Ideen zur Passphrase ("25. Wort") Aufbewahrung

Hallo zusammen

Ich suche nach Ideen wie man am Besten eine Passphrase aufbewahrt. Ich glaube ich würde besser Nachts schlafen wenn ich wüsste dass nicht jemand der mehr oder weniger zufällig die Seeds findet direkt die volle Kontrolle über meine btc hat. Deswegen denke ich über eine Passphrase nach.

Ich möchte meine Verwahrung aber nicht allzu kompliziert machen, nur um eine Hürde erweitern die für meine Familie im Fall der Fälle auch noch zu durchblicken wäre (möchte also kein Multisig oder Seed splitting machen).

Hier ein paar Gedanken zur Aufbewahrung der Passphrase meinerseits:

  1. Auf dem Seedor stanzen geht leider nicht wenn man eine lange Passphrase mit Sonderzeichen nutzt. In Metall wäre das ja eigentlich die beste Lösung.

  2. Auf Papier, aber dann mehrere Kopien (von mir aus 3-5) und an geografisch verschiedenen Orten aufbewahren. Mit nur der Passphrase kann man ja nichts anfangen. D.h. ich könnte es theoretisch auch bei verschiedenen Verwandten lagern. Aber irgendwie gibt es mir ein mulmiges Gefühl dass meine btc nur durch eine passphrase auf Papier gesichert sind (weakest link), auch wenn ich mehrere Kopien hätte.

  3. Neben Papier zusätzlich verschlüsselt in der Cloud/NAS/USB stick lagern? Wie bei Papier bei den Verwandten könnte auch ein Hacker nichts damit anfangen (zumal ich wohl nicht schreiben würde „diese Passphrase ist für meine bitcoin“). Natürlich bleiben die 24 Wörter strikt offline. Trotzdem gibt auch das mir ein doofes Gefühl da ich lieber auch die Passphrase offline hätte.

Wie seht ihr das so, habt ihr gute Ideen? Leider habe ich zu Passphrase aufbewahrung nicht viel gefunden…

LG

Mir persönlich sagt der Seedoor eh nicht zu.
Zu 1, 2 und 3 habe ich zum einen meinen seed als auch meine passphrase auf ne Stahlwallet gepackt, natürlich separat😜

Du könntest auch eine Passphrase wählen, die Komplexität ist, welche du dir aber auch merken kannst.

Beispielsweise: DimP&dwiniLv!Dvif.

Sind die Anfangsbuchstaben eines Satzes:

„Dies ist meine Passphrase & diese werde ich niemals im Leben vergessen! Das verspreche ich feierlich“

Zusätzlich haust du die auch in Stahl und lagerst es an anderen Orten als die Seed oder bei Freunden die nichts mit den Personen zu tun haben wo du die Seed hast. Wenn du etwas in Stahl bei anderen lagerst, machst du dort noch so Siegel drüber, damit du auch siehst, dass das niemand gesehen haben kann.

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Wenn du einen Passwortmanager nutzt, kannst du (bei Manchen) auch Bilder hochladen. Mache ein Bild deines Seeds / Passphrase und lade es hoch dann gibst du nicht mal die Wörter per Tastatur ein. Nutze ein langes Passwort für den Manager ( das Einzige das du dir merken musst), so dass Hacker das nicht knacken können. Über 12 Zeichen mit Zahlen und Sonderzeichen, sind zur Zeit absolut sicher. Am besten Ü20. Wer soll da an deinen Seed kommen? Fürs Splitting kannste auch 2 Konten nutzen, oder 3 oder 4. Eine 2FA dazu und gut ist. Nicht mal die Firmen selbst kommen an dein Passwortmanager Konto ran. Dieses verbudeln von Stahlplatten etc , oder weite Wege bis zum nächsten Geografischen Ort fahren ist gut, aber auch komplizierter. Bankschließfächer nutzen? Macht die Bank dicht oder explodiert, biste auch gelackmeiert. Ausserdem muss man sich fragen: wer ist man, das Diebe genau dich als Opfer für Bitcoin Diebstahl aussuchen? Wie in Foren geschrieben, DANN glauben sie dir eh nicht, dass du NUR einen lächerlichen Teil an BTC besitzt und Folter, falls Zeit vorhanden, lässt dich eh einknicken.

