Kevin Warsh als Fed-Chef? Warum Bitcoin und ander Märkte darauf negativ reagieren


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Gut, der Markt reagiert so was er für die Zukunft erwartet.

Allerdings hat Trump so oft über “too late Powell” geschimpft, weil er die Zinsen zu gering, zu spät, gesenkt hat. Warum sollte er jetzt einen Fed Chef nominieren, der keine Zinsen senkt und keine positiven Einfluss auf Bitcoin nimmt?

Ich würde mal denken, dass er bei Warsh schon alle möglichen Themen ganz genau abgeklopft hat. Er will keinen Powell 2.0 erleben.

Außerdem ist Warsh selbst ein Bitcoin Wal mit riesigen Summen in Bitcoin, genau wie Trump. Warum sollten die Bitcoin klein halten? Die sehen auch gerne höhere Werte bei Bitcoin. Also wird Warsh wohl den Finanzmarkt so stimulieren, dass Bitcoin steigt.

Weiter scheint mir der Gesamtplan ja zu sein, dass sie den US Dollar für den great reset so klein inflationieren wollen, dass sie später die 38 Trillionen Dollar easy mit Gold und/oder mit bitcoin zurückzahlen können.

Weiss der Markt das nicht?

Kevin Warsh spricht es an, weil er es nicht ignorieren kann. Nicht, weil er es akzeptiert. Das ist keine Anerkennung, sondern Einhegung.

Warsh sagt aber das er es sieht. Er ordnet es ein. Es ist unter Kontrolle. „Bitcoin ist relevant genug, um kommentiert zu werden, aber noch nicht mächtig genug, um die Ordnung zu brechen.“ Das ist kein Grund für Angstkäufe. Aber auch kein Grund zu verkaufen.

Das erste Stadium eines Maßstabs ist: ignoriert werden
Das zweite: kommentiert werden
Das dritte: bekämpft oder integriert werden
Warsh spricht in Stadium zwei.

Und genau dieses Stadium ist langweilig für den Preis.

Ein echter Maßstab hat eine Eigenschaft, die politisch gefährlich ist: Er bewertet, auch wenn niemand ihn anerkennt. Bitcoin misst Geldpolitik, Zeitpräferenz und fiskalische Disziplin und zwar extern, ohne Erlaubnis.

Für einen Zentralbanker ist das neu. Früher war die Notenbank der Maßstab. Jetzt existiert einer außerhalb des Systems. Das allein zwingt zur Sprache.

Mit „Wächter für gute Gesetzgebung“ sagt er damit aber nicht das Bitcoin der Maßstab ist, sondern Bitcoin ist ein Indikator, den wir interpretieren. Er versucht damit den Maßstab zu entwaffnen, ihn vom Richter zum Messgerät zu degradieren und ihn in den Deutungsraum der Politik zurückzuholen. Das ist kein neutraler Satz. Ein Maßstab braucht keine Anerkennung. Aber Machtstrukturen brauchen Deutungshoheit.

Indem Warsh sagt: „kein Dollar-Ersatz“, „macht mir keine Angst“ und „Wächter für Gesetzgebung“ zieht er drei Linien:

  • Keine Konkurrenz (bitte nicht falsch verstehen)
  • Keine Bedrohung (wir haben alles unter Kontrolle)
  • Kein Eigenrecht (Bitcoin dient, er herrscht nicht)

Das ist kein Lob. Das ist Einordnung von oben.

Aber er muss es sagen, denn Bitcoin tut längst, was er angeblich nicht tut ;)

  • diszipliniert Staaten über Kapitalflüsse
  • entlarvt Inflation in Echtzeit
  • zeigt Vertrauensverluste, bevor sie politisch sichtbar werden

Das ist Maßstabswirkung. Und Maßstäbe sind für Machtsysteme immer gefährlich, weil sie nicht verhandelbar sind.

Bitcoin wird immer mehr Thema… alles andere wird früher oder später verschwinden. Ethereum, Solana, XRP & Co. brauchen Narrative wie neue Features, neue Anwendungsfälle, neue Roadmaps, neue Versprechen. Sie müssen erzählt werden, damit sie relevant bleiben. Bitcoin nicht. Bitcoin wird nicht diskutiert, weil er spannend ist, sondern weil er nicht verschwindet, egal was passiert. Was übrig bleibt, ist das, was keine Erklärung braucht. Nicht, weil er besser vermarktet ist, sondern weil er nicht erklärt werden muss, um zu funktionieren.

Ich erzähle es, weil es mich interessiert. Ich finde es spannend Bitcoin beim Wirken zu beobachten.

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