Das Bitcoin-Vermögen ist besser verteilt als gedacht!

Du kannst in die Rich List gucken und bei jedem Wal prüfen, wann BTC zuletzt bewegt wurden. Mit einem kleinen Programm geht das aber sicher einfacher, als alle Wallets einzeln anzuklicken…

Was willst du daraus schließen? Es gibt gute Gründe, alte Coins nicht zu bewegen, siehe boating accident.

zähle ich mich zum Plankton mit meinen paar Satoshis?:thinking:

Nein, eher zu den kleinen Shrimps.
Shrimps werden übrigens sehr schnell gross! :slight_smile:

…ja stimmt, man wird süchtig. :grinning:

Hallo,
Sorry ich Check den Artikel nicht. Ich Frage, weil ich vorhin in der Zeit einen Artikel über die btcverteilung gelesen habe.
Also dieser 2% Aussage, ist gehaltlos weil man damit Börsen und „normale“ Wallets in einen Topf schmeißt, hab ich das richtig verstanden?

Gibt es einen ähnlichen Artikel auch für komplette Neulinge und in einfach geschrieben?

Etwa 1 Million BTC gehen auf Satoshi, die höchstwahrscheinlich nie ausgegeben werden. Außerdem gehören die meisten Riesenadressen den Exchanges, auf denen die BTC für andere verwahrt werden… Laut Cryptoquant sind das im Moment mindestens 2,3 Millionen BTC. Mit mehr und mehr BTC-ETFs, die zugelassen wird wahrscheinlich auch die Zahl der großen Wallets, die für mehrere Personen BTC verwahren steigen.

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Stimmt ja alles, nur wie soll so eine „bessere Verteilung“ praktisch umgesetzt werden? Wie du selbst bereits richtig erkannt hast, werden sich diese Menschen sehr dagegen wehren und haben auch die Mittel, das effektiv und erfolgreich zu tun.
Ich kann mir leider kein realistisches Szenario vorstellen, wo das funktionieren könnte…
Gruss Otto

hi, ok danke für die antwort. das hab auch selbst ich nun verstanden.
Naja, die Frage die sich mir stellt, (die auch deswegen in den anderen thread „welt ohne banken“ passt, ist ja die Frage, wie man eine Verteilung begünstigen könnte. also dass 2% an 71,5% der coins besitzen ist ja schon ne nummer. Kann man irgendwie eine Tendenz erkennen, ob sich die Verteiung angleicht über die Jahre? Die Grafik in dem Artikel stimmt mich nicht zufrieden, die Kurve der „Schrimps“ scheint mir schneller zu steigen als doch überhaupt coins geschürft werden können, oder?
Die Frage die mich treibt, ist die Verteilung einer dezentralen Organisationsstruktur.

Eine Welt mit Bitcoin Standard ist auf jeden Fall eine Welt ohne Cantillon Effekt.

Auch in so einer Welt wird sich aber eine bestimmte Vermögensverteilung einstellen, die sicher keine Gleichverteilung ist. Warum auch?

Dass es von Beginn an große Wale gibt ist nicht optimal, das sehe ich auch so. Siehe auch Firmen wie Microstrategy oder Grayscale.
Das als Belohnung für das eingegangene Risiko zu sehen finde ich auch nicht ok.
Im Endeffekt sehe ich das als ein letztes Aufbäumen des Cantillon Effekts. Nur wer überhaupt etwas Geld übrig hatte, konnte sich auch viele Bitcoin kaufen.
(bis auf wenige „Nerds“ als Ausnahme, die von Anfang an dabei waren)

Aber von da an muss jeder jetzt gut wirtschaften. Sonst ist er irgendwann sein Bitcoin Vermögen los.

Diese Frage ist interessant, hat aber ja gerade bei Bitcoin nichts mit dem Vermögen zu tun, im Gegensatz zu PoS.

Die langfristige Entwicklung der Bitcoin Governance gehört sicher zu den allerspannendsten Fragen!

Das oberste Ziel, was es zu verteidigen gilt, ist die dauerhafte Freiheit von zentralen Instanzen oder Kartellen, die immer wieder versuchen werden, das Zepter zu übernehmen.

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Ja, das sehe ich so. Ist das deiner Meinung nach zu naiv?

Wenn ich mal einfach kopiere…

Wikipedia - Cantillon Effekt:

Der Cantillon-Effekt bezeichnet in der Ökonomie den Effekt, dass sich eine Erhöhung der (Giral-)Geldmenge (Nettokreditvergabe) nicht automatisch gleichmäßig auf alle Bereiche einer Volkswirtschaft verteilt, sondern in Stufen, wobei manche Bereiche (insbesondere der Banksektor, andere staatsnahe Firmen, der Unternehmersektor und politisch begünstigte Gruppen) zuerst profitieren, während der Rest der Volkswirtschaft später folgt oder gar nicht von der Geldschöpfung profitiert.
Verlierer im Prozess der Geldschöpfung sind diejenigen, bei denen das Geld gar nicht landet, die aber dennoch die wegen der kreditschöpfungsbedingten Inflation gestiegenen Preise zahlen müssen.