Lass die Familie das Passwort kennen und sie haben deine BTC im Erbfall. Du musst ihnen halt vertrauen, dass sie dich vor deinem Tod nicht bestehlen. (Falls du Angst hast Gehirschaden zu erleichen im Alter und sie niemals an die BTC rankommen.) Ansonsten gibts du es einem Notar und dergibts dann weiter. Oder gib dem Notar einen Schlüssel, oder eine Koordinate, von der dann nur die Hinterbliebenen wissen was es dort geben wird……

Das halte ich für sehr gefährlich.

In einer Zeit in der jede beliebige KI ein Bild ähnlich schnell einlesen und interpretieren kann, wie einen Text, bringt das keinen großen Mehrwert. Es vermittelt einem also eine falsche Sicherheit.

Wenn es nur um einen Teil geht, also nur die Passphrase, könnte man das theoretisch machen.

Aber ich habe schon immer als eiserne Regel:

Kein technisches Gerät (außer der dafür ausgelegten Hardwarewallet) darf Seedphrase oder Passphrase jemals sehen, weder als Bild, noch als Text oder Sprachaufnahme…

Sobald auch nur für 1 Sekunde ein USB Stick mit der Passphrase angesteckt war oder ein Bild auf einem Handy existiert, wäre die Phrase in meinen Augen potentiell verbrannt und nutzlos.

Verstehe ich das richtig? Deine Familie muss, um im Erbfall an die Bitcoin zu kommen:

  1. Ein Passwort finden, dass sie vor vielen Jahren mal bekommen haben.
  2. Physischen Zugriff auf deinen Computer / Handy inkl. Pin haben um zu den Passwortmanager zu kommen.
  3. Den Passwortmanager überhaupt finden und bedienen können.
  4. Zugriff auf deine 2FA haben.
  5. Die Seedphrase (von der sie wahrscheinlich nicht mal wissen, was das ist) aus mehreren Konten zusammenbasteln.

In meiner Familie wär das ein todsicherer Weg, damit nach meinem Tod die Coins weg sind.

Wenn die Erben nichts von Bitcoin und Technik wissen, halte ich es durchaus für möglich, dass sie es nicht verstehen / hinbekommen die Coins zu nehmen, wenn sie die Seedphrase in Klartext in den Händen halten, und das Papier dann aussortieren.

Noch zum eigentlichen Thema, wenn auch schon älter:

Macht es bitte nicht zu kompliziert, sonst kommt ihr selbst nicht mehr an die Coins wenn irgendwas passiert.

Wenn ihr euch unsicher fühlt: Teilt die Coins auf Wallets auf, dann sind bei Diebstahl o.ä. nur 20/30% der Coins weg. Oder macht eine supersichere Wallet mit Passphrase und Co. und eine supereinfache, die jeder im Fall eines Erbes / Demenz o.ä. findet.

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Wenn es einfach nur darum geht etwas besser schlafen zu können für den Fall, dass jemand deine Seed Wörter findet, was spricht dagegen, die Phrase einfach an mehreren Orten zu speichern, wo ein Einbrecher schwer, du aber leicht dran kommst?

In der gemeinsamen Cloud mit der Familie, die im Trauerfall, darüber verfügen soll. Im Passwort Manager des Smartphones, des Computers. Auf Papier und das bei der Oma/ bestem Freund deponieren mit Hinweis (Eigentum von xxx. Nicht wegwerfen")

Man muss halt überlegen gegen was man sich wie schützt.

Die überwiegende Sicherheit kommt ohnehin von dem Seed. Das Passphrase schützt diesen, falls er entwendet wird.

In den meisten Fällen wird der 08/15 Einbrecher, der deinen Seed findet, nicht auch zeitgleich dein iCloud hacken oder deine Oma überfallen.

Und der chinesische Hacker, welcher in dein iCloud eindringt und das Dokument geheim.txt mit Inhalt “jwofiwvfnwlofjwb” findet, wird dich vermutlich dann nicht deshalb Zuhause überfallen.

Seed komplett offline + Passphrase online, leicht zugänglich, für einige bestimmt ein No-Go, aber um etwas sicherer schlafen zu können, vermutlich ausreichend.

Musst dann nur aufpassen, dass deine Oma dich nicht überfällt :sweat_smile:

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