Das Gefühl nicht genug gestacked zu haben?

Ich kann dir dazu eine selbst erlebte Geschichte erzählen: Ein Bekannter von mir, ein damals aufstrebender Oberarzt in einer großen Klinik, hat um die Jahrtausendwende im „Neuen Markt“ investiert. Er war sehr technikaffin und ist deshalb voll abgefahren auf die damals als obligatorische Zukunft gehypten Technikaktien. Die digitale Goldgräberstimmung wurde angeheizt von Medien und Magazinen („Telebörse“) und alle „Experten“ waren sich ganz sicher, dass es mit den Unternehmen „to the moon“ geht.

Dieser Oberarzt hat - auch noch ohne das Wissen seiner Frau, die zuhause mit 2 kleinen Kindern beschäftigt war - dann angefangen, auf Kredit zu investieren. Er hat mir in unseren gesprächen vorgerechnet, welche Vermögen er mit seinen Investments bilden würde und mich für dumm gehalten, weil ich so zurückhaltend blieb…

Wie das mit dem „neuen Markt“ endete, kannst du im Internet nachlesen. Für meinen Bekannten endete das Ganze in einer Privatinsolvenz, Ehescheidung und Kündigung durch die Klinik im Zusammenhang seiner Gehaltspfändung. Er hat sein ganzes Leben durch „Investment auf Kredit“ zerstört.

In Sachen Bitcoin spüre ich ähnliche Vibes. Alle sind sich sicher, dass es die Zukunft ist, es gibt auch hier Leute, die auf Kredit investieren. Alle Zeichen, die zur Zurückhaltung mahnen (…z.B. die zunehmenden Probleme beim Auscashen) werden ignoriert. FOMO eben!

Ich halte mich an meine Lebenserfahrung und den Grundsatz „What goes up, must come down“. Vielleicht verschenke ich dabei unermesslichen Reichtum. Vielleicht vermeide ich dadurch auch meinen Riun.

Entscheiden musst natürlich du, aber mein Rat würde immer lauten „Niemals auf Kredit investieren“!

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