Gefahr bei Weitergabe von Kryptoasset an andere

Hey Roman,

ich würde gerne mal wissen - und frage mich zugleich wieso das andere noch nie fragten - wie ich mich korrekt verhalten muss, wenn ich an jmd. anderen meine Kryptos weitergeben möchte. So kann es ja sein, dass man mit Krypto in einem Shop bezahlt oder dass einem Freund mal etwas Bitcoin geben möchte da er selbst zB. keine kaufen kann (z.B. unter 18, zu komplizert usw.).
Unter der Annahme mein Kauf war absolut rechtens oder die Weitergabe an einen Freund ohne weiteren Belang (also das Thema Steuern aussen vor), so kann ich ja aber noch lange nicht ausschliessen, dass der neue Inhaber oder ein Nachfolger dessen, diese Coins ebenso legal einsetzt (z.B. Waffenkäufe im Darknet oder so)?

Ich gehe von dem Szenario aus, dass ich quasi der nächste in der Kette wäre, dessen Adresse nach Rückverfolgung einer Straftat mit KYC nachvollzogen werden könnte.
Bei Non-Privacy Coins wie zB Bitcoin sehe ich definitiv eine große Gefahr. Bei Privacy Coins wie Dash, Monero usw. gibts ja zumindest (wenn auch nur optinal) Maßnahmen um seine Identität zu verschleihern, doch wie gehe ich konkret damit um, wenn ich Bitcoin an jmd anderen versenden möchte? Also was muss ich hier beachten oder wie kann man hier sinnvoll vorgehen?

@Blocktrainer, kannst Du bitte mal in deiner „Frag den Trainer“ Reihe evtl. zeigen und uns aufklären wie man eine „safe“ Bitcoin Transaktion an eine fremde Wallet machen könnte/sollte?
Ich habe von Instant Change Diensten wie changelly und blocktrades.us gehört, doch kann man diesen vertrauen oder hat man damit nichts gewonnen und statt dessen am Ende sogar noch verloren, da diese Dienste sogar noch fette Gebühren abzwacken?

Und ja: ich will hier niemandem was Bösartiges unterstellen, doch in der Blockchain ist das aber doch für die Ewigkeit festgehalten was mich immer irgendwie etwas nachdenklich stimmt.

Nur weil deine Adresse einen Bezug hat, kann man dir nicht gleich eine Beihilfe/Mittäterschaft ect. anhängen, da muss schon mehr dazu kommen, also lass dich doch pseudonym in der Kette?!

Manche Mixer fressen auch BTC ohne was zurückzugeben - Scam, also Vorsicht!

Der Fachausdruck dafür wäre „tainted bitcoin“, falls Du googeln willst…

Da würde ich mir keine Gedanken machen…
Betrifft dich ja in keinsterweise was nach dir damit erworben wird.

Für jemand anderen kaufen darfst du laut Gesetz allerdings nicht, so wie ich das verstanden habe.

Ich schicke mittlerweile Freunden und Bekannten nur recht ungern Bitcoin eben weil sie mit einem Klick die Origin feststellen können und direkt sehen wie viel Bitcoin man mindestens besitzt.
Klar man könnte das mit Aufwand alles umgehen und besser machen aber das ist umständlich und oder teuer^^

Schicke es ihnen doch direkt von der Exchange. Normalerweise hat man dort kein exklusives Wallet, sondern sitzt zusammen mit 100en von Usern in einem großen Pool.
(Oder irre ich mich?)

Außerdem empfiehlt es sich meiner Meinung nach, seine Assets auf mehrere Wallets zu verteilen, um die Gefahr des Totalverlustes zu reduzieren. So könnte man sich auch ein Wallet machen, von dem man aus ausschließlich Coins an andere verschickt.

Gerade für Neulinge ist das Zusenden von ein paar Coins sinnvoll. Muss gar nicht viel sein. Coins im Gegenwert von 2…10 Euro bewirken schon Wunder.
Wenn man etwas selber besitzt, interessiert man sich auch dafür, weil man „echter“ Teilnehmer ist.

Wird einem aber immer nur erzählt, wie toll Bitcoin, Ethereum & Co. sind, geht es meist in das eine Ohr rein und in das andere wieder raus.

Das ist ja noch schlimmer wenn ich direkt von der mit KYC freigeschaltenen Exchange an ein noch anonymes (nicht nur psyeudonymes) Wallet was schicke! Das könnte genauso auch meine eigene Wallet sein!
Das ist keine Lösung meines Problems das ich versuchte zu beschreiben. Vielleicht hab ich es auch zu unklar beschrieben.

