Diskussion über den (anthropogenen) Klimawandel

Vielleicht weil du nicht realisierst dass die Skala da in millionen Jahren ist und die gesamte Menschheit in den letzten ~300k Jahren existiert hat wo der Graph flach ist?

Woher kommen die Daten für den Graph? Wer hat die gemessen und wie? Weshalb zweifelt ihr die Daten der Klimawissenschaftler an aber die Daten welche zu diesem Graph geführt haben nicht?

1 „Gefällt mir“

Wir sind uns also einig darüber, dass wir nix genaues wissen?

Klasse!

…und zu den Diagrammen: Woher kam denn das ganze nichtmenschengemachte (gab ja noch keine keine - und Autos oder so glaub auch nicht) CO2 damals her (Von wo es heute nicht mehr herkommen könnte)?

Fragen über Fragen…

1 „Gefällt mir“

Ich finde er erklärt das ganz nett:

Das YouTube-Video „Ignorance Disguised as Knowledge“ vom Kanal DarkMatter2525 behandelt die Verbreitung von Falschinformationen am Beispiel von Aussagen aus dem Podcast von Joe Rogan (im Gespräch mit Mel Gibson). Der Ersteller nutzt diesen Aufhänger für eine tiefgehende Analyse des anthropogenen (vom Menschen verursachten) Klimawandels, der Funktionsweise wissenschaftlicher Daten und der Fehleinschätzung von Diagrammen.

1. Grundlegende Logik des Videos

Das Video baut seine Argumentation über mehrere Ebenen auf:

  1. Gegenüberstellung von Expertise und Laienmeinung:

    Der Ersteller zieht Parallelen zum Kampfsport (Martial Arts): So wie jemand ohne Kampferfahrung im Ring gegen einen Profi-Kämpfer sofort scheitern würde, wirken Laien lächerlich, wenn sie wissenschaftliche Fachbereiche ohne fundierte Bildung abtun.

  2. Psychologische Ursache für Fehlinformationen:

    Falschaussagen verbreiten sich schnell, weil sie einfach zu formulieren sind. Die Wissenschaft hingegen erfordert Jahrzehnte harter Arbeit, Methode und Disziplin.

  3. Das Anreiz- und Propaganda-Dilemma:

    Rogan behauptet, dass hinter der Energiewende vor allem finanzielle Interessen und Panikmache stecken. Das Video kehrt dieses Argument um: Die immensen finanziellen Interessen liegen bei der Öl- und Gasindustrie (z. B. durch Milliarden an Subventionen und Lobbyismus seit dem Citizens United-Urteil von 2010).

  4. Der Kernkonflikt – Misinterpretation von Wissenschaft:

    Am Beispiel einer 485-Millionen-Jahre-Klimagrafik, die Joe Rogan im Podcast zeigt, demonstriert das Video, wie Laien wissenschaftliche Daten gründlich missverstehen und als „Beweis“ für das Gegenteil nutzen.

2. Detaillierter Kontext und Logik des Charts / Diagramms

Im Video [18:54] wird ein wissenschaftliches Diagramm gezeigt, das die globale Temperatur der Erde über die letzten 485 Millionen Jahre darstellt (basierend auf Veröffentlichungen in Science/PhanEROZOIC-Temperaturrekonstruktionen).

A. Was Joe Rogan im Diagramm sieht (und fälschlicherweise Schlussfolgert)

  • Seine Behauptung: Die Erde kühlt derzeit ab (gezeigt durch einen starken Abfall ganz am Ende des Charts), die Temperatur habe über Jahrmillionen immer stark geschwankt, und es gebe keine „statische Temperatur“ der Erde [18:18].

  • Sein Fehlschluss: Da der Mensch vor diesen Schwankungen gar nicht existierte und es früher viel heißer war, sei der aktuelle Klimawandel unbedeutend oder rein natürlich [19:29].

B. Die wissenschaftliche Realität und Logik hinter den Daten

Das Video widerlegt diese Fehlinterpretation Schritt für Schritt anhand der Zeit- und Extinktionsskalen:

  1. Skalierung & Zeitskala (Das Missverständnis der Klippe):

    • Die Ticks auf der Zeitachse des Diagramms umfassen Abschnitte von 10 Millionen Jahren [32:39].

    • Der scheinbar steile Temperaturabfall („Plunge“) am Ende der Kurve, in dem wir uns befinden, dauerte in Wirklichkeit ca. 60 Millionen Jahre [32:56].

