Bitte nutze die
Suchfunktion bevor du eine Frage stellst!Hallo zusammen,
Ich bin Besitzer einer Bitbox 02 Nova mit einem Konto.
Meine monatlichen Sparplanausführungen ziehe ich einmal im Quartal auf meine Bitbox zu einer neuen Adresse.Mein Seed (24 Wörter) ist auf einer Steelwallet Pro und liegt 250km physisch entfernt in einem Tresor.
Meine Bitbox liegt bei mir in der Schublade.
Soweit so gut ?
Ich weiß nicht, ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich zusätzlich was machen müsste, da ich auf der Höhe der Zeit sein möchte (Stichwort KI, Cold Card Hack, …).
Firmware Updates prüfe ich täglich und werden immer unmittelbar durchgeführt.Ich befasse mich derzeit mit der optionalen Passphrase und habe das Konzept dahinter zum Großteil auch verstanden (hoffe ich :-))
Dennoch habe ich dazu ein paar Fragen:
- Wie verwahrt ihr eure optionale Passphrase? Gibt es auch hierfür eine Art Steelwallet? (Ich würde nach aktuellem Wissensstand den 24 Wörter Seed im Tresor belassen und die optionale Passphrase auf Metall stanzen und bei mir zuhause verstecken)
- Warum sollte ich kein einfaches Wort nehmen wie bspw. „Million“ ? Das Wort kenne doch nur ich oder ist auf einer Metallplatte versteckt niedergeschrieben.
- Wie versendet man in der Bitbox App dann von der Wallet ohne Passphrase an die Wallet mit Passphrase? Muss ich mich zuerst mit Passphrase anmelden, dann eine gültige Adresse rauskopieren, dann erneut anmelden ohne Passphrase und die Transaktion durchführen?
- Wenn meine Bitbox kaputtgeht, dann stelle ich mit den 24 Wörtern + optionaler Seedphrase alles wieder her? Korrekt?
Für eure Tipps und Anregungen herzlichen Dank im Voraus!
Sehr gut
Ich würde einfach gar nichts machen. Die BitBox hat solche Probleme nicht und gilt immerhin als sehr sicher. Viele verlieren ja angeblich durch die Verwendung der Passphrase ihre Bestände. Die Frage ist also ob es dir nicht mehr schadet als es dir nützt.
Wofür soll es denn gut sein? Nur um die Zufälligkeit zu verändern und dem Hersteller nicht komplett vertrauen zu müssen?
Ich benutze keine und die Antwort würde wohl auch von der Frage abhängen vor welchem Szenario sie schützen soll.
Wegen der Brute-Force-Methode.
So würde es gehen aber besser wäre es eine komplett neue Seed Pharse mit neuen Wörtern zu erstellen. Der Vorteil wäre dann, das auf der leeren Wallet ohne die optionale Pass Phrase keine verräterischen Transaktionen zu finden wären.
Ja genau. Und wehe du hast bei der Sicherung der optionalen Passphrase auch nur einen klitzekleien Fehler drin.
Das hat man immer ![]()
Keine Angst, du machst alles gut. Jeder zusätzliche Schritt kann zusätzliche Sicherheit bringen, aber auch zusätzliche Probleme und Gefahren.
Weil alle Wörter, die in einem Wörterbuch stehen und alle Namen die es gibt, als erstes durchprobiert werden und das teilweise in wenigen Minuten.
Während das Passwort „Million“ lt. Passwortcheck in unter 1 Sekunde knackbar wäre (um Bitcoinadressen zu durchsuchen dauert es natürlich länger), gibt es gleichlange Passwörter die mehrere Minuten brauchen um geknackt zu werden. Und 8 Zeichen (also ein ! mehr zB.) schaffen es dann schon auf mehrere Tage.
Ein Vorschlag wäre es, an deiner Bitbox absolut nichts zu ändern, das ist deine Wallet an die du leicht herankommst und (hoffentlich) auch relativ einfach an die Wallet kommst, wenn die Bitbox abraucht, oder deine Erben, wenn dir was passiert.
Ab jetzt könntest du alle vierteljährlichen Überweisungen auf eine neue Wallet überweisen um Risiko zu verteilen, dafür bieten sich folgende Optionen für die neue Wallet an:
- Andere Hardwarewallet zum erstellen der Wörter (Trezor, Ledger..)
- Würfeln zum erstellen der Wörter.
- Passphrase auf Stahl
- Leichte Passphrase im Kopf
- Verteilte Lagerung vom Seed (12 Wörter im Haus, 12 Wörter im Schließfach)
- Multisig
- uvm
Man kann auch mehrere kombinieren, es muss zu dir und deiner Situation passen. Wichtig ist, dass du genau verstehst, was du machst und die Wallet mehrfach löscht und neu aufsetzt und Testtransaktionen machst, nur so gehst du sicher, dass du alles richtig gemacht hast.