Ja an dem Punkt bin ich und bestätigt eher meine Annahme dass es ein Problem ist - aber was ist die Lösung? :slight_smile:

Du gehst nicht auf mein eigentliches Problem ein und die Antwort hilft mir so leider gar nicht. Trotztdem danke.

„nicht gleich“… Mhm mir wäre das schon too much wenn ich allein wegen einer von mir nicht durchgeführten Straftat bezichtigt werden würde. Das will ich natürlich vorher schon vermeiden! Darum ja die Frage an die Expertenrunde.
Dass ich keine Coin Mixer nutzen soll habe ich auch schon gehört und wüsste auch gar nicht welchem ich da vertrauen könnte. Aber weiter bringt mich die Antwort auch erstmal nicht.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, möchtest Du nicht, dass der Empfänger weiß, wieviele Coins Du besitzt, falls er Deine Sende-Adresse in einen Blockchain-Explorer eingibt.

Dann löst mein Vorschlag Dein Problem, denn als Sende-Adresse erhält er nur die Pool-Adresse einer Exchange.

Ansonsten: Bitte neu formulieren. :slightly_smiling_face:

Ich weiss nicht ob das das Thema ist. Ich gebe ja nicht markierte coins und völlig legale an jmd. anderen weiter. Ob der ein per KYC „bestätigtes“ Wallet hat oder nicht weiss ich erstmal nicht. Damit bin ich in meinen Augen der nächste Kandidat in der Kette der seinen Kopf hinhalten müsste, da es sehr wahrscheinlich scheint, dass ich mir diese Coins einfach an eine andere neue selbst erzeugte Wallet ausgezahlt haben könnte über die ich dann eine rechtwidrige Transaktion hätte abwickeln wollen.

Wenn ich mein eigenes Auto verleihe und jmd. anderes baut einen Unfall damit, so bin auch ich in dem Moment haftbar da es auf mich zugelassen ist, sofern ich nicht nachweisen kann, dass es ein anderer war! Dazu müsste ich nun aber beweisen, dass die fremde Wallet nicht mir gehört. Doch wie soll man sowas beweisen ausser mit der Aussage man hat keinen Zugriff auf dieses Wallet habe? Der Beweis ist im Gegenzug leicht zu erbringen, dass man einen Zugriff hat. Aber umgekehrt?

Ich hab überhaupt nichts davon geschrieben dass es mir um den Bestand meiner Coins oder so geht. Das ist mir absolut egal. Es geht darum, dass ich an jmd. anderen etwas weitergebe, was ich per KYC auf meinen Namen quasi gekauft habe und er damit Schundluder treiben könnte was am Ende auf mich zurückführen könnte. Hat die Person quasi ein Wallet was nicht per KYC nachgewiesen werden kann, so bin ich ja derjenige der die Beweislast erbringen muss, dass ich eine potentielle Straftat nicht begangen habe. Bitte lies nochmal die ursprüngliche Frage.

Wenn das so ist, wird die Polizei in Zukunft ziemlich viele Menschen grundlos belästigen :smiley:

Coins mit mehr fokus auf privacy z.B Monero

Schau mal auf Reddit oder Bitcoinblog da gibt es dutzende Beiträge wo sowas schon passiert ist :wink:

Es ist ja auch unter Umständen nicht nur der Punkt zu sehen, dass es grundlose Belästigung wäre, sondern es kann auch rufschädigend oder gar karrieregefährdend sein! Stell Dir vor du wärst eine Person, die in der Öffentlichkeit steht und dann sieht man, dass mit Coins die Spuren zu dir aufweisen illegale Machenschaften passierten. Das kann ja auch Jahre davor gewesen sein. Das willst Du nicht. Sicher nicht. Und nur zu HODLn ist nicht die Grundidee von Krypto.

Stimm ich dir zu, aber das ist der Preis den man für die offeneinsehbare Freiheit zahlt.

Wenn jeder Geldschein getrackt wäre, würde man wahrscheinlich auch nicht zu jedem hingehen und ihn dafür verurteilen.

Wenn man es mit sich machen lässt ja, aber die Polizei darf auch nicht grundlos machen worauf sie Lust hat, auch wenn viele es immer wieder versuchen.

Das ist nicht ganz korrekt. Hätte jedes Wallet ein KYC als Auflage, so würde das Problem grundlegend mal nicht bestehen und man hätte noch immer eine „offen einsehbare Freiheit“. Sie bleibt dabei auch pseudonym aber ist nie mehr anonym. Aber dann kann man mit dem Versand aber zumindest sicher sein, dass man aus dem Schneider ist egal was dannach mit den Coins passiert!