    • Der Mensch hat sich exakt am Boden dieses Abfalls entwickelt (im Quartären Eiszeitalter). Unser gesamtes Ökosystem und die menschliche Zivilisation sind an diese kühlen Bedingungen angepasst. Eine rasche Erwärmung zurück zu den Jahrmillionen alten Extremwerten ist für die Menschheit tödlich [33:08].

  2. Verbindung zu Massenaussterben:

    • Anstatt zu beweisen, dass große Temperaturschwankungen „harmlos“ sind, zeigt die Zeitleiste das Gegenteil: Nahezu alle 5 großen Massenaussterben der Erdgeschichte (z. B. das Perm-Trias-Aussterben vor 252 Mio. Jahren) fanden während steiler Temperaturanstiege statt [25:24].

    • Damals stiegen die Temperaturen über Jahrtausende oder Millionen von Jahren an. Die heutige menschlich verursachte Erwärmung geschieht jedoch innerhalb von Jahrzehnten [25:58] – Ökosysteme haben keinerlei Zeit, sich evolutiv anzupassen.

  3. Das Rauschen vs. der moderne Peak (Blick in die Lupe):

    • Auf einem 485-Millionen-Jahre-Graph ist die menschliche Existenz (ca. 200.000 Jahre) mikroskopisch klein (weniger als ein Pixel) [34:00].

    • Zoomt man in die letzten 12.000 Jahre (Holozän) oder 2.000 Jahre hinein, sieht man nach einer jahrtausendelangen natürlichen Abkühlung (durch Milanković-Zyklen) einen senkrechten Temperaturanstieg seit Beginn der Industrialisierung [34:40], der den natürlichen Trend komplett bricht [38:26].

  4. Vergleich der Ursachen (Vulkane vs. Menschheit):

    • Vulkanausbrüche waren Auslöser früherer Klimakatastrophen und stoßen in aktiven Jahren bis zu 0,5 Milliarden Tonnen CO₂ aus [42:12].

    • Der Mensch stößt jedoch derzeit ca. 40 Milliarden Tonnen CO₂ pro Jahr aus [42:24] – fast zwei Größenordnungen mehr als alle Vulkane der Erde zusammen.

Zusammenfassung

Das Video zeigt auf, dass das gezeigte Diagramm keineswegs den Klimawandel widerlegt, sondern die Wissenschaftler genau wegen dieser Daten besorgt sind:

  • Wir bewegen uns mit extremer Geschwindigkeit aus dem Klimabereich heraus, in dem der Mensch und moderne Ökosysteme entstanden sind.

  • Das Verwechseln von geologischen Zeiträumen (Millionen Jahre) mit menschlichen Zeiträumen (Jahrzehnte) führt zu einer gefährlichen Selbsttäuschung.

Plotten wir das doch mal ungefähr was @Blokk uns gegeben hat:

Tjoa, war vor 10-100 Millionen Jahren zuletzt ähnlich und bis 1000 schaffen wir es absolut ohne Probleme bis 2100, dann sind wir schwuppi mal wieder in ner Warmzeit die normal in 100 mio Jahren schwankt… :star_struck:

Nein, ich weiss schon wo die Daten her kommen die sagen das sich das Klima in der Vergangenheit verändert hat. Sie kommen von Eiskern Bohrungen überall auf der Welt, die von den Klimawissenschaftlern durchgeführt werden, weil das Eis wie ein Archiv der Vergangenen Atmosphäre darstellt.

Das ist von den selber Wissenschaftlern welche die Klimamodelle machen, die haben auch die Daten über die Vergangenheit gesammelt und mittels Modellen diese Graphen erstellt.

Jetzt ist es halt so dass diese Graphen von irgendwelchen Schwurblern genommen werden und dir so präsentieren als sei das Wissenschaft welche die „etablierte“ Klimaforschung irgendwie in Frage stellt. Ist es aber nicht, es kommt von den selben Leuten. Ich kenne sogar einen davon, der war einer meiner Physik Professoren an der Uni. Der war persönlich bei Eisbohrungen mit dabei und war auch Vorstand in IPCC.

Du bist immer noch komplett selektiv welchen Daten du traust und welchen nicht, komplett unabhängig wo die her kommen und wie die erhoben wurden, weil das interessiert dich nur für Dinge welche deinem Weltbild widersprechen.

Alle deine Fragen haben eine Antwort. Das du die nicht weist zeigt das du dich nicht mal ein Minimum mit dem Thema befasst hast, aber trotzdem denkst du hast eine Meinung die sei was wert.

