jemand anderes, dem du vertrauen musst, muss das vor Ort übergeben.

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Mit Gold in kleinen Stückelungen wird man immer bezahlen können. Das System muss nur lange genug zusammen brechen. In D dürfte Durchhalten aber ausreichen.

Klar, auch in der Postapokalypse kann es Handel geben. Ich weiß nur nicht, ob die Leute wirklich eine Vorstellung davon haben, wie komfortabel das dann abläuft :smiley:

In der ersten Phase wird es vermutlich mehr bringen, wenn man einen Nahrungsvorrat hat und einen Ort, den man gut verteidigen oder wo man sich gut verstecken kann. Ohne moderne Infrastruktur kann man nämlich einen großen Teil der Bevölkerung nicht ernähren. Mit oder ohne Währung. Wir haben durch die Industrialisierung und die heutige Lebensweise bereits kritische Abhängigkeiten entwickelt.

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Silbermünzen zum täglichen Bedarf wäre da eine bessere Alternative.

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Prepper haben da ihre Tipps und Tricks. Wir nutzen die Starlink Schüssel, Balkonkraftwerk und hoffen auf andere Bitcoiner die uns aus der Apokalypse holen. Hatte ein Influencer Video gesehen, der Typ ist nach Argentinien 2024/25 …er wollte Gold oder Bitcoin wechseln. Leute standen Schlange vor den Leergeräumten ATM´s. Sein Gold, Bitcon wurde weitgehend ignoriert.

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