Kann Bitcoin einen Beitrag zu nachhaltigerem Wirtschaften leisten?

Moin Leute!

Ich studiere Nachhaltiges Management an der TU Berlin und bin Fan von Bitcoin und dem eigentlichen Wert, den es mit sich bringt.
In meinem Modul „Grundlagen des Nachhaltigen Managements“ habe ich die Möglichkeit vor der Vorlesung eine kurze Präsentation zu halten (5min) und möchte diese gern zum Thema Bitcoin gestalten, allerdings nicht als Anlageberatung oder so ein Firlefanz, sondern sachliche Aufklärung, wie Roman es in seinen Videos macht.
Nun hat dieses Modul einen gewissen Anspruch an Nachhaltigkeit, Demnach meine Präsentation in diesem Rahmen steht.
Habt ihr Tipps/Anregungen, wie ich das ganze gestalten könnte?
Ich freue mich auf eure Rückmeldungen!

Andreas

3 „Gefällt mir“

Bild

Als Anregung und vielleicht sogar geeignet als Einstieg in Deiner Präsentation.

2 „Gefällt mir“

Nachdem die Uni ein wissenschaftlicher Ort ist, zählen dort Fakten und logische Argumentation.

Als Anregung eines möglichen Vortragsaufbaus, finde ich die Darstellung gut. Wirklich zeigen würde ich sie allerdings nicht. 5 Minuten ist eh sehr knapp - und die Darstellung liefert ja keine Argumente sondern sagt nur, dass es (möglicherweise) so ist. Aber wenn es dir gelingt die einzelnen Argumente des dargestellten Kreislaufs zu nennen, ohne dich in Widersprüche zu verstricken, dann wäre das schon eine tolle Sache!

Schulden und Gelddruck erzeugen Wachstum und Instabilität der Wirtschaft.

Bitcoin erzeugt reine Stabilität und lässt die Wirtschaft frei wachsen, ohne Einfluss auf die Wirtschaftskraft zu nehmen. Langfristig werden dadurch, dass sich Schulden nicht lohnen sogar immer weniger davon aufgenommen.

Dazu wäre vll. noch ein Argument, dass Bitcoin den billigsten Strom nimmt und erneuerbare Energien mit der Zeit immer billiger werden.

1 „Gefällt mir“

Nun, was bei der Idee, Bitcoin als Währung zu etablieren sehr oft zu kurz kommt ist, wie das Kreditsystem bei Bitcoin funktionieren soll. Entwickle dazu doch mal was. Denn dass Kredite zur Bewältigung großer Investitionen notwendig sind, ist ja eher selbstverständlich.

Grundsätzlich stelle ich mir aber die Frage, warum es den Bitcoin braucht, um nachhaltig zu managen? Das geht doch auch schon heute?

Die Geldausweitung unseres Staatsgeldes kennt keine Grenzen, die Marktpreise zeigen nicht mehr die wahren Knappheitsverhältnise.

Unsere knappen Ressourcen werden in falsche Verwendungen gelenkt.

Dadurch leben wir über unsere Verhältnisse!

Für mich ist Grundlegend die Ausgangslage der Menschen immer diese, dass wir nicht unsere Grenzen kennen.
Sobald wir bestimmte Möglichkeiten erhalten, sei es im medizinischen Fortschritt ( der erste massive Eingriff in unsere natürliche Sterblichkeit war vor ca. 200 Jahren mit der ersten Impfung, was völlig menschlich ist!) oder im Bezug auf die Zerstörung der natürliche Umwelt haben wir bis jetzt nicht auf die Konsequenzen geachtet. Weil wir alle keine fixe Größe erhalten haben, ab welchem Punkt es kein weiter so gibt.

Durch den demografischen Wandel unserer Industrienationen zu einer alternden Gesellschaft und die Zerstörung unserer natürlichen Umwelt werden uns erstmals massive Grenzen aufgezeigt.

Dadurch das Bitcoin begrenzt ist und direkt im Markt, ohne Kontrolle wirken kann und sein Wert einer Stunde Arbeit erhalten kann, sehe ich dabei die knappen Ressourcen schonend einsetzten zu können. Bitcoin kann eine Angleichung schaffen zwischen unserem Wahlstand und deren Standards und den aufstrebenden Schwellenländer.