Eine Passphrase zu merken kann sehr gefährlich sein, denn ein Zeichen nach 10 Jahren vergessen und es wird extrem schwierig jemals wieder an die Bitcoin zu kommen.
Wenn Ihr euch jetzt akuelle eine neue HW zulegen würdet: Trezor um nicht nur bei BitBox zu sein !? Oder einfach eine weitere Bitbox: Dann bleibt aber das Risiko, siehe Thema der letzten Tage > Alles bei einem Anbieter, gibt es hier ein Leck > ALLES BEI DEM ANBIETER IN GEFAHR!
(Ich finde die Handhabung der BB ganz gut, nachdem sie schon länger nutze, da ist man dann dran gewöhnt und muss sich nicht immer wieder umstellen. Vorallem, wenn man die nicht regelmäßig nutzt).
Ich sag es mal so … die optionale Passphrase definiere ich als eine Art 2 Faktor Authentifizierung und macht meine mühsam gesparten Satoshis etwas sicherer.
Ich bin generell eine extrem genau Person die sich alles notiert. Meine ganzen Bitcoin Käufe, Transaktionen und Investitionshistorie habe ich in Excel dokumentiert. Es stimmt alles haargenau, und zwar bis jeden einzelnen Satoshi ![]()
Hm ja ok. Bedeutet das auch, dass ich meinen Bestand erst an die Börse schicken muss, dann Bitbox zurücksetzen bzw. neu aufsetzen mit Passphrase und dann von der Börse wieder zur Bitbox? Korrekt?
Ah danke, ja macht Sinn!
Dann lande ich wohl auf einer leeren Wallet und muss es erneut versuchen ![]()
100%ige Zustimmung. Was mich umtreibt, ist der Umstand, dass man meine Bitcoin an einer zentralen Stelle „stehlen“ kann. Ich wünsche mir irgendwie einen weiteren Sicherheitsfaktor der nicht übertrieben und auch „machbar“ ist.
So eine richtige Lösung habe ich da für mich noch nicht gefunden … ![]()
Das ganze Leben besteht aus Wahrscheinlichkeiten. Und am Ende muss natürlich jeder selbst den Umgang mit Wahrscheinlichkeiten entscheiden.
Könnte ich morgen auf der Straße aus dem Gleichgewicht kommen, auf den Kopf fallen und sterben? Ja, mit einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit. Wenn ein Helm mein Leben retten würde, sollte ich nun deshalb beim Spazieren immer einen Helm tragen?
Bei Sicherheit rund um IT und somit auch Bitcoin gibt es dann noch viel mehr Nuancen. Realität ist wohl, dass eine Passphrase zu mehr verlorenen Wallets geführt hat als sowas wie der Vorfall bei Coldcard.
…[falsch verstanden, zu schnell überflogen und geantwortet ;) SORRY > HABE MEINEN BEITRAG GELÖSCHT].
Nein geht auch ohne den Umweg zur Börse. Du kannst die BitBox ja mehrfach zurücksetzten und wieder herstellen. Glaube mit 3 mal zurücksetzten geht es auch.
Wenn es dir nur darum geht, bleibe ich bei meinem Vorschlag.
Leg dir eine 2. Wallet zu, irgendwann mal vielleicht eine 3. So hast du an 3 Orten, zB. in 3 Schließfächern von 3 verschiedenen Banken den Schlüssel für dein Vermögen. Stiehlt jemand einen, hast du immer noch 2 andere Wallets und der Verlust ist verkraftbar.
Ob du die neue Wallet über eine Passphrase mit den gleichen Wörtern machst oder ob du eine neue Bitbox/Trezor… kaufst und neue Wörter nimmst, ist zweitrangig.
Wie soll eigentlich ein potentiell erfolgreicher Angreifer wissen, dass zu einer 24-Wörter-Wallet noch eine Wallet mit Passphrase gehört und das auf dieser auch noch interessante Summen liegen, inbes. wenn man Adressen nur einmal und nur gegenüber der Börse verwendet hat? Eine ausreichend sichere Passphrase empfinde ich mittlerweile als obligatorisch, aber mal im ernst, dass reicht doch völlig aus. Man kann natürlich beim Fahrradfahren neben dem Helm auch noch einen Rückprotektor benutzen.
Er gibt die 24 Wörter ein und landet in einer komplett leeren/neuen Wallet. Dann wird er sich möglicherweise 3 Dinge denken:
- Du hast die notierte Wortreihenfolge absichtlich vertauscht und dir gemerkt.
- Du hast möglicherweise eines der notierten Wörter durch ein frei erfundenes oder anderes Wort aus der offiziellen Liste ersetzt und dir gemerkt.
- Du benutzt eine zusätzliche Passphrase.
Ja, sowas gibt es, guckst du hier…die Capsules haben auch Sonderzeichen etc. dabei.