Digitaler Euro Offline-Funktionalität

Hab ich einen Fiebertraum oder versucht die EZB wirklich etwas zu entwickeln, das physisch und mathematisch nicht möglich ist? Seit Jahren forscht sie an einer Offline-Funktion für den digitalen Euro, bei der Geld ohne Double-Spending von Gerät zu Gerät offline übertragen wird. Dafür bezahlt sie sogar Firmen, die das lösen sollen. Nicht einmal Bargeld ist völlig fälschungssicher – und digital wäre es noch leichter ausnutzbar. Wollen wir ihnen sagen, dass echte Knappheit digital auf Hardware-Devices gespeichert ohne Konsens-Logik nicht möglich ist und sie unsere Steuergelder für was besseres einsetzen dürfen?

Quelle:

Vielleicht funktioniert das ja ähnlich wie Cashu?
Dabei muss auch nur einer online sein aber der andere kann offlien sein

Ja gut wenn einer online ist, dann geht sowas natürlich aber dann würde ich nicht von Offline-Funktionalität reden. Also wenn man den digitalen Euro nur als Bezahlender offline hält und der Empfänger online ist, dann ist das aber keine Offline-Funktionalität für mich. Unter offline p2p würde ich erwarten, dass ich mir über Ebay Kleinanzeigen was kauf und dem Verkäufer dann einfach mit dem Handy digitale Euro offline senden kann, weil wir beide kein Internetemfpang haben. Also am Ende des Tages geh ich davon aus, dass sie die Offline-Funktionalität streichen werden oder halt so was komisches sagen wie einer muss online sein, was für mich aber dann ein klarer Nachteil gegenüber dem Bargeld ist.

Warum sollte es nicht möglich sein? Geht das nicht sogar mit Bitcoin? Person A erstellt eine signierte Transaktion an Person B. Die Transaktion bekommt Person B offline/lokal auf das Gerät übermittelt. Person B erzeugt eine Transaktion an Person C, mit den selben Sats der ersten Transaktion. Person C bekommt offline/lokal von Person B beide Transaktionen übermittelt. Das Spiel lässt sich „unendlich“ lang fortsetzen. Irgendwann können dann alle Transaktionen von der letzten Person online ins Netzwerk propagiert werden.

Bei Bitcoin würde das Problem sein dass Person A schneller online die Sats woanders hin verschicken könnte, wodurch dann die obige Kette an Transaktionen ungültig werden würde. Dieses Problem lässt sich bestimmt in einer neuen Kryptowährung mittels komplexerer Kryptographie lösen.

Du hast ja selber schon deine Theorie widerlegt. Ohne ein ständig validierendes Netzwerk oder Konsenssystem kann niemand feststellen , welche der offline übertragenen Transaktionen die „echte“ ist. Und nein, aktuell gibt es keine Kryptographie die auf einem Hardware Device ohne Zugriff auf das Netzwerk das Double-Spending-Problem löst. Klar kann man in einem Chip die Menge der digitalen Euros offline herunterzählen aber das eröffnet eine Vielzahl an Angriffsmöglichkeiten.

Dann könnte man aber genauso gut Schuldscheine schreiben, weil man sich sibieso vertrauen muss

1 „Gefällt mir“

oder Geldscheine drucken ;-)

1 „Gefällt mir“

Einen physischen Geldschein kann man ja nur ein mal ausgeben und der enzige der betrügen kann ist die Zentralbank.
Bei dem was oben vorgeschlagen ist könnte jeder betrügen.

Wie funktioniert es eigentlich aktuell wenn man mit applepay bezahlt aber an der Kasse kein Internet hat

(kommt ja oft vor, zahlen geht aber trotzdem)

Könnte man im Flugmodus, viele Zahlungen tätigen auch wenn der Kreditrahmen nicht ausreicht?

Die Kasse ist ja Online und kann die Zahlung buchen

1 „Gefällt mir“

Ich muss dich an der Stelle darauf hinweisen, dass es schon sehr viele Fälle gab, wo Menschen in der Vergangenheit gefälschtes Zentralbankgeld bei sich zuhause gedruckt haben :wink:

2010 wurden in Deutschland etwa 60.000 falsche Banknoten registriert (14 % mehr als im Vorjahr). Die am häufigsten gefälschte Banknote ist der 50-Euro-Schein (35.113). Die Zahl falscher Euro-Münzen belief sich auf 67.407 Stück. Damit sank die Zahl der Falschmünzen im Vergleich mit dem Vorjahr (78.500 Stück) deutlich. Die Schadenssumme stieg 2010 auf 3,4 Millionen Euro (2009: 3,1 Millionen Euro).[44] Seit dem Höchststand von ca. 95.000 angehaltenen Fälschungen in 2016 waren die Zahlen rückläufig und erreichten mit 41.950 im Jahr 2021 einen Tiefststand. Davon waren 711 5-Euro-Scheine, 4.536 10-Euro-Noten, 16.088 20-Euro-Noten, 16.157 50-Euro-Noten, 2.545 100-Euro-Noten, 340 200-Euro-Noten und 773 500-Euro-Noten.[45] Mit 56.600 gefälschten Banknoten (im Gesamtwert von 5,6 Millionen Euro) wurde im Jahr 2023 ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 28 Prozent verzeichnet.[46]

:grin:

Ich kannte da mal einen Copyshop Betreiber….. damals waren Farbkopierer noch recht dumm, und erkannten Geldscheine nicht …. so machten sie recht gute Duplikate…

Der Staat fand das nicht witzig, und der Copyshop Betreiber verbrachte am Ende längere Zeit hinter schwedischen Gardinen, als so mancher Totschläger.

1 „Gefällt mir“

Das ist aber was anderes, das ist nicht so als würde man sich ein versprechen später eine Transaktion zu machen rumreichen.

Es geht hier letztlich um die Sicherheit. Ein gefaktes „Versprechen“ kann man durchaus mit einem gefälschten Euroschein vergleichen. Und ohne Konsens lässt sich so ein Versprechen kryptographisch ohne das Double Spending Problem im Offline Modus schlicht weg nicht implementieren :D

Nur das man dieses Versprechen noch viel eifnacher brechen kann als einen Euroschein zu fälschen.
Darum glaube ich auch das immer mindestens der Empfänger online sein muss

1 „Gefällt mir“

Sehe ich auch so, daher sehe ich auch, falls das mit dem digitalen Euro mit offline Fähigkeit kommt, ein sehr hohes Risiko, dass Verbrecher das ausnutzen werden.

Vermutlich wird es so sein. Die EZB hat es halt nur auf ihrer Webseite anders geschrieben und kommuniziert aber aus meiner Sicht auch das einzige mögliche.

1 „Gefällt mir“

Eigentlich könnte die EZB einfach einen Cashu Mint eröffnen der dann Euro Token ausgibt, , aber leider glaube ich nicht das sie uns so viel Privastphäre können würden :(