Das CO2 in der Atmosphäre von hunderten Millionen von Jahren wurde über diese Zeit bis heute von Pflanzen absorbiert und zu Biomasse, welche dann wieder abgestorben, sich in der Erde abgelagert und schlussendlich hat sich daraus das Gas oder Öl gebildet das wir heute aus dem Boden pumpen.

Über die Jahrmillionen hat sich das Klima aus verschiedensten Gründen teils Massiv verändert, diese Veränderungen waren aber über die Zeitskalen von Millionen bis hunderte Millionen von Jahren. Dabei sind immer wieder Teile dieses eingeschlossenen CO2 freigesetzt worden. Was ungefähr passiert ist kann man aus Sedimenten und den Eiskernen rekonstruieren, kannst ja mal nachlesen, ist sehr interessant.

Die Menschheit ist in den letzten ~300k Jahren entstanden, unsere Zivilisation in den letzten ~10k Jahren. Eine Zeit in dieser historischen Skala wo das Klima ziemlich Stabil und kühl war. Kein Mensch der Jemals existierte hat eine Erde erlebt die komplett Eisfrei war oder komplett zugefroren, das hat es aber alles mehrmals gegeben. Die Menschheit ist nicht evolutionär angepasst auf diese Bedingungen.

Was die historischen Daten uns eigentlich sagen ist nicht nur das das Klima der Erde sich verändern kann, sondern auch das die Erde für die meiste Zeit in ihrer Existenz ein Klima hatte in dem die Menschheit nicht existieren kann.

Jetzt kommen wir und entdecken das wir das Gas und Öl das sich über hunderte Millionen von Jahren abgelagert hat und seit dem nicht mehr in der Atmosphäre war, für Energie nutzen können. Wir pumpen das aus dem Boden, verbrennen das und fügen den Kohlenstoff in Form von CO2 und Methan dem Kreislauf hinzu.

Das CO2 ein Treibhausgas ist wussten wir schon. Man versuchte nun mit Modellen der Physik die Erde zu modellieren um herauszufinden was passiert wenn wir das tun. Und um diese Modelle zu kalibrieren ist es von Vorteil wenn du viele Daten aus der Vergangenheit der Erde hast. Denn nur dadurch das wir verstehen wie die verschiedenen Systeme auf der Erde miteinander zusammenspielen, Atmosphäre, Meer, Eis, Land, Vegetation, Sonne, etc können wir Modelle machen welche Aussagen über die Zukunft machen.

Und die Erkenntnis dieser Arbeit ist halt, das wenn wir weiterhin die Zusammensetzung der Atmosphäre massiv mit CO2 aus Gas und Öl Ablagerungen die hunderte Millionen von Jahren in der Erde wahren verändern, dann wird unser Planet wärmer. Wir tun das so gezielt und extrem viel effizienter als das irgendwelche natürlichen Prozesse in der Geschichte der Erde getan haben, das die Veränderungen welche normalerweise über zehntausende bis millionen Jahre stattgefunden haben jetzt nur ein paar Jahrzehnte dauern.

Die Folge davon werden kurzfristig, Dürren, Überschwemmungen, Veränderung von Wettermuster und Fruchtbarkeit von Regionen und andere Extreme Wetterevents sein (Zum Beispiel mehr Tornados). Ich meine die ersten Auswirkungen sehen wir bereits und es wird noch schlimmer werden.

Das wird zu Hungersnöten und massiver Migration führen. Zu Kriegen um fruchtbare Regionen und Wasser. Über die nächsten hundert Jahre, werden ganze Teile der Erde die heute bewohnt sind nicht mehr bewohnbar.

Dabei könnten wir das alles verhindern uns es wäre sogar ohne Klimawandel wirtschaftlich und geopolitisch Sinnvoller unsere Abhängigkeit von Gas und Öl komplett auf Null herunterzufahren. Mit Klimawandel geht es aber um die Existenz unserer Zivilisation und nicht nur um wirtschaftliche Schäden.

3 „Gefällt mir“

Das ist halt auch wieder sowas, wo sich zeigt, dass das am Ende nicht ideologiegetrieben ist, sondern reine wirtschaftliche Lobbyarbeit ist.

