"Dass ich erkenne, was die Welt Im Innersten zusammenhält" ~ Faust... oder jeder Bitcoin maxi

“Bitcoin ist ein Axiom”. Das sagte Roman vor einigen Wochen in einem Stream und seitdem muss ich immer wieder daran denken. Ich finde es auf der einen Seite faszinierend wie schnell man die Grundprinzipien hinter diesem Axiom verstehen kann und wie simpel man damit den politisch-gesellschaftlichen Verlauf der Zukunft deuten kann (z.B. in Vergangenheit: Staatenadaption (USA), in Zukunft immer mehr Unternehmen und höchstwahrscheinlich auch Zentralbanken). Auf der anderen Seite wirkt dieses Axiom jedoch unmöglich tiefgründig und komplex. Das Axiom anzuwenden wirkt so einfach, es jedoch tiefgründig zu verstehen wirkt wie ein Interesse, eher fast schon wie ein Hobby, das mich mein Leben lang verfolgen wird, um zu erkennen, “was die Welt Im Innersten zusammenhält”.

Mein erster ernsthafter Kontakt zu Bitcoin war nach der US-Wahl. Einfach nur wegen des Preisanstiegs. Ich wollte es einfach nur abchecken, warum dieses Asset wegen einer Wahl so enorm stieg.

NIEMALS im Leben hätte ich vor einem Jahr gedacht, dass ich mich wegen so einem banalen Preisanstieg auf einmal damit beschäftige, was Geld ist, wie FIAT entsteht, wie Weltwirtschaftskrisen deswegen entstanden, wie eine Blockchain funktioniert, wie fundamental Mining unsere Wirtschaft mit dem Maßstabs des Universums: Energie verknüpft, wie Inflation entsteht, was die MMT aussagt, wie/warum FIAT seit Jahrtausenden für den Zusammenbruch von Gesellschaften verantwortlich ist, wie die Symptome von FIAT auch in der Gegenwart zu spüren sind, welchen Stellenwert Freiheit und Eigenverantwortung in meinem Leben spielen sollen.

Seit fast einem Jahr beschäftige ich mich ausnahmslos täglich damit und ich habe das Gefühl, dass ich auf der Suche nach Antworten nur noch mehr Fragen finde. Es ist so unfassbar spannend und es macht einen riesen Spaß immer tiefer in dieses Rabbit hole einzutauchen und mit meinem Umfeld, das dafür zum Glück open-minded genug ist, zu diskutieren.

Um den Bogen zum Anfang des Posts zu spannen, würde ich einfach Mal behaupten, dass Bitcoin für mich ein Axiom ist, dass mich mein gesamtes Leben lang verfolgen wird. Nicht weil Bitcoin im Preis steigt, sondern weil es das Interesse geweckt hat danach zu suchen, was die Welt im Innersten zusammenhält :smiley:

Mich würde aus Inspirationszwecken auch interessieren, was eure deep-dives sind, die euch momentan beschäftigen. Ich z.B. bin momentan gerade stark an der MMT interessiert.

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Ich will da bewusst nur für mich sprechen: Mir ging es von knapp 30 Monaten ähnlich. Ich wollte einfach nur mal ausprobieren, wie das mit diesem „Bitcoin-Zeugs“, von dem ich immer mal wieder in den News las, funktioniert und warum es immer noch da ist, obwohl mir schon Anfang der 10er Jahre klar war, dass das Computernerd-Unsinn ist.

Seitdem ist kein Tag vergangen, ohne dass ich in irgendeiner Form an Bitcoin und die damit verwobenen Dinge gedacht habe. Ich habe überflüssigen Konsum reduziert und dafür etwas gekauft, dessen Name ich vor 30 Monaten noch nicht mal wahrgenommen hatte: Satoshis!

Jetzt bin ich dabei, meine Fullnode einzurichten und plane auch, mich mit der Technik des Mining auseinander zu setzen (ich bin schon immer durch und durch technikaffin).

Mir ist klar, woher meine Motivation kommt: Bitcoin gibt mir (trotz aller Zweifel) Hoffnung. In dieser Zeit multipler Krisen, denen ich mich mehr oder weniger hilflos ausgeliefert fühle, gibt es etwas, dass in gleicher Weise einen Impact auf alle Krisen gleichermaßen hat.

Als Misanthrop, der sich niemals einen einzelnen Menschen als Heilsbild, als Führer, als Retter vorstellen kann, ist das, was Nakamoto geschaffen hat, die größte Erfindung seit der des Rades! Er hat sich bewusst zurück gezogen, um nicht einen dieser „Heilsbringer“ zu personifizieren. Er schuf technische Dezentralität, an die ich mehr glaube, als an Menschen. Die Freiheit, die Unbestechlichkeit und das Lösungspotential von Bitcoin entfalten sich mehr mit jedem Tag, den man in das Rabbithole eintaucht.

Und dass es nicht nur dir und mir so geht - ist offensichtlich, denn davon zeugen ja die Bilder der orangenen Pille, des Kaninchenbaus.

Bitcoin ist für mich die erste Hoffnung, die nicht das Enttäuschungspotential von menschlichen Anführern hat - weil Bitcoin rational, unbestechlich und kompromisslos ist.

Bevor jetzt einer auf die Idee kommt, ich hätte etwas Übles zum Frühstück geraucht, weil ich doch ansonsten immer so „negativ“ bin - ich stelle bloß die kritischen Fragen und hege die Skepsis, die andere Menschen mir zu Bitcoin antragen könnten…

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ich habe vor 3 Jahren angefangen und seitdem bin ich auch total fasziniert von Bitcoin. Bitcoin hat mich ebenfalls stark zum Nachdenken gebracht und die wirtschaftliche und monetäre Ordnung der Welt in Frage gestellt. Je mehr ich mich damit beschäftige, desto verzweigter und tiefer wirkt das Rabbit-Hole. Ist schon abgefahren :sweat_smile:
Aber am interessantesten finde ich tatsächlich die Technik dahinter und die Programmierung. Abgefahren was Satoshi auf die Beine gestellt hat und was seitdem zusätzlich hinzuprogrammiert wurde.

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