Inflation Tracken

Trackt eigentlich jemand von euch seine persönliche Inflation? Ich fände es eigentlich interessant, wenn hier jeder der Interesse hat mal so pi mal Daumen aufschreibt, was er/sie zum Leben ausgibt und wir schauen in 10 Jahren nochmal nach, wie dann der Stand ist :smiley: Gerne auch stark verallgemeinert oder in Prozenten etc. wobei es eigentlich schon cool wäre, wenn man bestimmte Produkte aus dem Rewe hätte etc. :D Ich schau mal, vllt mach ich mal ein Excelsheet von nem Einkauf von uns :smiley:

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Da musst du aber über die Zeit langfristig identisch gehaltene Produkte (Packungsgrößen) tracken oder alternativ den Kilo/Literpreis dokumentieren.

Meine Hoffnung wäre gewesen, dass es die Produkte dann größtenteils noch gibt aber ja guter punkt :sweat_smile:

Ich finde diese Frage ist äußerst schwierig, bis unmöglich zu beantworten, da sich die Präferenzen eines Jeden im Laufe der Jahre ständig ändern. Beispielsweise habe ich Ende der 90iger damit begonnen, das Eigenkapital für den Kauf einer Immobilie zusammen zu sparen. Das Problem dabei war - die Immobilienpreise stiegen ständig und ich kam kaum mit dem Sparen hinterher. Also hatte ich damals eine ungleich Höhere Inflation, als heute, da ich Mietfrei wohne.

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Meine persönliche Inflation liegt seit ca. 2021 bei mindestens 10 %.
Meinen „Aha-Moment“ hatte ich während der Zeit der Ausgangssperren und Geschäftsschließungen durch die politischen Entscheidungen des Corona Regimes.

Eines der wenigen Geschäfte das öffnen durfte war der „EuroShop“.
Dort gibt es viele Artikel für 1 € . Plötzlich und unerwartet wurden die Preisschilder geändert und die 1 € Artikel waren „über Nacht“ bei 1,10 €.
Mir war klar , die Inflation beträgt 10 %.
Bedingt durch den Hausarrest habe ich auch mehr Zeit im Internet verbracht , irgendwie bin ich dann auf Bitcoin gestoßen .
Für mich ist die Inflation , immer noch bei gefühlt , mindestens 10 % , obwohl ich das nicht tracke und die Preisschilder im „Euroshop“ wieder auf 1 € geändert wurden.
Wahrscheinlich ist die Inflation noch höher.
Wenn ich die Preise für Fast-Food oder im Restaurant heranziehe, dann komme ich auf weit mehr als 10% Inflation .

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True man müsste halt über die 10 Jahre oder wie lang man auch immer das Zeitfester definiert, unter den gleichen Lebensumständen leben bzw. sich die gleichen Artikel kaufen und in das gleiche Investieren

Ich hab mich vorhin mit meiner Frau darüber unterhalten. Man kann schon sagen, dass sich die Preise zwischen 2015 und 2025 verdoppelt haben. Zumindest Döner etc. Dann wäre man bei einer Inflation von min. 7%. Je nachdem, was man kauft, kann es aber auch noch viel größer sein. Ich hab mir schon überlegt, so ein automatisiertes Programm zu schreiben, was die Rewe Preise von denen Ihrem Shop einmal im Monat in ne Datenbank speichert. Nach ein paar Jahren könnte man zumindest was das Essen angeht ziemlich gut auswerten, wie sich die Preise entwickelt haben. Natürlich ist die Inflation bei anderen Gütern noch viel stärker…

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Ich halte die Einführung eines Warenkorbs zur Ermittlung eines Konsumenten Preis Index für ein bewußt lanciertes Verwirrspiel, um sich in uninteressanten Details verlieren zu müssen - auch wenn es eigendlich um das übergeordnete Bild geht.

Daher habe ich mich auf die Geldentwertung verlegt (alle Produzenten und Konsumenten verwenden Geld) und da kommt heraus, dass von 100 Euro 1971 noch 1 Euro übrig ist => mindestens knapp 2-stellige Entwertung per Anno.

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Du hast schon recht, man sollte sich eher mit der Geldentwertung messen. Ich denk halt wenn man die Ausgaben trackt, kann man zumindest grob sagen, ob man den Lebensstandard halten kann wobei das genau zu tracken wie du schon anmerkst kaum möglich ist.

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Was man auch beobachten kann ist, dass je kleiner ein Geschäft ist, desto später und technisch ungeschickter werden gestiegene Kosten an den Kunden weiter gegeben.

