DAC8 vs. Bitcoin Dealer

Frohe Weihnachten liebe HODLer.

Das Jahr neigt sich dem Ende und die Schmerzen steigen, die mir die DAC8 beschert. Dabei denke ich nicht an das Finanzamt, das von meinen Bitcoin Käufen und Verkäufen erfahren wird. Besorgniserregend sind für mich die Hacker, die sich Zugang zu den Userdaten der Bitcoin Börsen/Broker verschaffen könnten und erfahren, wo es sich für sie lohnt, anzuklopfen. Ich befürchte, dass JP Morgan Chase, die Hilton Hotels oder Mt. Gox nur ein Vorgeschmack auf das waren, was uns bevorsteht… Krypto-Mord in Wien.

Das wirft für mich 2 Fragen auf:

  1. Was unternehmen @21bitcoin, @Coinfinity & Co um die User Daten zu schützen? Wie stellen sie sicher, dass unsere Daten nicht in falsche Hände geraten?
  2. Wer wechselt ab nächstem Jahr zu dezentralen Bitcoin Börsen wie VEXL, Peach oder dergleichen, um die Hoheit über seine Datenspur zu behalten?

Ich würde gern VEXL nutzen. Leider existiert für mein Einzugsgebiet noch kein Bitcoin Handel. Bin ich mit meinen Befürchtungen vielleicht allein? Wie sichert Ihr Euch gegen Datendiebstahl bei den Börsen ab?

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Was ändert sich dann durch DAC8?

Die Börsen und Broker müssen doch schon immer alle Daten über 10 Jahre aufbewahren oder sehe ich das falsch?

Jeder Kauf bei Ledger, Bitbox, Seedor und jede Registrierung bei einer Börse / Broker birgt eine Gefahr eine Datenlecks und das schon immer.

Ich hoffe eher, dass wir Angriffe auf Bitcoiner immer seltener sehen. Wenn Bitcoin in den Mainstream kommt, ist es doch normal Bitcoin zu haben. Gefährlich wird es vor allem, wenn man mit seinem Reichtum protzt.

Ich habe es so verstanden, dass bisher keine Kauf/Verkaufsmengen getränkt werden mussten. Tausche ich mich?

Also ich habe in jeder App schon immer eine Historie, was ich wann gekauft und verkauft habe, was ich eingezahlt habe… usw.

Ist ja auch sinnvoll, wenn ich irgendwann mal etwas nachvollziehen möchte oder einen Nachweis für das Amt oder eine Bank brauche.

Diese Historie wird ja nicht auf meinem Gerät gespeichert sondern auf den Servern der Börsen / Brokern. Das müssen die auch machen, denn wenn das Finanzamt den Broker prüft, müssen die ja auch in 7 Jahren noch erklären können, von wem sie das Geld bekommen haben.

Ich finde diese ganze DAC8 Panikmache echt nervig langsam. Ich meine ja, ich finde es auch nicht toll, dass in Zukunft alle meine Käufe direkt an das Amt gemeldet werden, aber soo viel ändert sich mE auch wieder nicht.

Aus technischer Sicht reicht es allerdings, diese Historie mit deinem Account zu verknüpfen, der keinerlei private Daten enthalten muss. Höchstens eine E-Mail Adresse, um beim vergessenen Passwort technischen Support leisten zu können.

Sollten Hacker an diese Daten kommen, muss man noch lange keinen Überfall zu Hause befürchten.

Selbst wenn deine personenbezogenen Daten in deiner App angegeben werden, kann es trotzdem sein, dass die Verknüpfung mit deiner Historie nur bei Nachfrage deiner App zusammengetragen werden, weil Historie und Personalien auf zwei verschiedene, unabhängige Server liegen.

Ich weiß nicht welche Verknüpfungen zwischen pseudonymen Account Daten, samt Historie, und Personen bezogenen Daten, wie Wohnadresse, von DAC8 verlangt werden. Je nach dem könnten die Befürchtungen von @Achse berechtigt sein.

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Du meinst, es kann sein, dass Börsen und Broker deine Transaktionen mehr oder weniger anonymisiert speichern?

Ich kann es jetzt nicht zu 100% sagen, aber ich bin mir sehr sicher, dass die Börsen und Broker sowohl nach Mica-Vorschriften als auch nach Geldwäschevorschriften und wahrscheinlich sogar noch nach Steuervorschriften auch jetzt schon verpflichtet sind, dass Sie die Daten so aufbewahren müssen, dass sie es selbst nachvollziehen können und auf Anfrage von Finanzamt und Co herausgeben müssen.

Vielleicht meldet sich ja noch jemand, der bei Börse oder Finanzamt arbeitet, ansonsten können wir es wohl nicht zu 100% einschätzen.

Eins ist klar: DAC8 ist einfach nur nervig und könnte uns sicherlich noch ärgern.

Aber es werden auch jetzt schon Daten gespeichert, wenn auch vielleicht nicht bei jeder Börse und auch jetzt schon werden Daten mit dem Finanzamt ausgetauscht. Ich mach mir deswegen keinen unnötigen Stress.

Hallo zusammen,

gerne teilen wir kurz unsere Perspektive zum Thema DAC8:

Für uns hat der Schutz eurer Daten oberste Priorität. Unsere Systeme nutzen eine 256-Bit-Verschlüsselung und erzielen beim Qualys SSL Labs Test regelmäßig die Bestnote „A+“. Durch laufende IT-Sicherheitsaudits halten wir unsere Infrastruktur so robust wie möglich.

Bei uns arbeiten echte Bitcoiner im Support und das Team sitzt in Deutschland und Österreich. Wir verstehen den Bitcoin-Ethos und erheben grundsätzlich nur die Daten, die gesetzlich zwingend erforderlich sind.

Was die Weitergabe an die Behörden angeht, legen die Nationalstaaten die genaue Art und Weise der Berichte (ab 2027) selbst fest. In Österreich steht die finale Entscheidung über die Form der Übermittlung noch aus.
Zwar haben wir kein Mitspracherecht bei den internen Sicherheitsmaßnahmen der Finanzbehörden, wir setzen jedoch alles daran, unsere eigenen Systeme bestmöglich zu schützen.

Beste Grüße
euer 21bitcoin-Team

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