Elektroautos, Server, etv. alles Strom aber woher?

Hallöchen,

Ist der Traum realistisch, oder bleibt alles nur eine kurzfristige Träumerei? Wenn man bedenkt das es Anfangs 2019 bereits schon 450 Atomkraftwerke in Betrieb waren weltweit + neu geplant über 100 Stück. Und das wären mal die Atomkraftwerke. Ich denke man sollte warten/abwägen bei allen Tech. (Mit hohen - sehr hohen stromverbrauch im Totalen) ob die Tech Bereit ist für eine flächendeckende Massenaption. Wir haben die Elektroautos (Öko fussabdruck kein signifikanter Unterschied zu Verbrennungsmotor), Immer mehr Server und Serverfarmen, immer mehr digitalisiert (zuhause, strasse,läden, verkehr u.s.w), Cyberwar u.s.w. Wir hätten doch zurzeit viel zu wenig Strom oder nicht? Für die elektroautos bräuchte es schon mal sehr viel. Solange die Kernfusionsenergie noch nicht weiter fortgeschritten ist bleibt vieles Träumerei. Ausser Bitcoin, Iota und Vechain :):smiley:

Was denkst du Roman oder ihr?
Vielen Dank und cooles Forum

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Ja, ich glaube Strom ist ein großes Problem.
Derzeit wird an spannenden Lösungen geforscht… aber die brauchen alle noch viele viele Jahre.
Mit anderen Worten, wir sind wohl noch nicht so weit!
Und ich finde es fragwürdig die Zeit bis dahin mit weiteren Atomkraftwerken zu überbrücken. Der Rückbau der AKWs braucht Jahrzehnte, verursacht unfassbar viel radioaktiven Müll und kostet unfassbar viel Geld. Dazu kommt, dass ein neu gebautes AKW 30-40 Jahre laufen soll. Sprich solange wir leben werden wir diese Probleme haben.

Hier eine Lösung die ich richtig genial finde!

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Es ist einfach traurig, daß Projekte wie „Deserttec“ in Frage gestellt werden…
ob da die Atomlobby ihre Finger im Spiel hat?

„Desertec war ursprünglich geplant als Projekt, Strom aus der Wüste nach Europa zu bringen. Dabei ist es sinnvoller, sich zunächst einmal mit der Versorgung der lokalen Märkte zu beschäftigen. Immerhin leben dort 400 Millionen Menschen“, sagt Paul van Son, damals Geschäftsführer der DII und nun bei der RWE-Ökostromtochter Innogy für die Geschäfte in Nordafrika, dem Nahen Osten und der Türkei verantwortlich.

Frithjof Finkbeiner dagegen, heute Aufsichtsratsvorsitzender der Desertec-Stiftung, hält dieses Argument für vorgeschoben. „Die Konzerne wollten in Europa keine Konkurrenz für den Atom- und Kohlestrom. Deshalb haben sie das Konzept von Desertec infrage gestellt“, erklärt er.

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Wenn ich mir unsere Politik hier zu Lande anschaue könnte ich heulen. :sob: Alleine die Stagnation beim Windkraftaufbau ist unfassbar. Dieses Jahr sind bis jetzt weniger Anlagen aufgebaut worden als die letzten Jahre im jeweils ersten Quartal. Momentan werden wir hier von Skandinavien abgehängt. Und es geht hier nicht nur um neue Anlagen die plötzlich irgendwo hin sollen. Auch das RePowering wurde runtergeschraubt. Also auch keine effizienteren Anlagen an Stelle der Alten. Es gibt wirklich jede Menge Möglichkeiten. Viele werden einfach durch unsere Altehrenwerten Energieversorger geblockt. Alle Windkraftverbände zusammen, haben weniger Einfluss auf die Politik als einer der großen Atom- oder Kohlestromer. Solarstrommittelständler wurden Reihenweise platt gemacht. Da hat keiner der Politiker mit der Wimper gezuckt.

