Die Bitcoin, der Bitcoin oder das Bitcoin?

Markus Krall redet die ganze Zeit von „DIE BITCOIN“, das hört sich so falsch an…

Bitcoin, der

Danke :folded_hands: sag das bitte Markus Krall und Gert Kommer :joy:

der oder die Butter

der oder die Spezi

ich sag einfach bayrisch, da Butter und da Spezi und deshalb auch da Bitcoin

Einfach nur Bitcoin. Ohne Artikel. Ähnlich wie ein Naturelement wie Wasser, Erde, Luft oder Feuer. Man sagt ja auch: Feuer hat eine unheimlich große Kraft. Oder: Ohne Wasser ist man nicht überlebensfähig. Da würde es mit bestimmtem Artikel komisch klingen.

Das Pferd = ein Pferd

Die Münze = eine Münze

Der Hund = ein Hund

“Ich habe ein / eine / einen bitcoin”. Also auch ohne Artikel ist das wichtig.

Das Wasser kommt. Die Erde brauche ich nicht. Das Feuer ist heiß. Die Luft stinkt. Verstehe deine Argumentation nicht.

Btw: der euro, der dollar, der Rubel, der bitcoin. Es ist ein Name einer Währung. Nur weil die währung auf coin endet macht man daraus kein Die bitcoin.

Deine Beispiele haben bestimmte Artikel. Welche Luft stinkt? Die Luft in Argentinien oder die Luft in der U8 (Berliner U-Bahn). Da Feuer immer heiß ist und es keinen Unterschied macht welches Feuer, ist hier der bestimmte Artikel nicht essenziell. Bitcoin ist wie Luft. Bitcoin ist einfach da und ist überall gleich.

Oder Gold. Da sagt man auch nicht: Das Gold. Sondern nur: Gold

Krall hätte also nur von Bitcoin sprechen sollen/können. Wenn er uns mitteilen soll, dass er doch einen Bitcoin hat dann sagt er uns: Ich habe einen/1 Bitcoin. Oder 1,5 Bitcoin. Das ist dann die Angabe der Menge.

Der Vergleich mit Feuer, Wasser, Luft, Gold ist ein gutes Beispiel. Er zielt zwar nicht auf Grammatik, sondern auf Wesensgleichheit. Diese Dinge beschreibt man oft ohne Artikel. In genau diesem Sinn passt Bitcoin sehr gut. Das fühlt sich richtig an, weil Bitcoin hier kein Ding, sondern eine Eigenschaft der Realität beschreibt, ähnlich wie Energie oder Information.

Der Einwand der anderen stimmt formal aber auch. Sobald gezählt wird, braucht Sprache Werkzeuge. Du hast recht im Denken, die anderen haben recht im Sprachregelwerk und Bitcoin selbst braucht beides nicht.

Sprache versucht, Realität zu fassen. Bitcoin entzieht sich dieser Schublade ein Stück weit und genau deshalb stolpern wir darüber.

Der übersetzt wahrscheinlich coin einfach. Coin übersetzt ist die Münze. Also die Bitcoin.

Das ist ein Problem was man oft bei englischen Begriffen hat die man hier einfach übernimmt.

Vom Sprachgefühl her richtiger, ohne das semantisch jetzt erklären zu können, passt zu Coin ohne ihn gedanklich zu übersetzen eher “der”.

Halt Stopp, es heißt „der Bitcoin“ und nun ist hier Schluss :winking_face_with_tongue:

Normalerweiser gehören da auch Artikel zu und das hört sich auch keineswegs komisch an.

Das (Element) Wasser. Das Feuer….

Ganz normal.

Aber interessant, dass Kralls "die” Bitmünze direkt wieder so pseudophilsophische Bitcoindebatten auslöst. ;)

(Allg. Nicht direkt auf dich bezogen.)

Also ich hätte ja jetzt eigentlich vermutet, dass du den Duden heranziehst.

Nun mach ich es halt.

Bit­coin®

Wortart: Substantiv ohne Artikel

Richtig hört sich für mich der Bitcoin an (wenn man denn einen Artikel verwenden möchte).

Aber ich bevorzuge auch ohne Artikel in entsprechenden Sätzen.

“Bitcoin ist volatil” hört sich für mich richtiger an wie “Der Bitcoin ist volatil”.

Das ist eher nicht normal, je nach Wortgebrauch.

Alleinstehend eher mit Artikel. In z.B. beschreibenden Sätzen aber eher ohne.

Kein Mensch schreibt/sagt “Das Wasser ist überlebensnotwendig” oder “Das Feuer ist gefährlich”. Das hört sich komisch an (meinem Empfinden nach).


PS: Wer hat sich eigentlich “Bitcoin” ®egistrieren lassen?

