Kind in MSTR investiert / Wie am besten Steuern sparen?

Ich brauch mal eure Hilfe,

meine 3jährige hat seit Dezember MSTG-Aktien im Depot, welche ich auf jeden Fall im Peak umschichten möchte (zumindset in Teilen). Da sie jetzt schon über 100% im Plus ist, möchte ich bestmöglich für sie Steuern sparen.

Was muss ich da am besten alles beachten bzw anfordern. Ich lese was von Freistellungsauftrag / NV-Bewilligung / …

Kennt sich da jemand ein wenig aus, was jetzt die besten Schritte sindß

Wenn das Kind ein eigenes Depot hat…

  1. Freistellungsauftrag stellen (1000€).

Übersteigt (zum Beispiel durch die Verkäufe von MSTR-Aktien) der Gewinn 1000€, dann…

  1. Nicht­ver­an­la­gungs­be­schei­ni­gung beim Finanzamt beantragen.

Denn ich gehe einfach mal frech aus, dass Deine 3-Jährige kein Einkommen hat bzw. deutlich unter dem Grundfreibetrag von 11.604€ liegt. Bis zu diesem muss sie ihr Einkommen nämlich nicht versteuern.

Unterm Strich kann Deine Tochter also Kapitalerträge von 12.604€ im Jahr 2024 generieren, ohne Steuern zahlen zu müssen.

Kleine Ergänzung noch:
Man sollte den Grundfreibetrag allerdings nicht ausreizen, da das Kind ab einem gewissen Betrag aus der Familienversicherung fällt und sich „freiwillig gesetzlich“ versichern muss.

(Da soll nochmal jemand sagen, dass Deutschland kein Steuerparadies sei. Just saying.)

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Perfekt, jetzt habe ich es verstanden. Ja, sie hat ein eigenes Depot. Da mach ich erstmal die 1.000€ fertig und den NV-Antrag stelle ich auch mal direkt.

Vielen vielen Dank und ja, sieht ist jetzt bereits über den 1.000€ Gewinn :smiley: Die wird nen tollen Start ins (Erwachsenen-)Leben haben. Hat selbst MSTG-Aktien und dann haben Mama und Papa noch einige Sats… uiuiui :smiley:

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Meines Wissens ist der Freistellungsauftrag oder die NV-Bescheinigung alternativ.

Klares Jein.

Es können immer beide eingereicht/gestellt werden. Der Freistellungsauftrag ermöglicht Dir nur Steuerfreiheit von Kapitalerträgen. Die NV-Bescheinigung betrachtet grundsätzliches Einkommen. Allerdings musst Du ab einem Einkommen über dem Freistellungsauftrag natürlich ohnehin auf den Grundfreibetrag zurückgreifen.

Ich lese immer wieder Widersprüchliches.

Aber letztlich würde ich sagen einfach beides einreichen. Und ab dem Freistellungsauftrag greift darüber hinaus dann automatisch die NV-Bescheinigung, wobei „der Freistellungsauftrag sich in diesen Fällen erübrigt“ (Finanzamt NRW).

So beides eingereicht. Mal schauen, wie lange das FA für die Erstellung braucht.

Aber verstehe ich das dann grundsätzlich richtig, dass ich pauschal spätestens Ende des Jahres alles verkaufen sollte und direkt wiedre kaufen kann und ich somit den Gewinn steuerfrei realisiert habe und die Gewinnberechnung ab dem Zeitpunkt wieder von vorne beginnt? Das wäre ja crazy und sollte man dann ja pauschal jedes Jahr machen. Habe ich nen Denkfehler?

Also Bsp. 1 Aktie MSTG steigt bis Ende das Jahres auf 5.000€. Ich verkaufe und realisiere 4.000€ und kaufe direkt wieder MSTG zu 5.000€. Im nächsten Jahr steigt MSTG auf 15.000€ und könnte dann steuerfrei wieder die 10.000€ Gewinn realisieren, anstatt das es ja von 1.000€ aus 14.000€ Gewinn wänre, von denen ich 2.000€ versteuern müsste?

Warum schreibt hier eigentlich jeder „MSTG“? Hat MSTR bei deutschen Brokern ein anderes Kürzel? Oder redet ihr gar nicht über MicroStrategy, sondern über irgendeine andere Firma?

Weil ich es falsch im Kopf habe! :smiley: Ist nicht jeder, sondern bin nur ich Plebo und habe damit die anderen angesteckt.

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Jap. Zur Steuervermeidung sicher sinnvoll.

Aber wie gesagt aufpassen, dass das Einkommen der Kleinen nicht so groß wird, dass sie aus der Familienversicherung rutscht.

(Das sind eben die vielen kleine "Schlupf"löcher, die die Schere zwischen reich und arm vergrößern. Für Vermögende ist Deutschland ein attraktiver Standort.)

:smiley: das kann passieren? Böses Bitcoin!

Die Grenze für die Fami liegt dieses Jahr bei 505€ im Monat. Hochgerechnet also 6.060€ im Jahr.

Werbungskosten und Pauschbeträge werden aber gegengerechnet. Demnach gehen 7.060€ ganz sicher. Darüber könnte es zu Diskussionen kommen :sweat_smile:

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Guter Punkt. Muss ich mich auf jeden Fall schlau machen, sonst bleib ich eben bei 5.000 € Gewinn. Problen ist nur, wenn MSTR zu hoch steigt, was dann?

Dann eben den Gewinn nicht realisieren und ins nächste Jahr verlagern.

Naja, will ja im peak etwas umschichten. Ich denke MSTR geht nochmal ordentlich runter und dann nehm ich lieber etwas Gewinn mit.

Das ist schon klar, geht dann aber eben nicht, wenn du nicht Tons of Krankenkassenbeitrag für ein Jahr bezahlen möchtest :sweat_smile:

Also den maximalen Betrag ausschöpfen und dann ein Stop-Loss setzen, wo du bei ±0 verkaufst. So entsteht kein Verlust.