Folgt dem Papier Gold der Papier Bitcoin!

Ich denke wir befinden uns momentan in Phase 1 und 2 nach folgendem Ablauf:
Phase 1: Akkumulation durch Institutionen
Phase 2: Produktisierung für Retail
Phase 3: Retail-Welle („Oma kauft BTC“)
Darauf deutet hin, dass sich Institutionen mit BTC vollzuzsaugen beginnen, BlackRock u.a. haben mit der Produktisierung von BTC begonnen. Ich sehe in gekoppelten Produkten die größte systemischen Gefahr für Bitcoin als Asset und für das Versprechen seiner Knappheit. Bei Papier-Gold ist es den Zockern ja auch egal, ob mit echtem Gold hinterlegt oder nicht, warum sollte dieses Mindset bei BTC anders sein - Zertifikate gibt es auch im Goldmarkt. Die BTC Community insbesondere potente Player sollte hier sehr viel Marketing betreiben und Lobbyarbeit, ggfs. unter der Idee des Verbraucherschutzes, dass nur mit „physischen“ bitcoin hinterlegte Produkte gehandelt werden dürfen, was sagt ihr?

Unterschied:
Die tatsächliche Menge von gehaltenen Gold ist nicht Nachweisbar.
Bei Bitcoin zu jedem Zeitpunkt

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soweit in Zertifikaten versteckt eben auch nicht nachweisbar

Im vergleich zu einem Schließfach eben doch. Sofern die adresse veröffentlicht ist. Und wenn die kunden nur die kaufen, bei denen es öffentlich bekannt ist, verlieren die, die es nicht veröffentlichen.

mhm, nicht ganz.

Mhm, doch ganz.

wart ab. Sobald genügend entsprechende Papiere zugelassen sind, wird genügend leere Luft von Fondsanbietern und Banken verkauft.

Musst dann genau hinsehen , wie heute bei Gold

Bei Zertifikaten bin ich raus.
Wäre aber mal sicher ein Interessantes Thema.

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Merkmal ETF A (Spot) ETF B (synthetisch) Zertifikat C
Physisch hinterlegt :white_check_mark: :cross_mark: :cross_mark:
Verwahrung transparent :white_check_mark: :cross_mark: :red_question_mark:
Proof of Reserves :large_orange_diamond: (geplant) :cross_mark: :cross_mark:
Zugriff auf echte BTC (z. B. Transfermöglichkeit) :cross_mark: :cross_mark: :cross_mark:
Handelsvolumen / Liquidität hoch mittel niedrig
Reputationsrisiko gering hoch mittel

bleibt trotzdem das Steuerproblem, selbst wenn physisch hinterlegt. muss auch jederzeit auslieferbar sein

Wozu muss in einem Markt mit physischer Nachfrage nachgewiesen werden, wieviel Gold gehalten wird? Letztlich entscheidet immer die physische Nachfrage (Forderung) über den Preis und „Papier-Gold“ (Zertifikate) kann bloß phasenweise den Preis drücken (gute Kaufgelegenheit). Oder könnte man mit „Papier-Trüffeln“ erreichen, daß Trüffel dauerhaft unter dem Preis von Champignons gehandelt werden? Nein, könnte man nicht, weil Trüffel einfach viel seltener sind als Champignons und letztlich die physische Knappheit immer den Marktpreis bestimmen wird. Dieses Gesetz gilt für jedes physische Gut und solange es physische Goldnachfrage gibt (also vermutlich immer), ist das beim Gold nicht anders.

Ab sofort in Zertifikate, die sind ja noch besser als die Synthetischen. :joy_cat: Erinnern an die Synthetik CBDS während der Suprime Krise.

Man kann ja einfach ein mal Coins hinterlegen und dann 10 oder 100 mal so viel Paper BTC verkaufen

Genau das kannst du!
Wenn Trüffel jetzt nicht gegessen werden würden oder schlecht werden würden.
Trüffel wäre dann ein Wertaufbewahrungsmittel

zertifikate sind einfach Papiere, die nicht oder nur wenig gesichert sind.

Hinterlegung gibt formal eine Sicherung, ob die hält ist ist eine andere Frage.

Lieferfähigkeit bedeutet, wie bei Gold-Papieren, dass steuerrechtlich die Haltefrist gegeben ist.

Also gut, mal angenommen, Trüffel würden nicht gegessen oder schlecht werden (wobei man dann fairerweise auch annehmen müsste, daß sie viel seltener nachwachsen würden, weil sie sonst viel zu inflationär wären und der Vergleich dann nicht mehr passt).
Und dann noch angenommen, sie dienten als Wertspeicher.
Dann hätten wir dennoch dasselbe zur Wirkung kommende Marktgesetz, nämlich daß manche Käufer zwischem physischem Gut und Papierversprechen unterscheiden. Es gäbe also auch dann immer Menschen, die Trüffel physisch haben (lagern) wollten, womit ein sich aufblähender Markt an Trüffel-Zertifikaten irgendwann zwingend kollabieren müsste, weil die immer billiger gehandelten, an sich seltenen physischen Trüffel irgendwann ausverkauft wären und nicht mehr geliefert werden könnten. Und zwar deshalb, weil kein physischer Halter sie mehr zu den immer weiter gedrückten Preisen hergeben würde, während die Käufer für physische Trüffel immer höhere Preise bieten würden.

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was bei Gold gelebte Praxis ist

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Genau so ist es.
z.B. durch Werteleihe.
Der Bitcoin von einem ETF kann auch hundertausend mal beliehen werden.
Wenn der ETF öffentlich überprüfbar ist, steht das dort nirgends.
Soviel mal zur Transparenz einiger ETFs.

Noch steht das nirgends. (Nirgends ist übertrieben)
Wir können aber sehr gut nachvollziehen, wer welche Identität ist. Das wird die Anbieter irgendwann mehr oder weniger dazu zwingen Ihre Bestände zu veröffentlichen.
Wenn dann einer Anfängt, werden bald andere folgen mit dem Prof of Reserve.

Der heutige BTC Preis ist unter dem ATH von 2021, wenn inflationsbereinigt plus dollarschwäche mit eingerechnet.
das ist IMHO nur mit vielen Papier-BTCs zu erklären. Leider leider…auch wenn das in the long run ev. nicht mehr ganz so einfach möglich sein wird, es existiert wohl noch eine ganze Weile. Keine ahnung, ob es da ev. Lösungen dazu gibt. zb. eine neue Funktion auf der BTC-chain, die in richtung proof-of-reserve geht oder so, aber fällt mir nichts gescheites ein…