Rechereche:

https://www.heise.de/news/Mt-Gox-Markenzeichen-Bitcoin-soll-verkauft-werden-2210856.html

Ob/Wer aktuell Markenrechte daran hat, habe ich noch nicht herausgefunden.

Genau. Weil Bitcoin eben ein Kunstwort aus dem englischen ist, hat es vermutlich hier keinen Artikel. (Wusste ich übrigens aber auch nicht. Danke dafür. ;)) Nicht zu verwechseln übrigens mit dem Nullartikel. ;)

Krall übersetzt aber vermutlich Coin, also sagt er die Bitcoin. Nach dem Hörempfinden klingt aber irgendwie der Bitcoin richtiger.

Und doch, man sagt normalerweise das Wasser oder das Feuer. Auch Gold hat laut Duden ganz normal einen Artikel. Nämlich das Gold. Salz hat auch einen und ja, wenn man ganz normal so spricht, sagt man oft eben einfach nur Salz…also gibt mir mal Salz bitte und nicht, gib mir mal das Salz, obwohl letzteres natürlich richtig wäre.

Umgangssprachlich ist das eben so….

Viele sprechen heute ja durchgängig nur noch so. Z.B. Ich gehe Supermarkt. Ich kaufe Döner. Wir sind Papst….Usw. usf.

Das bedeutet aber ja nicht, dass diese ganzen Wörter keine Artikel hätten.

Das liegt eben an der Vereinfachung der Sprache. Zum Teil durch Migration, zum Teil durch die Amerikanisierung.

Hör dir mal an wie ältere Menschen sprechen. Also alte Deutsche die noch vor dem Krieg geboren wurden, während des Krieges oder kurz danach. Was die für ein Deutsch sprechen, da schalten die meisten heute Jüngeren schon nach einem halben Satz ab, weil sie nicht mehr folgen können. ;)

Kunstwort aus dem Englischen greift mir zu kurz. Sprache verändert sich nicht zufällig, sondern systembedingt. Sie passt sich immer den Strukturen an, in denen Menschen leben und handeln.

In einem Fiat-System wird Sprache zwangsläufig vereinfacht: schneller, funktionaler, austauschbarer. Zeitdruck, Effizienzdenken, Migration, Medien, alles wirkt in dieselbe Richtung. Artikel verschwinden nicht, weil Menschen falsch sprechen, sondern weil Präzision im Alltag keinen ökonomischen Nutzen mehr bringt.

Bitcoin wirkt hier wie ein Gegenpol. Es ist kein Objekt im klassischen Sinn, sondern ein System, ein Prozess. Deshalb fühlt sich der/die/das Bitcoin für viele unpassend an. Ähnlich wie bei Gold, Wasser oder Energie sagt man im Kern einfach: Bitcoin. Der Artikel wird erst relevant, wenn man über eine konkrete Menge spricht: ein Bitcoin, 0,5 Bitcoin.

Das ist kein Sprachverfall und keine Amerikanisierung per se, sondern Anpassung an Realität. Sprache folgt Systemen und nicht umgekehrt.

Früher hatte sprachliche und inhaltliche Präzision einen direkten Wert: Verträge, Handwerk, Wissenschaft, Verwaltung. Fehler waren teuer, Nachlässigkeit hatte Konsequenzen. Präzision bedeutete Verlässlichkeit und damit ökonomischen Nutzen.

Heute ist das System anders gebaut:

  • Masse schlägt Qualität
  • Tempo schlägt Genauigkeit
  • Aufmerksamkeit schlägt Wahrheit

Sprache wird nicht mehr primär als Werkzeug zur exakten Beschreibung der Realität genutzt, sondern als Transportmittel für Emotion, Identität und Zugehörigkeit. Solange man verstanden wird, ist es egal, ob es präzise ist.

Dazu kommt Fiat-Logik: Wenn Geld entwertet wird, entwertet sich langfristig auch alles, was daran gekoppelt ist. Inklusive Sprache. Warum exakt sein, wenn Ungenauigkeit keine Kosten mehr verursacht?

Präzision lohnt sich nur noch dort, wo reale Konsequenzen existieren (Code, Physik, Bitcoin, Technik). Im Alltag wird sie ökonomisch nicht belohnt, also verschwindet sie. Das ist kein Bildungsproblem. Das ist ein Systemeffekt.

Vielleicht als Variante Bitcoin mit einem Sternchen. :winking_face_with_tongue:

Bitco*in?

Definitiv 42 Bitcoin

Es gibt Bitcoin als Netzwerk oder Bitcoin Protokoll und Bitcoins als Währung. Diesen Unterschied kennt der Investor nicht.

Ens Bitcoin und ens Hardwarewallet

Bitcoins :eyes: