Die reale Wirtschaftsleistung im Euroraum wächst nur um etwa 0–1 % pro Jahr, trotzdem steigt die Münzprägung durch neue Beitrittsländer sprunghaft. 2025 wurden statt der genehmigten 2,17 Mrd. € rund 2,6 Mrd. € an Euro-Münzen geprägt (+20 %), hauptsächlich wegen des Beitritts neuer Länder. Bulgarien macht nur rund 0,66 % der Wirtschaftsleistung des Euroraums aus und hätte rechnerisch einen jährlichen Münzbedarf von etwa 12,5 Mio. €, soll aber zum Start rund 164 Mio. € prägen – mehr als das 13-Fache. Diese einmalig hohen Startbestände bleiben langfristig im Umlauf, obwohl Wirtschaft und Bevölkerung kaum wachsen, was zu einer strukturellen Überversorgung mit Bargeld im Euroraum führt.[1]