Fehlende spezielle Regelung im Einkommensteuerrecht? Finanzministerium äußert sich zu Krypto-Steuer-Plänen


Dieses Begleitthema zu https://www.blocktrainer.de/blog/bundesfinanzministerium-aeussert-sich-zu-krypto-steuer-plaenen wurde automatisch erstellt. Antworten auf dieses Thema werden unter dem Beitrag auf der Webseite eingeblendet.
2 „Gefällt mir“

Bitte einen Artikel über das Auswandern. Das wäre sehr cool! Sollte man vorher die Coins verkaufen oder erst nach der Auswanderung? Wird uU doppelt besteuert? (DBA) Thema Verlustvorträge – Sollte man diese noch vor der Abmeldung nutzen oder nicht?

Haben dazu schon längst einen Gastbeitrag von Dr. Ingo Heuel:

5 „Gefällt mir“

"…modernen Vorschriften…“

Klingt für mich nach typischem Links-Euphemismus.

Wir holen uns das Geld von denen, die uns sowieso nicht wählen und verkaufen unsere Idee dann noch als modern und solidarisch.

5 „Gefällt mir“

Ich bin bei diesen ganzen Aussagen sehr vorsichtig. Es erscheint mir immer so, als würden die “kleinen” Politiker, die die Anfragen beantworten weder wissen, was die “großen” gerade planen, noch als hätten sie die geringste Ahnung vom Steuerrecht.

4 „Gefällt mir“

Der Satz bringt den Kern des Problems bereits auf den Punkt:

„Kryptowerte werden seit Jahren über § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG als ‚andere Wirtschaftsgüter‘ erfasst.“

Genau darin liegt die steuerrechtliche Besonderheit. Kryptowerte werden bislang nicht wie Aktien behandelt, sondern wie andere veräußerbare Wirtschaftsgüter – also grundsätzlich nach denselben Regeln wie etwa Mercedes-Benz 300 SL-Oldtimer, Pokémon-Sammelkarten oder Whisky, sofern diese innerhalb der maßgeblichen Frist mit Gewinn verkauft werden.

Sollte der Gesetzgeber Kryptowerte künftig steuerlich anders behandeln als andere Wirtschaftsgüter, dürfte dies mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Vielzahl finanzgerichtlicher Verfahren führen. Denn dann müsste überzeugend begründet werden, warum ausgerechnet Kryptowerte eine Sonderstellung erhalten, während andere spekulative Vermögensgegenstände weiterhin nach den bisherigen Regeln behandelt werden.

Wenn man Kryptowerte künftig analog zu Aktien besteuern möchte, wäre es konsequent, auch die Verlustverrechnung entsprechend auszugestalten. Steuerliche Vorteile und Nachteile sollten in einem solchen Fall symmetrisch behandelt werden.

Ich bin daher gespannt auf die ersten Gerichtsverfahren nach einer möglichen Gesetzesänderung – und ebenso darauf, ob der Gesetzgeber gegebenenfalls zu einer Korrektur gezwungen wird, wenn sich unbeabsichtigte Auswirkungen auch auf andere Wirtschaftsgüter wie Pokémon-Karten, Oldtimer oder Sammlerobjekte ergeben.

Würde man hingegen nicht mehr von „Kryptowerten“, sondern von „Kryptowährungen“ sprechen, könnte dies den Eindruck erwecken, dass diesen faktisch der Charakter eines offiziellen Zahlungsmittels zugeschrieben wird. Gerade diese begriffliche Unterscheidung dürfte daher bewusst gewählt worden sein.

Man darf in jedem Fall gespannt bleiben. Über eine Auswanderung wird in solchen Diskussionen schnell gesprochen. Bei genauer Betrachtung erweist sich dieser Schritt jedoch häufig als deutlich kostspieliger und nachteiliger, als es zunächst erscheint.

1 „Gefällt mir“

Dieser Punkt wurde vorweggenommen mit dem Framing „modern“. Das schließt dann Whiskey, Ölgemälde und Oldtimer aus, da diese nicht modern sind. Mit „modern“ wurde bewusst eine neue (Unter-) Kategorie geschaffen um Krypto „neu“ und „anders“ besteuern zu können - ohne sich dem Vorwurf auszusetzen dem Bitcoiner, und daher einem potentiell nicht steuerbaren Staatssubjekt, mit Ressentiments zu begegnen.

2 „Gefällt mir“

Mein Vorwurf an den Ablauf der Wiedervereinigung war ja immer, dass Bonn als Bundeshauptstadt abgelöst wurde und sich fortan die Entscheider und Politikelite in Berlin (Ost) versammelten, dem Hotspot des ehemaligen Sozialismus. Den alten Strukturen musste man theoretisch nur wieder etwas Leben einhauchen und die alten Kader aktivieren. Man musste noch nicht einmal den Staub wegwischen, denn dazu war zu wenig Zeit vergangen.

Schaut man sich einmal um wer sich heutzutage z.B. im ÖRR mit DDR und sozialistischem Parteihintergrund herumtummelt, dem schwant so einiges.

1 „Gefällt mir“

Mein Neobroker hat mir nun mitgeteilt dass ich meine Steueridentifikationsnummer bis zum 11.07.2026 hinterlegen muss → ansonsten können keine Trades mehr durchgeführt werden.
Wollte der Klingbein nicht im Juli etwas verkünden ;-)

Das hat halt nichts mit irgendwelchen ungelegten Eiern (Plänen) oder anstehenden Verkündigungen zu tun, sondern mit DAC8.

1 „Gefällt mir“