Wir haben noch viele andere Möglichkeiten die es jetzt schon gibt. Alleine die Menge Strom die „verpufft“ nur auf Grund fehlender Infrastruktur. Wenn mehr dieser Möglichkeiten genutzt würden, könnten wir uns wohl einige AKW’s sparen. Zumindest weitere Neubauten.

Wir wären jetzt schon viel weiter, wenn hier mehr passieren würde. Leider ist es auch an uns allen dies zu untersützen. Habe schon alleine in meinem Umfeld soviele Leute die sich schon über die 3 Cent Erhöhung für CO2 Steuer beschweren. Sicher ist das Schei… - aber alle haben nun mal den Zeitpunkt verschlafen früher etwas zu ändern. Und das kann nur eine Gesellschaft zusammen anpacken.

Ich mag die Idee von Dezentraler Politik, so wie einige (@Blocktrainer) sich das vielleicht auch vorstellen könnten. :relaxed:

Aber ein wenig macht mir das auch Angst, wenn ich mir einen Großteil meiner Mitmenschen anschaue und daran denke, die würden per Mehrheit entscheiden. :crazy_face:

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Danke, sehr gute und interesseante Denkweisen. Ich sehe das sehr ähnlich wie du Roman. Habe deine Videos diesbezüglich schon gesehen und die waren sehr interessant. Danke und auch den anderen

Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe zur Zeit auch Angst vor zu viel Bürgerentscheidungen aus den gleichen Gründen. Hab hier das auch in anderen Beitrag erklärt.
Auf energieschonende Lebensweisen wie ich sie mir wünsche schreib ich auch was.

Ich würde nicht mal sagen, dass der Strom momentan das große Problem ist.
Wir haben eigentlich genug Strom. Nur laufen hier viele Sachen einfach unbedacht ab.
Jetzt werden erst mal alle bösen AKWs abgebaut (Ok die Mengen an Atommüll sind auch echt mies), während aber ebenso CO2 in aller Munde ist.
AKWs laufen CO2-neutral und haben Volllastlaufzeiten von über 99%. Dafür wurden jetzt fleißig Windräder gebaut, die nur einen Bruchteil an Volllaststunden davon schaffen. Das wurde jetzt auch gemerkt und aus finanzieller Sicht ist es plötzlich ganz unattraktiv, weil man ewig braucht bis das Geld wieder drin ist.

Trotzdem haben wir schon einen beträchtlichen Anteil an erneuerbaren Energien. Leider ist der Strom fluktuiert und wenn die Sonne im Sommer so richtig schön scheint ist keiner zu Hause und keiner kann den Strom so richtig nutzen. Das E-Auto wird in der Regel dann auch nicht daheim stehen, um laden zu können. Uns fehlt es also eher an effektiven und wirtschaftlich rentablen Energiespeichern > Regelung der Leistung nach Bedarf.
Für E-Autos ist außerdem natürlich eine komplett neue Infrastruktur nötig und das ist nicht so schnell gemacht und wird richtig viel Geld kosten.

Übrigens: Du hast es mit dem Ökologischen Fußabdruck schon erwähnt. Der Abfall von Lithium-Ionen Akkus und anderen ist auch nicht ohne. Mit einer Lebensdauer von aktuell 800-1000 Zyklen (Beim Auto entsprechend 3-4 Jahren) werden ebenfalls enorme Mengen an gefährlichen Abfall anfallen und die Entsorgung sowie das Recycling ist aufwendig und teuer.

Auch fand ich die Aussage von so manchen interessant, dass wir uns unabhängiger machen wollen mit Elektroautos, also weg von der Handvoll erdölexportierenden Ländern. Dafür tauschen wir es dann gegen einen noch kleineren und kritischeren Lieferantenstamm ein bei Lithium (Bolivien, Chile, Argentinien …). :slight_smile:

Aber würden die vorhandenen Gelder mal sinnvoll in diese Technologien investiert werden und in der Politik an den entsprechenden Positionen Leute sitzen, die sich in den Bereichen auch auskennen, würde es auch mal vorran gehen.

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