Konsolidierung auf Cold-Wallet mit Passphrase sichtbar für Angreifer?

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Meine Gedanken kreisen sich zur Zeit um folgendes „Problem“.

Ich habe vor kurzem meine BitBox nachträglich um eine Passphrase ergänzt, um die Sicherheit zu erhöhen, falls mich ein Angreifer zur Herausgabe auffordern sollte. Ich würde dann (im besten Fall) nur die Opferwallets preisgeben und nicht die ganze Hauptwallet. Diese Variante hat u.a. derHelper mal vorgestellt (siehe Screenshot unten).

Folgendes fiktives (!) Setup mit fiktiver (!) Bitcoin-Menge besteht:

  • Seed ohne Passphrase: 1 BTC = Opferwallet 1
  • Seed mit Passphrase A: 1 BTC = Opferwallet 2
  • Seed mit Passphrase B: 10 BTC = Hauptwallet

Die Opferwallets dienen einerseits als Schutz (wie wirksam das letztendlich ist, sei erst mal dahin gestellt), könnten theoretisch aber auch später vererbt werden. Zum Beispiel Passphrase A an Kind A usw.

Wenn ich nun die BitBox-App öffne, dann sehe ich alle 3 Wallets, weil ich alle Wallets als „Wallet merken“ markiert habe. Wenn ich die Historie der allerersten Wallet ohne Passphrase (Opferwallet 1) einsehe, dann ist in der App direkt erkennbar, dass von dort 1 BTC an Opferwallet 2 und 10 BTC an die Hauptwallet geschickt wurden. Könnte ein Angreifer, der mich zur Herausgabe zwingt und sich erst mal vergewissern will, ob auch wirklich was drauf ist, dies nicht auch einsehen und direkt nachvollziehen, dass statt der 2 BTC (Opferwallet 1 + 2) insgesamt 12 BTC (inkl. Hauptwallet) zu holen wären?

Meine Überlegungen zur Lösungen des Problems:

  1. Ich habe in der BitBox-App alle Ein-/Auszahlungen/Umbuchungen feinsäuberlich beschriftet. Da steht quasi, was wohin geht. Wenn der Angreifer die BitBox-App (vor Ort) nutzt, sollte ja alles lesbar sein, was ich notiert habe. Sollte man vielleicht erst mal die Beschriftungen entfernen? Das würde allerdings das UTXO-Management etwas zunichte machen.
  2. Die Transaktionen sind aber auch ohne Beschriftung noch einsehbar. Wenn die Beschriftungen fehlen wird vielleicht nicht sofort ersichtlich, ob die Transaktionen an eine Börse oder weitere Wallet gingen?
  3. Auch wenn die Übersicht darunter leidet und ich meinen Gesamt-Kontostand nicht mehr im Blick habe, könnte man das „Wallet merken“ rauslassen, so dass beim Anschließen der BitBox an den PC nur die Opferwallet 1 (ohne Passphrase) angezeigt wird.
  4. Ein weitere Möglichkeit wäre, dass man die Passphrase in den Einstellungen wieder deaktiviert, so dass die BitBox nur auf die Opferwallet 1 (ohne Passphrase) zugreift und man dem Angreifer gar nicht mehr Ziele präsentiert. Auch hier leidet etwas die Nutzerfreundlichkeit.
  5. Um eine saubere Wallet ohne nachvollziehbare Historie zu haben, habe ich mir auch überlegt, alle Coins an die Börse zu schicken und auf eine neue Wallet mit zuvor aufgesetzten Passphrases zu transferieren. Ich wollte eh mal das Selber-Würfeln ausprobieren :zany_face:

Ich hoffe, meine Gedankengänge und das Problem sind verständlich? :sweat_smile:

wenn man mehrere wochen in einem folterraum verbringt und anschließend trotzdem durch ein fleischwolf geht… oder wie stellt man sich das vor, dass man höflich nach seeds gefragt wird?

Die wallet ganz ohne passphrase würd ich eh immer leer lassen.

Das wäre z.B. coldcard-szenario auch nützlich, denn der angreifer kann für das durchprobieren von passphrasen die möglichen seeds auf die benutzten eingrenzen, was seine chancen erhöht. Damir kann er quasi die 32bit entropie die die cokdcard wallet noch hatte auf fast 0 reduzieren.

Zu der bitbox app: du könntest die bitbox app 2x installieren, einmal versteckt mit allen wallets und beschriftungen, und einmal offen sichtbar mit nur dem was dee angreifer sehen soll. auch mirfalscheb beschriftungen. Da gibts ja verschiedene möglichkeiten, z.b. nen zweites profil oder so.

Also falls das nicjt klar ist: der muss auch sein entsperrtes handy haben um das zu sehen. nur mit der wallet und pin, sieht der ja nix davon.

Ansonsten würde ich nicht denken dass der epresser einen account bei chainalysis hat

und da noch rumforscht. Wenn du es unauffällifer machen willst, verschick die opfer utxos in die opferwallet, und benutze nicht eine „grosse“ wallet die kleiner geworden ist durch riesige abgänge als opferwallet. selbst wenn man sehen würdr das die utxo aus grösseren hervorgeheb heussts ja nicht dass die von dir sind. kann ja auch p2p handel sein. Und die leute die es nit gewalr erpressen sind auch nicht so technisch versiert meistens.