Denn jeder „Rechte“ der gegen zu viel Migration ist, der müsste den menschengemachten Klimawandel eigentlich als genau das anerkennen. Selbst wenn er der Ansicht wäre, dass es ihn nicht gibt. ;)

Aber ausgerechnet die relativieren ihn. Nicht nur Umweltschutz ist Heimatschutz, auch Klimaschutz ist Heimatschutz. In vielerlei Hinsicht und für alle Heimaten die es gibt.

4 „Gefällt mir“

Aber wir machen doch etwas. Wenn die Kernfusion erst mal läuft sollte das Problem doch gelöst sein? Und die Staaten werfen ganz Vorbildlich jede menge Geld drauf.Wasserstoffspeicher, riesige Stromtrassen durchs ganze Land. Batteriespeicher. Und alles was Geld kostet kurbelt schließlich auch die Wirtschaft an. Vor allem wenn es später noch Gewinnbringend genutzt werden kann. Also läuft doch?

Wenn wir jedoch jetzt einfach direkt aufhören würden Fossile zu nutzen ist auch kein Geld für Forschung mehr da. An die ganzen verarmten und hungernden Menschen will ich gar nicht erst denken…

Die Politiker haben irgendwann erkannt das sie Wissenschaftliche Erkenntnisse die der Fraktion des Kapitals die sie vertreten nicht passen, in der politischen Diskussion effektiv neutralisieren können in dem sie diese als „linke Ideologie und Spinnerei“ abtun.

Das hat ja eigentlich überhaupt nichts mit links oder rechts zu tun, sondern mit wirtschaftlichen Interessen bei den Bürgerlichen Blöcken. Natürlich gibt es da auch das Gegenteil, Industrien welche ein Interesse daran haben das der Klimawandel ernst genommen wird, zum Beispiel der ganze Clean Tech Sektor. Die sind aber ja deswegen nicht „links“, deren Interessen deckt sich halt einfach mit den Wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Die Bauern sind jetzt gerade am realisieren das die Allianz die sie mit den „rechten“ bürgerlichen Parteien hatten komplett in die Hosen gingen. Die Existenzgrundlage vieler Betriebe wurde diesen Sommer schon mal so richtig demoliert. Wären jetzt Wahlen würde es wohl gewaltig krachen und zumindest hier in der Schweiz einen riesigen Rutsch gegen links-grün geben.

Ja ist tragisch. Wir werden die letzten Generationen sein die noch Gletscher gesehen hat. Unsere Wälder und die Pflanzen die wir anbauen werden sich komplett ändern weil die Arten die wir jetzt haben sterben. Die Tier die wir halten werden sich ändern. Die ikonische Schweizer Kuh erträgt die Hitze nicht. Unsere Heimat wird sich massiv verändern in den nächsten Jahrzehnten.

2 „Gefällt mir“

Das wirklich Geile ist ja: Ich habe absolut garnichts gegen anthropogene Beeinflussung des Klimas geschrieben, und werde seitenweise mit KI Kacke zugekleistert.

Offensichtlich „darf“ man nur 100% zustimmen. 95% genügt nicht
:rofl:

Leute, Leute, Leute…

Man kennt das Problem seit mehr als 50 Jahren. Die „plötzlich mit Fossilen Brennstoffen aufhören“ Ausrede ist wohl genau so alt und seit dem verbrauchen wir jährlich mehr und nicht weniger.

Hätte man dem von Anfang an einen Riegel geschoben hätten sich auch alternative Technologien schneller entwickelt weil es Sinn gemacht hätte darin zu investieren und unsere Wirtschaft wäre überhaupt nie von diesen Brennstoffen abhängig geworden.

Das sagt man genau so lange und es gibt noch immer nicht mal Testreaktoren die mehr Energie produzieren als sie verbrauchen.

Ich sage aber hier schon länger dass Solar, Wind und Batterien das Problem schon gelöst haben und wir schon länger eine exponentielle Transformation beobachten, welche sogar die meisten Fürsprecher für diese Technologien unterschätzen.

Und das mag sich jetzt komplett komisch anhören weil ich ne linke sozialistische Socke bin, aber was jetzt das absolut wichtigste wäre, wäre die absolute Liberalisierung des Strommarktes. Die Technik ist soweit das der Markt hier die richtigen Signale setzt. Es muss aber möglich sein das ich als Besitzer von Solaranlagen auf dem Dach oder Speicher im Keller die volle Arbitrage des Energiepreises im Quartier oder Dorf machen kann ohne das ich dabei die Regionalen Netze mitsubventionieren muss die es dann nur noch in verminderter Kapazität braucht.