Wir haben nur eine Erde! Wenn die Milliarden Menschen alle in Wohlstand kommen wollen müssen wir mit unseren Ressourcen gut aufpassen.
Bitcoin kann meiner Meinung nach unsere Grenzen aufzeigen und für unsere weltweiten Entscheidungen einen Konsens bilden um nicht über unsere Verhältnisse zu leben!

Wir müssten in einen Zustand kommen in dem wir wissen wir könnten, aber dadurch das uns die direkten und indirekten Konsequenzen die in einer hohen oder niedrige Zeitpräverenz gezeigt werden, entscheiden wir uns gesamtgesellschaftlich dagegen.

1 „Gefällt mir“

Die Idee ist nicht verkehrt. Nur verpacken darf man die so auf keinen Fall - Das produziert bei den meisten schon beim Lesen massiven Widerstand. :slight_smile:

Naja wie beim Shabbes Goy profitiert das islamkonforme Investieren aber auch erheblich von der Existenz jener Marktteilnehmer, die nicht daran gebunden sind. Ein Blick auf die zehn größten Positionen im MSCI World Islamic UCITS ETF zeigt das doch ganz gut:

JOHNSON&JOHNSON ORD 3,89%
NESTLE SA ORD 3,10%
PROCTERGAMBLE ORD 2,97%
ADOBE INC ORD 2,70%
ROCHE ORD 2,40%
PFIZER ORD 2,20%
SALESFORCE COM ORD 2,20%
CISCO-T ORD 2,12%
EXXON ORD 1,97%
ABBOTT LABS ORD 1,91%

Der norwegische Staatsfond?

Naja ich glaube zu wissen, dass der Fond die Anteile an einem Unternehmen nicht über die 5% Grenze wachsen lässt, da er nicht Einfluss auf die Unternehmen ausüben will.
Außerdem investiert der Fond in hunderte Unternehmen und vermeidet klumpenrisiken.
Auch sind die investments ethischen Grundsätzen untergeordnet. Auch investments in fossile Energien werden nach und nach abgestoßen und erneuerbare immer mehr ausgebaut

Der norwegische staatsfond ist also mMn deutlich besser als irgend etwas religiös motiviertes. Ohne mir dein Beitrag genauer angesehen zu haben. Deshalb das Fragezeichen

Hab jetzt eine Weile gegrübelt aber ich komm nicht drauf: was „unter 5%“? Die jeweiligen Einzelposten? Keiner der großen Indizes hält mehr als 3-4% an einem einzigen Unternehmen. Oder ist gemeint, dass nicht mehr als 5% der enthaltenen Unternehmen in irgendeiner Form Kredite aufnehmen und oder Zinsen gewähren dürfen? Das wäre aber nicht der Fall. Ausserdem zielt die Eingangsfrage ja darauf ab, dass es in einer hyperbitcoinisierten Welt 100 % wären, die so wirtschaften müssten.
Irgendwie verstehe ich den Einwand nicht.

P.S.: okay also tatsächlich darf nur in solche Unternehmen investiert werden, die nicht mehr als 5% ihrer Gewinne aus Zinsgewinnen schöpfen.
Das ist aber doch genau mein Argument: eine Investition in Unternehmen die alle zu 100% ohne Zinsgewinn wirtschaften, dürfte sich nur schwer finden lassen.

Danke für die Erklärung, das islamische Investieren kann also kein Vorbild sein, da es mindestens einen kleinen Anteil von kreditbasierten Gewinnen voraussetzt.

Ich bin der Meinung, dass die norwegischen Entscheidungsträger auf der finanziellen Ebene wenigstens plan von dem haben was sie da tun. Mir gefällt es besser als unsere Politik, weil sie das Land mehr wie ein Unternehmen führen.
Deren staatsfond hat meines Wissens nach mittlerweile 250k an Vermögen pro Norweger und damit sind sie theoretisch in ein paar Jahren soweit ein BGE einzuführen welches ohne Steuern finanzierbar wäre. (Der Fond wächst um durchschnittlich 4%/Jahr)

Aber wenn unser Finanzminister und Bundeskanzler in spe gefragt wird was wir von den Norwegern lernen können ist die Antwort GARNICHTS.

@TynHau meint denke ich, dass jedes Unternehmen eine Fremdkapital quote hat.

1 „Gefällt mir“