Da erlebt man sozusagen Cantillion Live :grin:

Mein Vater verdächtigt den Bäcker, dass er nun zum üblen Abzocker geworden ist, weil ein Teilchen irgendwann 2 Euro statt 1,50 kostet.

Große Betriebe dagegen verlangen manchmal schon präventiv einen Aufschlag, selbst wenn die Kosten noch nicht begonnen haben zu steigen.

Und dann kommt eben noch Shitflation und Shrinkflation bei den Produkten hinzu, die bei der Warenkorb-Begutachtung dann einfach “hinten runter fällt”, und selbst bei der gefühlten Entwertung nicht auftaucht.

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es wäre trotzdem nicht vergleichbar.
Auswirkungen hängen enorm stark von Einkommen und Lebensumständen ab.

Nehme alleine die Teuerung der Lebensmittel in den letzten Jahren her, knapp 40%. Viele nehmen das mit einem Schulterzucken hin, ändern vielleicht ihr Konsumverhalten etwas.
Aber da gibt es Bereiche, da geht auch das nicht mehr, da ist nichts mehr zum ändern, ausweichen …

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ist aber auch eine kaufmännische Regel.
Muss man Preise anpassen, nehme möglichst die nächste gleich.mit, um sich den nächsten Shitstorm zu sparen …

Man kann aber auch wie Milka übertreiben …

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ich glaube, da sind keine lila Kühe mehr, sondern nur noch blauäugige Rindviecher :ghost::cow_face::cow_face::cow_face::cow_face:

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Ich fände es trozdem interessant. Wir wissen, dass man es nicht genau messen kann, aber man kann ja versuchen es näherungsweiße zu ermitteln. Fande es cool, wenn du da eine Liste oder so zusammenstellst :slight_smile:

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Man darf nur nicht den gedanklichen Schnellschuß machen und automatisch davon ausgehen, dass alle die, die die Preise erhöhen, auch dazu gezwungen sind.

Warum soll ich auch nicht die Preise erhöhen wenn ich merke, dass die Kunden trotzdem kaufen.

Und seien wir mal ehrlich, die Leute kaufen es. Also z.B. Fastfood. Es ist Müll und es kann offenbar nicht teuer genug sein. ;)

Also so schlecht kann es den Menschen nicht gehen wenn da immer noch Geld für Döner, Burger und Pizza zum zwei-dreifachen Preis von vielleicht 5 Jahren da ist.

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klar, aber es gibt einfach auch Mitnahmeeffekte - azch zulassug
Du würdest auch gerne mehr Geskt mitnehmen, auch ohne entsprechende Mehrleistung.
Das ist jedoch kein Alleinstellungsmerkmal der Kapitalisten.

Bei deinem Rest sind wieder deine üblichen Verallgemeinerungen.
Geschenkt.

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Vor allem wieder den typischen unterschwellig vorwurfsvollen Tenor…. als ob es ein Skrileg wäre die Preise WARUM AUCH IMMER zu erhöhen. :slight_smile:

Der, der den Preis festlegt muss ja nun mal auch mit den Folgen leben…. wenn niemand mehr kauft hat er die Rückmeldung vom Markt

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davon abgesehen, dass ein großer Teil der Waren und Dienstleistungen heute zu politischen Preisen angeboten werden. Das bedeutet aber nicht, dass in Hintergrund keine knallharten Kalkulationen stehen.
Preisherrschaft, ausser beim Grundbedarf, liegt beim Konsumenten.
Wer sich Müll reinstopft, darf sich nicht beschweren.
Auf der anderen Seite stehen Discounter, die mit Misch- und Zielpreiskalkulationen arbeiten, die auf breiter Basis gerade Grundbedarf (quer-)subventionieren - auch die bösen Aldis und Lidls.

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Das ginge vermutlich auch nur schwer anders. Sonst wäre das wahre Ausmaß der Geldentwertung nicht zu vertuschen, weil die Leute verhungern würden.

Ich habe vorhin ausgerechnet, dass ich die gleiche Kaufkraft wie 2015 hätte, wenn mein Netto-Gehalt als Zahl 4 mal so hoch wäre wie in 2015..

Dem Gegenüber war Harz IV 2015 war 399,- EUR heute 563,- EUR.

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das könnte hinkommen.
Wobei ich da jetzt keine eigene Basis unterlegen kann… da war ich schon lange Selbstversorger :grinning_face: und daher anders rechnen muss.

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