3 „Gefällt mir“

Ich würde das bissl präzisieren. Der Ausbau der Erneuerbaren ging bis jetzt nur so schnell, weil wir das europäische Verbundsnetz haben mit genug Momentanreserve usw. Das dürfte sich jetzt aber solangsam einbremsen.
Wir haben keine Smartgrids, nicht im Ansatz genug Speicher, und in der Hinsicht ein komplett veraltets Stromnetzt, welches jetzt bald an seine Grenzen kommt (Selbst in Neubaugebieten bekommt man die Photovoltaik nicht richtig eingebunden, weil das Stromnetz unterdimensioniert ist).

Der Ausbau bzgl. Smartgrids, Speicher in Form von Akkus usw. wird jetzt nicht gerade billiger, selbst wenn die Zellchemie immer besser und günstiger wird. Es müssen Milliarden investiert werden.
Man hätte schon vor Jahren an das Thema rangehen müssen.

1 „Gefällt mir“

Der grösste Teil der Solaranlagen sind private Dachanlagen. Denen ist doch das Verbundnetz egal, die machen das aufs Dach weil sie damit Stromkosten sparen. Und wenn morgen der Strom von Netz nicht günstiger wird aber die Solarzellen schon dann sind die Anreize das jemand Solarzellen auf sein Dach baut noch grösser als gestern. Ist also ziemlich offensichtlich das der Ausbau weiter geht, komplett von privaten Dachinstallationen.

Kommt hinzu das jede kWh die private erzeugt und verbraucht wird nicht von den konventionellen Kraftwerken kommt, was die zusätzlich teurer macht weil die Anlage kostet ja trotzdem. Die werden also immer teurer. Die aktuellen Konflikte kommen da noch dazu, die sind aber einfach ein Zufälliger Brandbeschleuniger und nicht systematisch.

Die Speicher kommen. Ich finde es recht speziell dass das Argument das wir keine haben meist aus der Marktfundi Ecke kommt, ist doch völlig logisch das wenn es nichts zu speichern gibt dann baut auch keiner Speicher und die Technologie entwickelt sich auch nicht.

Das hat sich aber fundamental geändert. Erstens buttert die EV Industrie Milliarden in die Batterietechnologie und die Batterien haben absurde Fortschritte gemacht (Siehe CATL), noch mehr sogar als Solar. Zweitens gibt es jetzt was zu speichern, nämlich eine Überproduktion von Solarstrom am Tag den man in der Nacht wieder verkaufen kann.

Das Problem ist das der Markt zum Teil nicht genug liberalisiert ist um diese Anreize die jetzt da sind komplett auszunutzen. Wir sind nämlich schon an dem Punkt wo es Günstiger wäre einen Batteriespeicher zu bauen der am Tag überschüssige Energie speichert und in der Nacht verkauft als konventionelle Kraftwerke. Deshalb diese Investitionen würden einfach privat passieren, aber das ist natürlich den Kraftwerkbetreibern ein Dorn im Auge, weshalb die das komplett sabotieren.

Die Stromnetze sind ein natürliches Monopol, deshalb öffentliche Infrastruktur. Das ist etwas was der Markt nicht lösen kann. Aber darüber jammert man jetzt seit Jahren und weiss das es diesen Ausbau und Umbau braucht. Die Investition muss man halt einfach machen. Ist doch nicht umstritten ob wir das brauchen oder nicht. Geld wird für jeden scheiss gedruckt aber für Infrastruktur die JEDER braucht und die extrem essentiell ist für die gesamte Wirtschaft da knausert man herum? Macht absolut keinen Sinn.

Aber was man nicht vernachlässigen darf ist das die lokalen Speicher das Netz entlasten werden. Weil je mehr lokal produziert und gespeichert wird, desto weniger Ausgleichsströme fliessen über die höheren Niederspannung und Hochspannungsnetze zwischen den Regionen, was die Netze entlastet.

Also würde auch hier die volle Liberalisierung des Strommarktes zumindest zum Teil Entlastung schaffen.

1 „Gefällt mir“

Das Volk und alles steht in den Startlöchern für die Wende. Aber gleichzeitig gibt es eben Entscheider in sämtlichen Finanzinstituten, die 2025 entschieden haben noch mehr fossile Energien zu fördern in den nächsten Jahrzehnten:

Quelle: https://www.bankingonclimatechaos.org/wp-content/uploads/2026/06/BOCC_2026_vFINAL.pdf

1 „Gefällt mir“