Ergo: Ohne Erhöhung der Geldmenge kein Cantillon Effekt.

Nein, würde ich ehrlich gesagt nicht, nur in sehr abgeschwächter Form.

Ich denke der Cantillon Effekt ist nur eine Konsequenz von vielen, die daher kommt „…dass die Geldelite die Regeln für sich macht und so immer mehr scheffelt (und es den anderen wegnimmt)“.

Aber wenn dieser Effekt schon einmal wegfällt bzw. nicht mehr genutzt werden kann, ist das wenigstens etwas.

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Die negativen Schlagzeilen bzgl. Bitcoin werden soo schnell nicht verstummen!

Neid

Herr Professor Rieck hat kuerzlich in einem Video zu Spieltheorie ueber „Neid“ erzaehlt.

Dort fuehrt er aus, dass Neid ein nichtrationales Verhalten in der Spieltheorie sei, welches als „Gerechtigkeit“ getarnt wird.

In einem Beispiel eroertert er ein Gedankenexperiment eines Professors, welcher seine Studenten vor eine Wahl gestellt hat:

A: Sie bekommen 50k Eur und alle Anderen bekommen 100k Eur
B: Sie bekommen 25k Eur und alle Anderen bekommen 0 Eur

Interessanterweise entschieden sich Viele fuer Option B, also das ineffizientere Ergebnis.

Neid hat natuerlich auch spieltheoretisch vorteilhafte Seiten, sonst gaebe es ihn nicht:

  1. Neid kann informativ sein. Denn man erfaehrt, mit welchem Verhalten man mehr haben kann.
  2. Die Unachtsamkeit der Anderen kann ausgenutzt werden. Um dann aber nicht vor sich selbst schlecht dazustehen, redet man sich ein, dass es hier nicht um Neid geht, sondern um Gerechtigkeit.
  3. Kooperatives Verhalten wird beguenstigt. Beispiel: Spieler A teilt 100Eur beliebig auf Spieler A und Spieler B auf. Spieler B kann das dann fuer beide akzeptieren oder fuer beide ablehnen. Bei einem Verhaltnis von 90/10 wird Spieler B fuer gewoehnlich ablehnen. Daher wird Spieler A intuitiv Spieler B einen groesseren Anteil (als 10%) zugestehen. (Soweit ich weiss liegt die Grenze etwa bei 33%, bei der Spieler B typischerweise akzeptiert)

The Zipf Mystery

Hier geht es darum, dass sich erstaunlich viele Dinge ohne offensichtlichen Grund zu einem 20% zu 80% Verhaeltnis aufteilen. Das reicht von Worthaeufigkeiten beliebiger bekannter und unbekannter Sprachen bis hin zur Profitverteilung von Kunden in einer Firma.

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Ist es die Wahrheit oder nicht?

Man könnte versuchen zu argumentieren, dass Menschen eine natürliche Intuition zugunsten des Denkens in relativen Geldmengen haben. Sie sind also geneigt, sich auf den relativen Vergleich zu konzentrieren. Das muss mit Neid noch nichts zu tun haben, sondern vielmehr mit einer verengten Perspektive.

100% Anteil an der Ausschüttung sind besser als 50/n*100. Das ist natürlich ein Trugschluss, weil dort nicht die gesamte Geldmenge abgebildet wird, aber anstatt das mit Neid zu erklären könnte man das eben auch mit einem Denkfehler über absolute und relative Geldmengen versuchen.

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Kann der Aussage schon einiges abgewinnen, manche Menschen erreichen einfach viel mehr als andere, und erfinden bsp etwas das jeder haben möchte. Dadurch wird der Erfinder automatisch wesentlich mehr anhäufen als alle anderen. Der einzige Unterschied ist, dass Fehler auch wirklich bestraft werden und einzelne Leute keinen Vorteil aus dem Geldsystem ziehen können und dadurch auch wieder einen Teil abgeben.

Reiche bekommen nicht mehr Geld, weil sie mehr Geld haben sondern Zugang zu Produktivkapital. Ohne Geldmengenausweitung ändert sich am Frontrunnereffekt rein gar nichts.

Im Bitcoin Standard nehme ich beispielsweise mit 10 Immobilien genau so viel Miete in Bitcoin wie 10 Personen noch gerade so aufbringen wollen/können. Ergo wächst mein Bitcoinbestand schneller als bei Personen ohne Produktivkapital.

Sparer verlieren zwar durch die fehlende Geldmengenausweitung nichts (Inflation kann es dennoch geben) aber vermögender wird man auch nicht zwangsläufig.

Irgendwann will ja konsumiert werden oder man stirbt halt vermögender. Im Falle von Konsum wandert es in die Taschen der Eigentümer von Produktivkapital.

Mehr Geld schlägt immer wenig Geld, völlig egal welche Währung.

Es gibt zwar Ausnahmen aber an der allgemeinen Ungleichheit ändert sich nichts ohne Umverteilungsmechanismus (Steuern/Abgaben).

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Video über Erfinder, die „wesentlich mehr anhäufen“…

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