Foundry USA findet viele Blöcke -- Gefahr eines 51% Angriffs?

@SaftCPU Dazu kommt noch dass alle ehrlichen Miner (also ca. 99% der Pool-Hashrate) den Pool sofort verlassen würden. Foundry USA „hat“ nicht 25% der Hashrate, sondern viele individuelle Miner arbeiten in diesem Pool zusammen – müssen aber nicht.

Siehe: Kritik zum Video vom 21.09.22: Macht von Mining Pools über Miner

Ein 51% Angriff müsste geheim geplant werden, ohne dass die eigenen Miner davon wissen. Es hilft dir nichts zufällig viele Blöcke hintereinander zu finden, du musst damit rechnen und Blöcke aktiv zurück halten. Das ist extrem riskant und mit extremen Opportunitätskosten verbunden.

Wie erklärst du z.B. den ehrlichen Minern deines Pools was mit ihrem gefundenen Block passiert ist? Ist der verloren gegangen? Teilnehmer im Pool würden sofort Verdacht schöpfen.

Du wirst keine Entitäten (für eine einzelne Entität ist dieser Angriff sowieso unmöglich) finden die freiwillig Löcher ins eigene Boot sägen. Selbst wenn man einen Double Spend erfolgreich durchführen könnte entgeht einem das Potential einfach ehrlich weiter zu Minen, was alleine durch die Voraussetzung des Angriffs (viel Hashrate zu kontrollieren) ein gigantischer Verlust wäre.

Mit anderen Worten:

  • Ein Angriff aus rein kriminellen bzw. finanziellen Gründen ist weder realistisch noch finanziell sinnvoll und kann in meinen Augen komplett vernachlässigt werden.

  • Ein Angriff aus politischen Gründen (z.B. durch eine Staatengemeinschaft) ist genauso unrealistisch. Aber immerhin widerspricht sich hier die Zielsetzung nicht mit dem Ergebnis.

Die 51% werden immer exemplarisch genannt, sind aber in der Realität nicht ausschlaggebend. Du kannst auch mit z.B. 40% einen Double Spend durchführen.

Wieso ist das ein Problem?

Nämlich?

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